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Haushalt

Schechen ist im Jahr nach dem Rekord-Haushalt gut für die Zukunft gerüstet

Das neue Wohngebiet Mühlstätt Süd auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei wird für rund 1,5 Millionen Euro erschlossen.
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Das neue Wohngebiet Mühlstätt Süd auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei wird für rund 1,5 Millionen Euro erschlossen.
  • VonKatharina Heinz
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29 Millionen Euro – so groß war der Rekord-Haushalt der Gemeinde im vergangenen Jahr. 2020 hatte es eine große Gewerbesteuernachzahlung von 7,4 Millionen Euro gegeben. Der neue Haushalt kann da nicht mithalten. Beinhaltet aber dennoch genügend Finanzmittel für Investitionen in die Zukunft.

Schechen – Knapp 9,7 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt, knapp 5,5 Millionen im Vermögenshaushalt, ein Gesamtvolumen von rund 15,2 Millionen Euro – das sind die wichtigsten Kennzahlen des Haushalts, den Kämmerer Josef Dangl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorstellte.

Vor 20 Jahren 10 Millionen weniger

Im Vergleich: Im Jahr 2001 umfasste der Gesamthaushalt nur etwa sechs Millionen Euro. Diese Entwicklung zeige, wie die Aufgaben der Gemeinde gewachsen seien, so der Kämmerer.

Schechen hat ein Luxusproblem

„Es ist ein solider Haushalt“, sagte Dangl. Man sei gut aufgestellt, auch, was die Rücklagen angehe. In Schechen hat man daher eher ein „Luxusproblem“: Denn es gilt, das Geld vernünftig auszugeben.

Einmalige Nachzahlung verfälscht das Bild

Die Einnahmen und Ausgaben skizzierte der Kämmerer im Detail. Der Verwaltungshaushalt von 9,7 Millionen Euro ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Millionen Euro niedriger. Von dem Wert darf man sich aber nicht täuschen lassen, denn er war 2020 aufgrund besagter einmaliger Gewerbesteuernachzahlung schlichtweg extrem und unerwartet hoch.

Corona drückt Gewerbesteuer

Doch auch aktuelle Ereignisse wirken sich aus: Der Kämmerer geht durch die Folgen der Corona-Pandemie von weiteren Mindereinnahmen der Gewerbesteuer von 500 000 Euro aus. Die Gewerbesteuereinnahmen werden damit wohl nur noch bei 1,5 Millionen Euro liegen. Ebenfalls rückläufig: Die Zinsen, die im vergangenen Jahr aufgrund der hohen Steuernachzahlungen bei 250 000 Euro lagen und heuer wieder auf das normale Niveau von 20 000 Euro fallen werden.

Mehr Geld von Bürgern und Staat

Steigend sind dafür die Schlüsselzuweisungen von gut 701000 Euro (plus 297 000 Euro), der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer von 3,1 Millionen Euro (plus 270 000 Euro) und damit der größte Einnahme-Posten im Verwaltungshaushalt sowie der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer auf 247 000 Euro (plus 47 000 Euro).

Personal kostet 10 Prozent mehr

Die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind laut Dangl die Personalkosten. Sie steigen um 9,9 Prozent auf rund 2,85 Millionen Euro. Gründe sind Tariferhöhungen, Höhergruppierungen sowie Neueinstellungen von Personal für den neuen Kindergarten. Die Kreisumlage verringert sich aufgrund der Senkung des Umlagesatzes zwar, liegt aber immer noch bei knapp 2,5 Millionen Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt gut 706 000 Euro.

5,5 Millionen werden investiert

Der Vermögenshaushalt wird auf knapp 5,5 Millionen Euro festgesetzt (2020: 12,4 Millionen Euro). 3,3 Millionen davon wurden für Infrastrukturmaßnahmen veranschlagt, der Großteil von gut 2,2 Millionen für den Straßenbau und Straßensanierungen. Darunter fällt etwa die Erschließung des Baugebiets Mühlstätt Süd mit 1,5 Millionen Euro, die Asphaltierung der Marienberger Straße mit 150 000 Euro, die Dorferneuerung Hochstätt mit 150 000 Euro und der Beginn der Dorferneuerung Pfaffenhofen mit 100 000 Euro.

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405 000 Euro sind für die Kindergärten vorgesehen, 310 000 Euro davon entfallen auf die Fertigstellung des neuen Kindergartens in Pfaffenhofen. Der Restbetrag fällt auf geplante Umbaumaßnahmen im Außenbereich des Kindergartens Hochstätt sowie die Einrichtung des provisorischen Kindergartens in Schechen.

Eine Million vom Sparbuch nehmen

82 Prozent der Ausgaben können aus den erwirtschafteten Einnahmen finanziert werden. 18 Prozent, eine knappe Million Euro, müssen aus den Rücklagen entnommen werden. Der Stand der Rücklagen wird damit zum Jahresende bei rund 10,7 Millionen Euro liegen.

In Pfaffenhofen hat die Gemeinde eine neue Kita gebaut, die Pfarrei hat die Trägerschaft übernommen. 310000 Euro fallen noch für die Fertigstellung an.

Große Investitionen in kommenden Jahren

Aufgrund hoher Investitionsvorhaben rechnet der Kämmerer auch mit weiteren Rücklagenentnahmen in den nächsten Jahren. Grund dafür sind zum Beispiel die geplante Errichtung eines neuen Sportgeländes für rund 3,6 Millionen Euro sowie die Dorferneuerungen Hochstätt und Pfaffenhofen mit insgesamt 2,5 Millionen Euro.

Gemeinde hat kaum Schulden

Der Schuldenstand der Gemeinde liegt Ende des Jahres voraussichtlich bei knapp 875  000 Euro, einer Pro-Kopf-Verschuldung von 174,36 Euro.

Mit einem Lob für den Kämmerer und ohne Diskussion verabschiedete der Schechener Gemeinderat Haushaltssatzung, Haushaltsplan, Stellenplan und den Finanzplan für die nächsten Jahre einstimmig.

Die wichtigsten Kennzahlen

Gesamthaushalt: 15,2 Millionen Euro

Verwaltungshaushalt: 9,7 Millionen Euro

• größte Einnahmeposten: Einkommenssteueranteil (3,1 Millionen Euro), Gewerbesteuer (1,5 Millionen Euro), Schlüsselzuweisungen (700000 Euro);

• größte Ausgabeposten: Personal (2,85 Millionen Euro), Kreisumlage (2,5 Millionen Euro), Kindergärten (2,2 Millionen Euro)

Zuführung zum Vermögenshaushalt: 706000 Euro

Vermögenshaushalt: 5,5 Millionen Euro

• größte Einnahmeposten: Beiträge (1,7 Millionen Euro), Zuweisungen/Zuschüsse (1,2 Millionen Euro), Entnahme aus der Rücklage (1 Million Euro);

• größte Ausgabeposten: Straßenbau und -sanierung (2,2 Millionen Euro); Grunderwerb (750000 Euro Euro), Kanalbau (512000 Euro);

Rücklagen am 31.Dezember 2020: 11,7 Millionen Euro

Schulden am 31.Dezember 2020: 1 Million Euro.

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