Start der Einrichtung für Herbst 2021 geplant

Samerberg: Elterninitiative für Waldkindergarten sucht einen Schutzraum

Der Verein „Samerberger Waldfüchse“ setzt sich für einen Waldkindergarten am Samerberg ein.
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Der Verein „Samerberger Waldfüchse“ setzt sich für einen Waldkindergarten am Samerberg ein.
  • Barbara Forster
    vonBarbara Forster
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Seit September gibt es den Verein „Samerberger Waldfüchse“. Vorsitzende Maria Horn (32) setzt sich mit anderen Müttern dafür ein, dass es am Samerberg künftig einen Waldkindergarten geben wird. Im Moment sucht der Verein einen Schutzraum und hat die Gemeinde Samerberg um Hilfe gebeten.

Samerberg – Auf dem Samerberg hat sich eine Eltern-Initiative für einen Waldkindergarten gegründet: Seit September gibt es den Verein „Samerberger Waldfüchse“. Vorsitzende des Vereins ist Maria Horn (32), Mutter von drei Kindern. Ihr mittleres Kind besuche den Waldkindergarten in Patting. „Und ich merke, wie wahnsinnig gut das meinem Kind tut“, so die Mutter. Daraus entstand die Idee, auch für die eigene Gemeinde einen Waldkindergarten zu gründen.

Gemeinde wird um Hilfe gebeten

Zusammen mit Christina Plank stellte sie die Idee in der jüngsten Samerberger Gemeinderatssitzung vor. Was die Initiative neben einer Schutzhütte für die Lagerung von Material nämlich noch brauche, sei ein Schutzraum, in dem die Kinder bei Unwetter Unterschlupf finden könnten. Dabei bat die Initiative die Gemeinde um Unterstützung.

„Die Kinder sind den ganzen Tag draußen in der freien Natur“, betonten die Initiatoren. Das vergrößerte Angebot an Betreuungseinrichtungen biete somit mehr Wahlmöglichkeit für die Eltern. Der Kontakt der Kinder zur Natur stehe bei dieser Form immer im Mittelpunkt, hieß es.

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Einen möglichen Standort nahe Sonnenbach hätte man schon im Blick. Dort soll die Schutzhütte entstehen. Zusätzlich bräuchten sie noch irgendwo einen Ausweichraum für Schlechtwettertage. Als „nicht ideal“ bezeichnete der Gemeinderat die Standortvorschläge Feuerwehrhaus Törwang sowie der Mehrzweckraum beim Badwirt in Roßholzen. Nachdem auch dort Brandschutzrichtlinien zu beachten seien, dürfe man die Frage der Unterbringung nicht unterschätzen.

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Eine Mehrheit der Gemeinderäte äußerte Sympathien für das Projekt. „Auch wenn noch viele Hausaufgaben zu machen sind“, stellte Bürgermeister Georg Huber fest. Kritische Stimmen sprachen dagegen von einer „möglichen Konkurrenz“ zur gemeindlichen Einrichtung und hinterfragten auch den konkreten Bedarf, nachdem die Gemeinde gerade über fünf Millionen Euro in einen Kindergarten-Neubau investiert habe.

Sie wünsche sich für unterschiedliche Kinder einfach eine unterschiedliche Betreuung, erklärte Maria Horn gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Die Initiative habe sich mehr oder weniger „durch Mundpropaganda“ ergeben. Ihre Nachbarin sei ebenfalls auf der Suche nach einem Platz in einem Waldkindergarten gewesen, und so fügte sich eins zum anderen. Lange habe es nicht gedauert, bis sich eine Gruppe von acht Müttern gebildet hatte – und so war der Verein „Samerberger Waldfüchse“ geboren.

Verein finanziert sich über Spenden

Man stehe noch ganz am Anfang, sagt Horn. „Aber die Resonanz ist da“, versichert sie. Laut einer Umfrage, die der Verein kürzlich gestartet hat, gebe es schon 43 Interessierte für die nächsten drei Jahre. Platz hätte man für etwa 25 Kinder.

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„Unser Plan war es, im Herbst 2021 mit dem Waldkindergarten zu starten“, so die 32-Jährige. Noch sei sie zuversichtlich, dass der Zeitrahmen zu halten sei. Finanzieren würde sich der Verein über Spendengelder. „Das ist die Frage, ob wir das Geld dann auch zusammenkriegen“, räumt sie ein.

Mit der Gemeinde Samerberg kam man überein, dass man in einer Sitzung im Januar nochmals über einen geeigneten Schutzraum sprechen werde.

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