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GEMEINDERAT ROTT

Schaber verärgert über „scharfe Anrufe“

Bauhofleiter Manfred Lunghammerbeim Vorbereiten, er ist mit einem 150 PS starken Räumfahrzeug auf den Straßen im Gemeindegebiet Rott  unterwegs.
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Bauhofleiter Manfred Lunghammerbeim Vorbereiten, er ist mit einem 150 PS starken Räumfahrzeug auf den Straßen im Gemeindegebiet Rott unterwegs.

Ein Anspruchsdenken, das der Gemeindeverwaltung Rott nun doch auf die Nerven geht, beschäftigte jetzt den Gemeinderat: „Kaum beginnt es zu schneien“, ärgerte sich Bürgermeister Marinus Schaber, „gehen bei uns schon unangemessen scharfe Anrufe ein, warum denn noch nicht geräumt sei. Deshalb will ich zum einen klarstellen, dass unsere Leute vom Bauhof mit großem Einsatz ihren Aufgaben nachkommen und sie überdies wesentlich mehr leisten, als es die Vorschriften bestimmen.“

Rott– Geschäftsführer Daniel Wendrock assistierte: „Nur innerhalb geschlossener Ortschaften müssen die Gemeinden die öffentlichen Straßen vom Schnee befreien – und auch das nur im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit. Das heißt also, dass Gemeindeverbindungsstraßen und generell Straßen im Außenbereich nicht von der Gemeinde geräumt werden müssen, obwohl wir das schon immer tun. Und auch im Innenbereich der Gemeinde muss nicht automatisch gestreut werden, sondern nur dort, wo es zwingend erforderlich ist. Und auch dann gilt die Einschränkung, dass dieser Dienst wirtschaftlich sinnvoll sein muss.“ Außerdem bestehe seitens der Gemeinde keine Verpflichtung, etwa Wohnstraßen oder Parkbuchten in Siedlungen zu räumen. Hingegen müssen die Anwohner werktags ab 7 Uhr morgens und an Sonntagen ab 8 Uhr ihren Anteil an Gehwegen geräumt und bei Glatteis auch gestreut haben. Bauhofleiter Manfred Lunghammer berichtete, dass sieben Mitarbeiter im Streuplan der Gemeinde Rott eingeteilt seien. Ein Mitarbeiter stehe täglich um 4 Uhr auf, um die Wetterlage und die wichtigsten Straßen zu beurteilen und dann den Streudienst auf den Weg zu bringen. Die Regelzeiten für das Schneeräumen seien werktags von 6 bis 20 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. Lunghammer stellte klar: „Ein Autofahrer muss auch in der Lage sein, auf einer schneebedeckten Straße mit dem Auto zu fahren!“ Er vergaß auch nicht zu erwähnen, dass viele Friedhofs-Flächen nach wie vor von Hand geräumt werden müssen – Arbeiten, die viele Stunden in Anspruch nehmen und sehr anstrengend sind. Zudem können im Außenbereich nicht befestigte Straßen nicht geräumt werden, wenn der Boden nicht gefroren ist.

Zur Vorbereitung sind im November rund 1000 Schneestangen gesetzt worden, auf Straßen mit starken Steigungen stehen 22 Streugutbehälter zur Verfügung. Rund 80 Tonnen Streusplitt hat die Gemeinde eingelagert, an Streusalz liegen in Rott und in einem Lager in Prutting über 100 Tonnen bereit. Dies alles dient dazu, die Verkehrs-Infrastruktur, also die Leistungsfähigkeit und Funktionstüchtigkeit des Straßennetzes auch im Winter zu erhalten.

„Einen Winterdienst ohne Beschwerden wird es nie geben“

Ein großes Lob sprach der Leiter des Bauhofs den Rotter Bürgern aus, die ihrer Räum- und Streupflicht sehr gewissenhaft nachkommen. Freilich passiere es immer mal wieder, dass die Räumfahrzeuge den Übergang von einer gerade freigeschaufelten Einfahrt zur Straße wieder zuschieben – aber das lasse sich aufgrund der großen Räumfahrzeuge nicht anders lösen und es stecke gewiss keine böse Absicht dahinter. Sein Fazit: „Einen Winterdienst ohne Beschwerden wird es nie geben. Aber man sollte doch die Anstrengungen der Mitarbeiter und ihrer Familien bedenken, weil man über Monate hinweg ständig verfügbar sein muss.“

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