Schnelllebige Zeit

Um des Friedens Willen: Irgendwann muss auch mal gut sein, Wochenendausgabe 23./ 24.

Mai:

Liebe Verfasserin des besagten Berichtes, ich möchte Ihnen gratulieren oder Sie bedauern, denn Sie werden bald keine Nachbarn mehr haben. Wer möchte schon gerne eine Nachbarin, die in einer Tageszeitung schreibt: Es gibt Momente, da möchte man seine Nachbarn erschlagen. Ein sachlicher Hinweis auf Beachtung der Ruhezeiten hätte genügt.

Vielleicht leben Sie in der falschen Straße, denn meine Familie und ich leben schon immer in der Gemeinde Stephanskirchen und haben noch nie große Ruhestörungen erlebt. Noch dazu bin ich der Überzeugung, dass niemand bewusst zum Hammer oder Rasenmäher greift, um seinen Nächsten zu ärgern. Wir leben nun mal in einer schnelllebigen Zeit und da hat halt Herr Maier gerade in der Mittagspause Zeit ein notwendiges Regal aufzubauen oder Herr Huber mäht den Rasen am Samstagabend, da er dies am Tag bei Sommerhitze seiner Frau nicht zumuten möchte.

Ich selbst habe mit einem Säugling, der Mittagsschlaf für überflüssig hielt, genau in der Fluglinie der Bundeswehr gelebt. Ja, das ist schwierig, aber nicht zu ändern. In Zeiten wie diesen, wo unser Leben seit Wochen von Corona bestimmt wird, brauchen wir solche Berichte nicht.

Andrea Zehentner

Stephanskirchen

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