AUS DEM GEMEINDERAT RIEDERING

Schnelles Internet dauert noch

Mit dem schnellen Internet wird es in einigen Ortsteilen der Gemeinde Riedering noch etwas dauern. Der Gemeinderat beschloss jetzt, das Auswahlverfahren im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms aufzuheben und stattdessen Zuschüsse für den Breitbandausbau über das Bundesförderprogramm zu beantragen.

Riedering– In zwei Runden hat die Gemeinde Riedering jeweils 80 Prozent Förderung vom Freistaat für den Ausbau des Breitbandnetzes erhalten. Somit sind nun die Ortsteile Unter-, Obermoosen und Abersdorf sowie ab dem kommenden Jahr 714 weitere Haushalte in verschiedenen Ortsteilen ans schnelle Internet angeschlossen.

Iris Lefeber vom Ingenieurbüro Ledermann (das Büro hatte bereits die beiden anderen Planungen bezüglich Breitbandausbau begleitet, Anm. der Red.) hatte bei der Sitzung im Juli für den Höfebonus geworben; ein Förderprogramm des Freistaats, mit dessen Hilfe die Breitbandversorgung noch weiter ausgebaut werden kann und das bis Ende 2018 läuft. Im Zuge einer beispielhaften Planung hatte das Büro im Riederinger Gemeindegebiet „die noch weißen Flecken“ – knapp 250 Gebäude – identifiziert (wir berichteten).

In der jüngsten Gemeinderatssitzung schlug die Breitbandausbau-Expertin jedoch vor, dieses Auswahlverfahren aufzuheben und stattdessen eine Förderung über das Bundesförderprogramm zu beantragen. Auch wenn dieses Verfahren aufwendiger als das bayerische Förderprogramm sei und eine juristische Beratung benötige, plädiere sie nun doch dafür, jenes Bundesförderprogramm zu beantragen.

Dabei entstünden der Gemeinde keinerlei finanzielle Nachteile, der Bund übernehme 50 Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke, und der Freistaat beteilige sich im Rahmen einer Ko-Finanzierung, sodass der Fördersatz mit 80 Prozent der Gesamtsumme gleich bleibe. Der Antrag hierzu sei schon gestellt und auch bewilligt.

Auf Nachfragen Dominik Summerers erklärte Lefeber, dass man leider keinen Pauschalpreis an Kosten benennen könne. „Da kommen noch viele Parameter dazu.“

Was den Zeitplan angehe, hoffe sie auf einen Start im März. Nach der Ausschreibung erwarte sie die Angebote bis April/Mai, dann sei noch ein Gemeinderatsbeschluss erforderlich. Demnach dauere es bis zu einem Kooperationsvertrag noch mindestens ein halbes Jahr.

Bürgermeister Häusler gab sich da realistischer: „Also zum Ende des Jahres.“ Die Umsetzung des Breitbandausbaus dauere zudem nicht mehr nur zwölf Monate, sondern zwei Jahre: „Also 2021!“

Dr. Georg Kasberger wies auf einige Ortsteile hin, die noch nicht erfasst worden seien. Dazu gehörten Ober- und Unterputting sowie Aign. Richard Mühlbauer führte in diesem Zusammenhang den Ortsteil Pietzenberg an, der sich nach seinen Informationen über Rimsting sozusagen schon „selbstversorgt“ habe.

Iris Lefeber versprach, diese Ortsteile dementsprechend zu überprüfen. Die Telekom, beziehungsweise der jeweilige Betreiber, werde aber sicherlich dahingehend planen, was für ihn am wirtschaftlichsten sei.

Die Gemeinderäte folgten schließlich einstimmig dem Beschlussvorschlag des Ingenieurbüros, das Auswahlverfahren im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms aufzuheben und stattdessen den Breitbandausbau über das Bundesförderprogramm finanziell unterstützen zu lassen.

Kommentare