AMTSEINFÜHRUNG IM GOTTESHAUS

„Schön, dass sie da sind“

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Es war ein großer Tag, den die Pfarrei „Herz Jesu“ Bad Feilnbach kürzlich feiern konnte. Zum einen begingen die Gläubigen das Patrozinium des „Herzens Jesu“. Zum anderen wurden sechs neue Minis-tranten aufgenommen (Bericht folgt). Der Höhepunkt aber war die Amtseinführung von Pfarrvikar Tivadar Jasura und Diakon Michael Wagner.

Bad Feilnbach – Unter dem Leitspruch „Jeder hat Platz im Herzen Jesu“ nahmen viele Gottesdienstbesucher die Gelegenheit wahr, die Pfarrkirche als Mittelpunkt des „Herzens Jesu“ zu wählen. Deutliche Zeichen des Zusammenwachsens zum künftigen Pfarrverband „Maria Morgenstern“ setzten Pfarrgemeinderäte, Kirchenverwaltungsmitglieder sowie Mitglieder der Pfarreien Kematen/Dettendorf, Au, Bad Feilnbach, Litzldorf und Kleinholzhausen durch zahlreichen Besuch. Unter den Gästen war auch eine be-achtliche Delegation aus der Kuratie „St. Christoph“ aus dem Pfarrverband Steinhöring, der letzten Wirkungsstätte von Tivadar Jasura als Pfarramtsadministrator. Musikalisch umrahmte der Kirchenchor Bad Feilnbach das Patrozinium mit der „Rathgeber-Messe“, komponiert vom deutschen Benediktiner Mönch Johann Valentin Rathgeber. Die Kollekte des Patroziniums galt den Opfern des Erdbebens in Ecuador.

Kraftvoll und überzeugend

Als Zeichen „Hier wächst etwas Gutes im Geiste Gottes zusammen“ gestaltete sich auch der Gottesdienst mit Vertretern aus den Pfarreien des künftigen Verbandes. Die Lesungen übernahmen Georg Höfer aus Litzldorf und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hermine Stockenreiter. Die Fürbitten wurden von Bärbl Huber (Kema-ten/Dettendorf) und Sebastian Gasteiger (Bad Feilnbach) vorgetragen. Bei der Austeilung der Kommunion unterstützten Sigrid Mair (Au) und Martina Kolb (Wiechs) die Geistlichen.

Kraftvoll und überzeugend war die erste Predigt von Pfarrvikar Jasura, der künftig seine seelsorgerischen Dienste in den Pfarrkirchen des Pfarrverbandes ausüben wird. Der 39-jährige Geistliche – aus einer ungarischen Familie – wurde in Senta in Vojvodina (Serbien) geboren und 2001 in der dortigen Diözese zum Priester geweiht. Er verwies auf die Liebe Jesu, welche der Heiland jedem einzelnen Menschen persönlich vermittelt. Letztendlich habe Christus ebenso sich persönlich am Kreuz hingegeben. Seine Kraft, so der Vikar, forme Herzen aus Stein in Fleisch und lasse dunkle Herzen in der Flamme des Lichts erstrahlen.

Hilfreich zur Seite steht dem Vikar sowie Pfarrer Ernst Kögler als Leiter des künftigen Pfarrverbandes Michael Wagner als Diakon. Wagner ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Die Einsatzgebiete des gebürtigen Berliners, der 2002 nach Bayern kam und sich auf Anhieb wohlfühlte, waren Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl und Kolbermoor, seinem derzeitigen Wohnort.

Bei einem Stehempfang im Heimgartensaal, organisiert und betreut von Mitgliedern des Pfarrgemeinderats Bad Feilnbach, nahmen zahlreiche Mitglieder aus allen Pfarreien die Gelegenheit wahr, Pfarrvikar Jasura und Diakon Wagner kennenzulernen. Feilnbachs Zweiter Bürgermeister Vitus Gasteiger brachte im Namen der Kommune seine Freude „über den reibungslosen Zugang der beiden wichtigen Stützen“ für den Pfarrverband zum Ausdruck.

Bereicherung für Kirche

Mit dem Ausspruch „Schön, dass sie da sind“ wertete Pfarrer Andreas Strauß von der evangelischen Gemeinde Bad Aibling und Bad Feilnbach die seelsorgerische Bereicherung auch im ökumenischen Sinne. pes

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