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Bis zu 40 Meter in die Tiefe

Brenner-Nordzulauf: Schechen stimmt Probebohrungen der Bahn zu – Hoffnung auf den Tunnel

Auf dem fast quadratischen Feld in der Bildmitte will die Deutsche Bahn eine 40 Meter tiefe Bohrung vornehmen. Die Gemeinde Schechen genehmigte jetzt die Sondernutzung des östlich angrenzenden öffentlichen Feld- und Waldweges.
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Auf dem fast quadratischen Feld in der Bildmitte will die Deutsche Bahn eine 40 Meter tiefe Bohrung vornehmen. Die Gemeinde Schechen genehmigte jetzt die Sondernutzung des östlich angrenzenden öffentlichen Feld- und Waldweges.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Noch kreuzt die violette Trasse des Brenner-Nordzulaufs den Inn auf einer Brücke zwischen Stephanskirchen und Rosenheim, führt dann auf einem hohen Wall durch Schechen. Die Gemeinde hofft noch auf Tunnel statt Brücke, will im Dialog mit der Bahn bleiben und stimmte deswegen jetzt einer tiefen Bohrung zu.

Schechen – Die Bahn will bohren. Auf freiem Feld zwischen Lochberg und Mintsberg. Das Grundstück ist in privater Hand, um dort hin zu kommen, muss aber ein Feld- und Waldweg genutzt werden, sowie ein Teil eines Grundstückes, das der Gemeine gehört. Deswegen beschäftigte sich der Gemeinderat nun mit einem Antrag der Bahn.

Untersuchungen der Geologie bis 2023

Bis 2023 nimmt die Bahn geologische Untersuchungen im Bereich der violetten Trasse des Brenner-Nordzulaufs vor. Diverse Bauern im Gemeindebereich seien schon angeschrieben worden, berichtete Bürgermeister Stefan Adam (CSU) jetzt in der Gemeinderatsitzung.

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Adam äußert Verständnis, dass andere Gemeinden entlang der Trasse, wie Stephanskirchen oder Rohrdorf, gegen Anträge der Bahn vorgingen, sah aber in diesem Fall keinen Sinn im Widerstand. Denn diese geologischen Erkundungsarbeiten müssen laut Eisenbahngesetz geduldet werden, auf der freien Fläche gebe es auch keinen Hinderungsgrund. Eine Ablehnung der Sondernutzung oder der 40 Meter tiefen Bohrung bringe nur eine minimale Verzögerung, denn das Eisenbahnbundesamt werde die Duldung durchdrücken. Und die Gemeinde wolle in einem guten Dialog mit der Bahn bleiben, um möglichst viel für Schechen zu erreichen.

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Das konnte Volker Schmidt (SPD) durchaus nachvollziehen, aber: „Warum brauchen wir die Bohrung, wenn der Bedarf noch gar nicht nachgewiesen ist?“

Er äußerte Zweifel an der Zuverlässigkeit der Bahn, erinnerte daran, dass drei Bahnübergänge, deren technische Sicherung die Bahn schon vor Jahren versprochen hätte, immer noch ungesichert seien. Drei andere hingegen seien sofort geschlossen worden. Da sei fraglich, ob und wie die Bahn ihrer Verpflichtung nachkomme, etwaige Schäden im Zusammenhang mit der Bohrung zu regeln. Ja, die Gemeinde müsse im Dialog mit der Bahn bleiben, sich aber auch auf die Hinterfüße stellen, „nur so können wir möglichst viel rausholen.“

Rausholen will Adam, wie er auf Nachfrage der Redaktion erklärte, dass die violette Trasse nicht durch Schechen, sondern unter Schechen hindurch führt.

Unter Inn, B 15, Bahn und Schechen hindurch

Dass der sogenannte Tunnel Ringelfeld nicht nur Stephanskirchen unterirdisch durchquert, sondern auch unter dem Inn, der B 15 und der Bahnstrecke nach Wasserburg, Mühldorf und Landshut hindurch führt, erst bei Ostermünchen wieder ans Tageslicht kommt. Er habe die Hoffnung, dass das zu erreichen sei. Zumal die Bohrung zwischen Lochberg und Mintsberg 40 Meter tief hinab gehen soll.

Der Gemeinderat votierte gegen die Stimmen von Volker Schmidt und Josef Marinus Weber (CSU) für die Sondernutzungserlaubnis des Feld- und Waldweges.

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