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PETITION EINGEREICHT

Rohrdorf: Auf der politischen Schiene gegen Bahnlärm

Aktuell gibt es keine gute Nachbarschaft zwischen Bürger und Bahn in der Gemeinde Rohrdorf: Der Lärm ist unerträglich.
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Aktuell gibt es keine gute Nachbarschaft zwischen Bürger und Bahn in der Gemeinde Rohrdorf: Der Lärm ist unerträglich.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Auf der politischen Schiene versucht jetzt die Rohrdorfer CSU, die Bemühungen der Gemeinde um eine Verringerung des Bahnlärms zu unterstützen. Eine Petition beim Landtag ist eingereicht.

Rohrdorf – Die Rohrdorfer versuchen auf einer weiteren Schiene, sich gegen den unerträglichen Pfeifton der Bahn auf der Strecke durch den Ort zu wehren: Karl Heinz Silichner, Gemeinderat der CSU hat eine Petition beim bayerischen Landtag eingereicht.

Seit die Züge mit dem neuen Signalton, von der EU vorgeschrieben, durch Thansau und Rohrdorf fahren, regt sich der Widerstand. Denn der Lärm ist nicht auszuhalten. Vor allem nicht für die direkten Anwohner der Strecke, an der 17 von 23 Bahnübergängen nicht mit Schranke oder Lichtzeichen gesichert sind und der Lokführer dementsprechend oft pfeifen muss. „Ein Pfeifton an Bahnübergängen wird nicht zum Selbstzweck abgegeben, sondern dient der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer“, heißt es dazu von Seiten der Deutschen Bahn. Wie berichtet, hat die Gemeinde ein Lärmgutachten erstellen lassen, das einen Spitzenwert von 118 Dezibel erbrachte.

Seit Monaten Gespräche mit Bahn

Die Gemeinde Rohrdorf ist seit Monaten in Gesprächen mit der Bahn. Gemeinsam wird untersucht, wie das Pfeifen zu vermeiden ist. Ob durch Sicherung mit Schranken, Schließen der Übergänge oder Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit der Züge.

„Nachdem die Möglichkeiten der Gemeinde, hier eine Verbesserung zu erwirken, damit nahezu ausgeschöpft sind, ergreift der CSU-Ortsverband Rohrdorf nun durch eine Petition die Initiative“, so Karl Heinz Silichner. Denn wenn Verkehrsminister Scheuer schon von einer guten Nachbarschaft zwischen Bürgern und Bahn spreche, solle die Politik auch Wort halten, so Silichner gegenüber der Redaktion.

Die Möglichkeit, eine Petition für das Anliegen „Lärmminderung an der Bahnstrecke Rosenheim-Rohrdorf im Gemeindebereich Rohrdorf“ habe der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner vorgeschlagen, die Rohrdorfer CSU habe sich sofort daran gemacht. Einbezogen wurden, so Silichner, auch das Verkehrsministerium, das Umweltministerium, die Bahn und die Bundesstelle für Immissionsschutz.

In der Petition wird gefordert, den unzumutbaren Lärm durch die Warnsignale für die Anwohner, die Bewohner des Seniorenheims und die Nutzer des nur Meter neben dem Gleis befindlichen Radweges so schnell wie möglich zu reduzieren. Denn zwei Schranken 2024 und alle anderen frühesten 2028, da ist sich Silichner mit seinem Bürgermeister einig, das hilft den Thansauern und Rohrdorfern nicht.

Silichner bestätigte im Gespräch mit der Redaktion, was auch Sepp Wagner, einer der Initiatoren der Unterschriftensammlung im Oktober, und Bürgermeister Simon Hausstetter betonten: Es geht den Rohrdorfern nicht um die Züge. Auch wenn die zwischen 5 und 0.30 Uhr dokumentiert sind.

Die sind ihnen viel lieber als hunderte Lkws. Es geht um den schrillen Pfeifton. Der von Happing über Stephanskirchen bis an den Samerberg zu hören ist. Der der Bahn von der EU vorgeschrieben ist. Deswegen hat die CSU jetzt den Weg über die Politik gewählt. Die Bestätigung der Petition und Weiterleitung an das zuständige Referat liegt dem Ortsvorsitzenden schon vor.

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