Beschluss im Gemeinderat

Neue Satzung am Samerberg: Kurbeitrag für Übernachtungsgäste steigt

Idylle pur am Samerberg: Die Verweildauer der Gäste hat sich im vergangenen Jahr durchschnittlich um einen Tag verlängert.
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Idylle pur am Samerberg: Die Verweildauer der Gäste hat sich im vergangenen Jahr durchschnittlich um einen Tag verlängert.

Die Gemeinde Samerberg hat ihre Kurbeitragssatzung neu gefasst und den Kurbeitrag erhöht. In der jüngsten Gemeinderats-Sitzung votierte das Gremium einstimmig für den vorgelegten Entwurf.

Samerberg – Monika Schimanski, die Leiterin der Gästeinformation, hatte ihn in der Sitzung erläutert. Änderungen waren erforderlich, um die Satzung den rechtlichen Vorgaben aus dem Bundesmelderecht anzupassen. Die bisherige Fassung stammte aus dem Jahr 2007, so Schimanski.

Kurbeitrag steigt von einem auf 1,50 Euro

Kern der neuen Satzung ist die Einführung des elektronischen Meldewesens. Das heißt, dass künftig Gastgeber und Vermieter ihre Übernachtungsgäste auf elektronischem Wege bei der Gemeinde anmelden. Auch der Gast selbst kann dies online erledigen.

Meldepflichtig sind darüber hinaus auch Gäste von Campingflächen und Almhütten. Meldepflichtig heißt aber auch kurbeitragspflichtig: der Kurbeitrag pro Übernachtung erhöht sich von einem Euro auf 1,50 Euro.

Gäste erwarten einen optimalen Service

Wie Tourismuschefin Monika Schimanski erklärte, habe sich auch die Kostenstruktur in der Gästeinformation stark verändert: Kostenlose Broschüren, Karten und Infomaterial seien Standard geworden, aber auch bei der Digitalisierung gebe es großen Nachholbedarf. Gäste erwarten einen optimalen Service über digitale Endgeräte, was natürlich auch erheblichen Aufwand für die Touristiker bedeutet.

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Mehr Geld fließe mittlerweile in eine zeitgemäße EDV-Ausstattung sowie im Servicebereich der Gästeinformation: Gäste fahren zum Beispiel kostenlos mit dem RVO, dem Wanderbus oder parken kostenlos.

Deutliche Zuwachsraten nach Ende des ersten Lockdowns

Monika Schimanski gab in der Sitzung auch einen Rückblick über das Tourismusjahr 2020, das natürlich ganz im Zeichen der Corona-Umstände stand. Sehr zeitaufwendig sei die Informationsbeschaffung zur Weitergabe an die Vermieter gewesen sowie die Abwicklung der Stornierungen.

Nach der Wiedereröffnung der Gastgeber im Juni wurden von Juli bis Oktober deutliche Zuwachsraten bei den Übernachtungen registriert, im September gar mit einem Plus von 73 Prozent ein außerordentliches Ergebnis. Am Ende wurde eine Übernachtungszahl von 32 353 registriert und damit ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

412 Gästebetten, verteilt auf 46 Vermieter und 17 Anbieter

Die Zahl der Gäste ging in diesem Zeitraum um ein Viertel zurück auf 7503, die allerdings blieben mit viereinhalb Tagen im Durchschnitt einen Tag länger als früher. Derzeit verfügt der Samerberg über 412 Betten, verteilt auf 46 Vermieter und 17 Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof.

Erlebnis- oder Veranstaltungsangebote waren letztes Jahr praktisch nicht möglich, so die Leiterin der Gästeinfo. Auch der Wanderbus musste entsprechende Defizite hinnehmen. Neu gestaltet wurde die Samerberger Internetseite (www.samerberg.de) sowie die Homepage der Hochriesbahn (www.hochriesbahn.de), auch das Gastgeberverzeichnis erschien neu. (re)

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