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HEUTE IST TAG DER ZAHNSCHMERZEN

Mit Schall in die Zwischenräume

Möchte ihre Schallzahnbürste keinesfalls eintauschen: Zahnärztin Dr. Nadine Thoß. re
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Möchte ihre Schallzahnbürste keinesfalls eintauschen: Zahnärztin Dr. Nadine Thoß. re

Kiefersfelden – Es pocht, es zieht – es tut einfach höllisch weh: Wer unter Zahnschmerzen leidet, kann sich meist auf nichts anderes mehr konzentrieren.

Der heutige „Tag der Zahnschmerzen“ soll Menschen dafür sensibilisieren, die Zahnpflege zu intensivieren. Die OVB-Heimatzeitungen haben Zahnärztin Dr. Nadine Thoß (38) aus Kiefersfelden auf den Zahn gefühlt, welche Prophylaxe sinnvoll ist und welche Möglichkeiten es gibt, Zahnschmerzen einzudämmen.

Zahnschmerzen gehören für viele Menschen zu den unangenehmsten Beschwerden. Gibt es Hilfsmittel, auf die Schmerzen kurzfristig zu reagieren?

Das kommt darauf an, um welche Art von Zahnschmerzen es sich handelt. Bei empfindlichen Zähnen, ist es beispielsweise auch möglich, unter anderem mit Globuli entgegenzuwirken. Handelt es sich aber um Karies, dann helfen nur Schmerzmittel sowie der Besuch beim Zahnarzt.

Und wenn der Zahnarzt – beispielsweise am Wochenende – nicht greifbar ist?

Dann sollten sich Betroffene am besten an die Notdienste wenden. Die Mitarbeiter können oftmals schon durch Nachfragen herausfinden, ob der Patient am besten sofort kommen sollte oder die Behandlung noch aufschieben kann, bis beispielsweise der Zahnarzt wieder da ist.

Am besten ist es ja letztlich, gar keine Zahnschmerzen zu bekommen. Was sind Ihre Tipps, um so wenig Probleme wie möglich mit den Zähnen zu haben?

Zum einen sollte der Zahnarzt halbjährlich zum Check aufgesucht werden. Zum anderen steht natürlich die Mundhygiene im Mittelpunkt. Regelmäßiges und fachmännisches Putzen mit einer Schallzahnbürste sowie abends der Einsatz von Zahnseide ist da das Entscheidende.

Sie sprechen sich offen für die Schallzahnbürste aus. Andere Zahnärzte behaupten, selbst die normale Handbürste würde reichen, wenn man ordentlich putzt...

Ich besitze seit 20 Jahren eine elektrische Zahnbürste und bin vor Jahren auf die Schallzahnbürste umgestiegen, weil sie einfach auch die Zahnzwischenräume reinigt. Ich kenne niemanden, der diese Bürstenart einmal benutzt hat und danach wieder darauf verzichten würde.

Und wie sieht es bei der Zahnpasta aus?

Unterschiedliche Meinungen gibt es bei Zahnmedizinern vor allem bei der Frage, ob Fluorid notwendig ist. Ich bin wahrscheinlich eine der wenigen Zahnärztinnen, die – so lange die Mundhygiene nicht durch spezielle Faktoren negativ beeinflusst wird – der Meinung ist, das Fluorid in der Zahnpasta nicht unbedingt benötigt wird. Das gilt allerdings keinesfalls für Menschen, für die es schwierig ist, eine optimale Mundhygiene zu gewährleisten, beispielsweise für Kinder mit einer Zahnspange.

Sind Kaugummis für die Zahnpflege sinnvoll?

Auf jeden Fall, vor allem, wenn die Menschen beispielsweise mittags nicht die Möglichkeit und Zeit haben, Zähne zu putzen. Denn Kaugummikauen regt den Speichelfluss an und sorgt dafür, dass weniger Bakterien entstehen oder die Konzentration durch mehr Speichel verdünnt wird.

Was sind für Sie die größten Risikofaktoren für gesunde Zähne?

Zucker – vor allem, wenn er sich in vermeintlich gesunden Lebensmitteln wie extrem zuckerhaltigen Müslis versteckt. Das ist ja für den ganzen Körper, nicht nur für die Zähne, ein Problem. Zudem sollten die Menschen Säure im Blick behalten und beispielsweise, wenn sie Saft getrunken haben, mindestens eine Stunde warten, bis sie Zähne putzen. Sonst können sie den Zahnschmelz schädigen.

Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal bei der Zahnhygiene geschludert?

Natürlich esse auch ich hin und wieder ein Stück Schokolade – gegen diese Verführungen bin ich ja auch nicht immun (lacht). Dass ich ohne Zähneputzen oder Zahnseide ins Bett gegangen bin, daran kann ich mich allerdings nicht erinnern.

Interview: Mathias Weinzierl

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