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Mehr Platz für Kinder

Rohrdorf will einen neuen Kindergarten mit Krippe bauen

Wohin mit den Kindern? Der CSU-Antrag, den naturnahen Kindergartens (Foto) auszubauen, fand im Rohrdorfer Gemeinderat keine Zustimmung.
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Wohin mit den Kindern? Der CSU-Antrag, den naturnahen Kindergartens (Foto) auszubauen, fand im Rohrdorfer Gemeinderat keine Zustimmung.
  • VonJohannes Thomae
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Die Gemeinde braucht neue Kindergartenplätze – darüber besteht im Gemeinderat Einigkeit. Verschiedene Meinungen aber gibt es darüber, wie diese am besten zu schaffen sind. Die CSU-Fraktion sieht den einfachsten Weg in der Aufstockung des neuen naturnahen Kindergartens um eine weitere Gruppe. Sie brachte auf der letzten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag ein.

Rohrdorf Stefan Praxl (SPD) gab gleich zu Anfang zu bedenken, dass eine weitere Naturkindergarten-Gruppe das Platzproblem allenfalls mittelfristig lösen könne, man komme deshalb nicht daran vorbei, zügig mit der Planung für einen neuen Kindergarten zu beginnen.

Maria Haimmerer (CSU) wandte ein, dass eine schnelle Lösung nötig sei und dafür biete sich eben die Erweiterung an. Georg Loferer (Bürgerblock) brachte die Kosten ins Spiel, für den naturnahen Kindergarten sei von den Betreibern für das erste Jahr ein Defizit prognostiziert, der Waldkindergarten in Riedering koste 120.000 Euro weniger. Bevor man über eine zweite Gruppe nachdenke, halte er es für vernünftig, abzuwarten wie sich das Defizit tatsächlich entwickele. Sollte es niedriger sein oder zumindest Aussicht bestehen, dass es nur im Eröffnungsjahr hoch sei und danach niedriger ausfalle, sei er für den Gedanken einer zweiten Gruppe aufgeschlossen.

Wolfram Inngauer, der Geschäftsführer des Montessori-Fördervereins, betonte, dass er bei seiner Kostenkalkulation vor allem eines vermeiden wolle, nämlich später im Jahresverlauf noch finanzielle Nachforderungen stellen zu müssen. Man habe also vorsichtig gerechnet. Momentan sei auch der Personalschlüssel sehr ungünstig: Man habe für dieses Jahr über die normale Belegungszahl von 22 Kindern vier weitere Kinder aus Achenmühle mit aufgenommen, die sonst keinen Kindergartenplatz gefunden hätten. Dies mit einer auf ein Jahr befristeten Ausnahmegenehmigung, die aber für dieses eine Jahr den Personalbedarf erhöht hätte.

Ob darüber hinaus die Kosten in den Folgejahren deutlich abzusenken seien, sei jetzt nicht vorherzusagen, wenn man seriös bleiben wolle. Davon abgesehen machte er klar, dass man aus pädagogischer Sicht die Erweiterung um eine weitere Gruppe erst in zwei, drei Jahren angedacht habe. Nichtsdestotrotz sei man zu einer sofortigen Erweiterung bereit. Allerdings müsse dazu eine weitere Schutzhütte gebaut werden. Da dafür eine Änderung des Bebauungsplans notwendig sei, halte er es für fraglich, ob eine zweite Gruppe bereits zum nächsten Herbst eingerichtet werden könne.

Helmut Holderle (Bürgerblock) sah vor diesem Hintergrund die Prioritäten eindeutig bei einem neuen Kindergarten. Wenn die Erweiterung um eine Gruppe gute eineinhalb bis zwei Jahre Vorlauf benötige, dann sei ein neuer Kindergarten eine realistische Alternative, denn der könne, wenn man sich bemühe, in etwa drei Jahren stehen. Maria Haimmerer befürchtete, dass ein neuer Kindergarten mindestens fünf Jahre Planung benötige, Platzbedarf sei aber jetzt schon da. Ein möglicher Kompromiss sei es für sie, die Gruppenerweiterung nicht bis zum nächsten Herbst erreichen zu wollen, sondern den Herbst 23 anzuvisieren. Dadurch wären die Betreiber aber auch die Verwaltung nicht zu stark unter Zeitdruck gesetzt.

Einstimmig für eine neue Einrichtung

Die Abstimmung fiel dem Diskussionsverlauf entsprechend nicht nur knapp, sondern mit einem Patt, nämlich neun zu neun Stimmen aus. Damit gilt der Antrag auf sofortige Erweiterung des naturnahen Kindergartens als abgelehnt. Einstimmig positiv fiel jedoch die sich anschließende Abstimmung über die Errichtung eines neuen Kindergartens mit Krippe aus.

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