Grössere Sportanlage

Rohrdorf: Das Geld fehlt, aber der Bebauungsplan wird schon mal geändert

Räume für Fitness und Kraftsport sollen in einem neuen Gebäude des TSV Rohrdorf entstehen. Gebaut werden soll im Bereich des „Dammes“ der heute noch das Schulhaus vom Fußballplatz am Turner Hölzl trennt.
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Räume für Fitness und Kraftsport sollen in einem neuen Gebäude des TSV Rohrdorf entstehen. Gebaut werden soll im Bereich des „Dammes“ der heute noch das Schulhaus vom Fußballplatz am Turner Hölzl trennt.
  • vonJohannes Thomae
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Fitness bewahren und steigern ist nicht erst seit der Corona-Krise ein Thema. Die Sportvereine verzeichnen in dieser Sparte schon seit Längerem deutliche Zuwächse. So auch der TSV in Rohrdorf.

Rohrdorf – Der TSV Rohrdorf plant, um der starken Nachfrage gerecht werden zu können, eine Erweiterung der Anlage am Turner Hölzl, die Kraft- und Fitnessräume schaffen soll. Zwar steht die Finanzierung noch nicht, der Bebauungsplan aber wird schon geändert.

Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung nur kurz mit der Frage, ob es Sinn habe, für dieses Vorhaben bereits eine Bebauungsplanänderung in Angriff zu nehmen, auch wenn die Finanzierung im Einzelnen noch gelöst werden müsse. Über das Geld wurde länger geredet. Die Notwendigkeit einer Erweiterung stand für das Gremium außer Frage, hier hatte vorab schon ein Gespräch mit TSV-Vorstand Josef Pichlmeier für Klarheit gesorgt.

Zumal, wie Bürgermeister Simon Hausstetter betonte, man damit rechnen müsse, dass sich die Coronakrise erst im nächsten und übernächsten Jahr im Haushalt niederschlagen werde: In diesem Jahr habe man an Gewerbesteuereinnahmen noch einmal sieben Millionen verzeichnen können, es wäre aber möglich, dass es in den nächsten beiden Jahren spürbar weniger sei..

Politiker machen sich auf Sponsorensuche

Sinn mache es aber, so die einhellige Meinung der Gemeinderäte, den TSV Rohrdorf bei der Suche nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten nicht allein zu lassen. Dazu der Bürgermeister: „Wenn wir die Sponsorensuche als unsere gemeinsame Aufgabe sehen, dann sind da sicher noch mehr Mittel aufzutreiben“.

Dieser Einsatz, so Hausstetter weiter, sei gerechtfertigt, denn der Verein habe über 1400 Mitglieder, von denen über 95 Prozent aus der Gemeinde kämen.

Räume würden gut genutzt

Johann Reck (CSU) ergänzte hierzu, dass auch der Bedarf gerade bei der Sparte Fitness außer Frage stünde, es kämen immer mehr Leute. Annette Wagner (Bürgerblock) betonte, dass der TSV die neuen Räumlichkeiten auch anderen Vereinen zur Verfügung stellen wolle – und das unentgeltlich. Eine Auslastung sei also auf jeden Fall gesichert.

Kassensturz nach dem Geldsammeln

Die Stimmung des Gesamtgemeinderats am Ende der Diskussion ist deshalb gut in der Äußerung von Rupert Stocker (Bürgerblock) wiedergegeben, der sagte, es sei jetzt definitiv noch keine Aussage über die Höhe des etwaigen Unterstützungsbeitrages zu machen, aber Aufgabe, gemeinsam nach möglichst vielen Sponsoren zu suchen. Danach müsse ein „Kassensturz“ erfolgen.

Kosten noch einmal überprüfen

Wobei auch die Kosten noch einmal zu überprüfen seien: Sowohl in Hinblick auf etwaige Baurisiken – erforderlich sei eine Überprüfung des Baugrundes – als auch hinsichtlich etwaiger Einsparungsmöglichkeiten.

Da man sich im Rat sicher war, mit dieser Vorgehensweise auf einem erfolgsversprechendem Weg zu sein, wurde einstimmig beschlossen, bereits jetzt einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen.

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