„Schnapsbrenna“ für den guten Zweck

Eine „Live“-Übergabe war in Anbetracht der Corona-Situation nicht möglich, daher ein Schnappschuss, der nach der letzten Aufführung von „Die Bayerische Prohibition“ entstand. re

Brannenburg –. Alle spüren es, alle merken es – aktuell ist alles ein bisschen anders.

Was noch vor einigen Wochen selbstverständlich war, ist im Moment eine kleine Herausforderung. In solchen Zeiten ist ein unterstützendes Miteinander wichtiger denn je, sagt der Vorsitzende des Wendelstein-Theaters, Stephan Sprinzing.

Zwar ist die Spielsaison schon eine Weile vergangen aber die Erinnerungen an die Komödie um heimliches Schnapsbrennen beim „Brandlwirt“ und ein geselliges Beisammensein, erfreuen nach wie vor. Auch in diesem Jahr wollte das Theater wieder ansässige Vereine und Einrichtungen unterstützen – selbst, wenn sich die Spendenübergabe ein wenig anders als sonst gestaltet hat: Anstatt persönlich, wurde diese telefonisch von Kassiererin Anna-Maria Vogt und Vorstand Stephan Sprinzing abgewickelt, erklärt Schriftführerin Theresa Kinzel.

Mit einer Spende von insgesamt 1000 Euro habe man in diesem Jahr die Brannenburger Tafel sowie das Mehrgenerationshaus Flintsbach unterstützt.

„Die plötzliche Ausbreitung des Coronavirus wurde auch für die Tafeln zur Herausforderung“, sagt Kinzel. Und um die Tafel-Nutzer nicht allein zu lassen, seien Solidarität und Unterstützung gefragt.

Mit einer Spende von 500 Euro wollen die „Theaterer“ der Brannenburger Tafel helfen. Hier werden einmal pro Woche Lebensmittel wie Brot, Obst, Gemüse und Milchprodukte ausgegeben, sowie ein Lächeln, ein offenes Ohr und eine helfende Hand geschenkt.

Die andere Hälfte des Geldes gehe an das Mehrgenerationenhaus Flintsbach. „Es war für die „Brannenburger Theaterer“ ein wichtiges Anliegen, dass die Spende auch in diesem Jahr wieder lokal vergeben wird und man das Geld eins zu eins dort einsetzt, wo es wirklich gebraucht wird“, sagt Theresa Kinzel. Ob es im September mit den Proben des Wendelstein-Theaters Brannenburg weitergehen kann? „Wir sind gespannt“, so Kinzel. Spielleiterin Andrea Zaggl würde die Corona-Zeit zumindest schon einmal zum Lesen verschiedener Drehbücher nutzen, erklärt die Schriftführerin.

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