Schechen: Gemeinderäte „toben“ sich bei Spielplatzplanung aus

Im westlichen Teil des Baugebietes soll ein Spielplatz mit vielen Möglichkeiten entstehen.
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Im westlichen Teil des Baugebietes soll ein Spielplatz mit vielen Möglichkeiten entstehen.

Da leuchteten bei dem ein oder anderen Ratsmitglied bei der Schechener Gemeinderatssitzung die Augen: Einen Spielplatz zu gestalten – da kommt auch in einem Erwachsenen das Kind durch.

Schechen –„Je mehr Wasser zum Pritscheln, desto besser“, war zu hören. Oder: „Hügel sind toll, da kann man im Schnee runterrutschen!“ Auch gewagtere Vorschläge waren dabei: „Kann die Seilbahn nicht über den Bach führen? Das wäre spannender!“ Zumindest einige Ideen lassen sich umsetzen.

Anlass der Diskussion war der geplante Neubau des Dorf- und Spielplatzes im Bebauungsgebiet Mühlstätt bei der ehemaligen Gärtnerei. Eine große Fläche im Westen ist dafür vorgesehen und ein Garten- und Landschaftsplanungsbüro wurde mit Entwurfsausarbeitungen beauftragt. Zwei Varianten stellte Schechens Bürgermeister Stefan Adam dem Gremium vor: Beide sind aufgeteilt in eine Freifläche, eine Spielfläche und einen Bolzplatz auf der anderen Seite des Baches Gießen. Dort ist eine Seilbahn vorgesehen. Beide Pläne wollen, dass Wasser des Baches in kleinen Flüssen durch das Spielgelände gepumpt wird.

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Variante 2 beinhaltet einen größeren Rundlauf über das Areal. Allerdings, so der Bürgermeister, sei hierfür nicht die natürliche Fließgeschwindigkeit nutzbar. Es müsse also eine elektrische Pumpe her. Variante 1 umfasst mehr Spielgeräte wie einen Hügel, einen Tunnel, Rutsche, Schaukel und Sandkasten. Variante 2 beinhaltet dagegen mehr Sitzflächen auf der Freifläche und mehr Wasserspiel. „Doch auch eine Kombination ist denkbar“, so Adam.

Das gefiel den Gemeinderäten. Denn grundsätzlich kam die Variante mit vielen Spielgeräten gut bei ihnen an, sie wünschten sich jedoch mehr Wasser. Das in beide Pläne eingezeichnete Kneipp-Becken wollte man dagegen streichen. Auch die elektrische Pumpe fand das Gremium unnötig. „Lieber eine Pumpe zum selbst Pumpen, dann sind die Kinder beschäftigt“, meinte Sabine Altendorfer (CSU).

Mehr Wiese gefordert

Dr. Florian Zeller (CSU) regte an, statt gepflasterter Freifläche mehr Wiese zu lassen – damit könne man Geld sparen und es biete den Kindern mehr. Was die Kosten angeht, hatten die Gemeinderatsmitglieder keine Bedenken. Aktuell rechnet man mit einer Höhe von rund 200 000 Euro. „Habt ihr damit keine Bauchschmerzen?“, wollte der Bürgermeister wissen und fragte, ob man eine Obergrenze definieren solle? Er erntete allgemeines Kopfschütteln. „Das sind uns die Kinder wert“, war zu hören.

Einstimmig beschloss das Schechener Gremium, die Variante 1 mit den Änderungswünschen erneut vom Planungsbüro bearbeiten zu lassen. khe

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