ABSCHLUSS AN DER MAX-JOSEPH-SCHULE

„Schlechter Ruf ist gutes Recht“

Freundlicher Abschied: Die Absolventen der Klasse 9a fanden bei der Abschlussfeier äußerst herzliche Worte. re
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Freundlicher Abschied: Die Absolventen der Klasse 9a fanden bei der Abschlussfeier äußerst herzliche Worte. re

Die Max-Joseph-Schule (MJS) Großkarolinenfeld verabschiedete jetzt ihre Absolventen der Klassen 9a und der 10M. Nach einem Sektempfang begrüßte Rektor Sven Friedel alle Gäste und verwies schon in seinen Eingangsworten auf die hervorragende Bestehensquote des aktuellen Jahrgangs.

Großkarolinenfeld – Den Anfang bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche, den die Religionslehrer gestalteten und die beiden Geistlichen, Pfarrer Dr. Ilija Cabraja und Dr. Richard Graupner, zelebrierten. Pastor Graup ner nahm die Gelegenheit wahr, sich bei den Anwesenden als neuer evangelischer Seelsorger vorzustellen. Musikalisch begleitet wurde die Andacht in gewohnt eindrucksvoller Weise von Familie Hutter.

Bürgermeister Bernd Fessler eröffnete anschließend den offiziellen Teil, den Georg Gartmeier und Niki Peric musikalisch gestalteten. Neben der Gratulation zur bestandenen Prüfung verwies Fessler darauf, dass es nicht ausreiche, zu wissen. Man müsse auch entsprechend handeln.

Rektor Friedel stellte in Richtung der Prüflinge klar, dass man immer das Kind seiner Eltern bleibe – auch jenseits der 50 noch. Darüber hinaus sollten sich alle Erziehenden aber trauen, den Jugendlichen etwas zuzutrauen.

Die Schüler der Klasse 10aM und auch ihre Klassenleiterin Doris Reuter, betonten in ihren Ansprachen den Teamgeist und die Gemeinschaft, die in den gemeinsamen Schuljahren entstand, gepflegt und gefestigt wurde. In diesem Zusammenhang merkte Reuter an, dass „die heutige Jugend schon seit Jahrtausenden einen schlechten Ruf genießt“, dies jedoch das Recht einer jeden heranwachsenden Generation sei. „Schließlich ist noch aus jeder Generation etwas geworden.“

Michael Elzenbeck sah seine 9a als Trainingsgruppe für die Olympischen Spiele des „Quali“, mit ihm als Trainer, und ordnete jedem seiner Schüler eine individuell passende Sportart zu. So war von der disziplinierten und hart trainierenden Turnerin über den Boxer, der immer wieder aufstand, bis zum Wasserballer, der bei mancher Traineranweisung wohl gerade unter Wasser weilte, ein breites Spektrum gegeben. Die Schüler dankten in äußerst herzlicher Form für die gemeinsamen Schuljahre. Besondere Heiterkeit löste die Bemerkung aus, die Klasse habe einige Male für Haarsträuben bei Elzenbeck gesorgt, der seit Jahren bekennender Glatzenträger ist.

Der Elternbeirat sowie der Förderverein der MJS wünschten den Absolventen alles Gute und nahmen die Gelegenheit wahr, mit Manuela Posch und Gabriele Kink zwei langjährige Mitglieder des Elternbeirats zu verabschieden.

Mit dem Zeugnis auch persönliche Worte

Auch bei der Zeugnisvergabe, zu der Rektor Friedel den Schülern mittels seiner Trompete „den Marsch blies“, fanden sowohl der Schulleiter als auch die Klassenleiter noch einige persönliche Worte für ihre Schüler.

Nach einer kurzen Beratung entschied die Schulleitung, den anschließenden Ball trotz der schrecklichen Vorkommnisse in München nicht abzusagen. Schließlich hatten die Jugendlichen sich diesen Abend der Freude verdient. Dass die Durchführung des Balls eine gute Entscheidung war, bewiesen die Schüler mit der überzeugenden Anwendung ihrer im schulisch organisierten Tanzkurs erworbenen Fähigkeiten. So wurde noch fast bis Mitternacht getanzt, gefeiert und der Start ins „echte“ Leben eingeläutet. re

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