Schechen hadert weiter mit Bauvorhaben – Quest-Projekt nimmt nächste Hürde

Wohnen statt ernten: Noch wachsen auf dem Grundstück, das demnächst bebaut werden soll, Apfelbäume.
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Wohnen statt ernten: Noch wachsen auf dem Grundstück, das demnächst bebaut werden soll, Apfelbäume.

Ein Mehrfamilienhaus beschäftigt den Schechener Gemeinderat schon seit Monaten. Die Anwohner sind von dem Vorhaben in der Ortsmitte nicht begeistert.

Von Katharina Heinz

Schechen – Viermal hat der Gemeinderat bereits über ein geplantes Bauvorhaben in der Marienberger Straße beraten. Nun hat das Gremium den Weg für den nächsten Schritt frei gemacht.

Die Quest AG will in der Marienberger Straße nördlich der Modest Mitterhuber Stiftung Mehrfamilienhäuser bauen. 16 Wohnungen in zwei Gebäuden sowie 32 Stellplätze großteils in einer Tiefgarage sollen entstehen. Im Vorfeld wurden die Ausmaße des Bauvorhabens kritisiert.

Ausmaße der Gebäude begrenzt

Die hat man nun anhand von klaren Festsetzungen eingegrenzt. Die Wandhöhe des westlichen Gebäudes darf demnach maximal 7,30 Meter betragen, das östliche Gebäude darf ohne das sichtbare Untergeschoss eine Wandhöhe von sechs Metern nicht überschreiten. Bevor sich die Räte allerdings dafür entscheiden konnten, das Projekt in das Auslegungsverfahren zu geben, wurde erneut diskutiert.

Widerstand bei Anwohnern

Denn bereits jetzt, vor der Beteiligung der Öffentlichkeit, sind bei der Gemeinde Einwendungen von Anwohnern eingegangen. Sollte man die nun gleich behandeln, oder erst im Auslegungsverfahren, in dem Betroffene zu dem Vorhaben Stellung nehmen können?

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Volker Schmidt (SPD) fasste zusammen, was sich auch einige der anderen Räte dachten: Dass man die Einwendungen natürlich im Laufe des Verfahrens behandeln werde. Dass es ihn aber stutzig gemacht habe, zu lesen, von der Quest AG habe noch niemand mit den Anwohnern gesprochen.

Grundstückstausch kommt nicht infrage

Auch ein in einem der Schreiben erwähnter Grundstückstausch, so Schmidt, sei vorab zu prüfen. Das allerdings hatte Bürgermeister Stefan Adam (CSU) bereits getan und ließ ausrichten, es komme für die Grundstücksbesitzer nicht in Frage. Auch mit dem Bauherren hatte Adam gesprochen. Dieser habe verlauten lassen, dass man erst auf die Nachbarn zugehen wollte, wenn Planungssicherheit herrsche.

Andere Häuser sind auch so hoch

Maria Pindl (CSU) konnte nachvollziehen, dass das Projekt die Anwohner sehr betreffe. Doch Elisabeth Grabmaier (CSU) machte auch klar, dass die umliegenden Häuser ebenso hoch seien. „Und das Vorhaben ist ja nicht vom Himmel gefallen“, betonte sie.

Eigentümer will keinen Obstgarten

Andreas Rausch (CSU) wies den Vorwurf, da „klammheimlich“ etwas zu planen, ebenfalls zurück. Außerdem erklärte er: „Wir wären auch glücklich, wenn dort ein Obstgarten bleiben würde. Doch das ist eben nicht der Wille des Eigentümers.“

Gespräche hätten nichts geändert

Stephan Dialler (Parteifreie) fand es ebenfalls schade, dass nicht mit den Nachbarn gesprochen wurde. „Doch was hätte es denn geändert?“, fragte er. Josef Weber (CSU) meinte, es werde ja sogar von der Gemeinde erwartet, in Zeiten von Wohnraummangel die Grundstücke besser zu nutzen.

Abschließend stimmten 17 Räte für den nächsten Verfahrensschritt, die Auslegung des Plans, es gab drei Gegenstimmen.

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