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Ein ungewöhnlicher Fonduetopf als Gaumenfreude

Die Riederinger Fernsehköchin Vroni Lutz gibt Tipps für ein stressfreies Silvester-Essen

Vroni Lutz in ihrer Küche.
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Vroni Lutz in ihrer Küche.
  • VonElisabeth Kirchner
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Das Jahr ausklingen lassen und mit Familie oder Freunden um Mitternacht auf ein gesundes neues Jahr anstoßen - wer will das nicht. Auch im coronagerecht kleinen Kreis sollen die Gaumenfreuden nicht zu kurz kommen, empfiehlt Cafebesitzerin und Fernsehköchin Vroni Lutz.  

Riedering - „Natürlich kann man als Gastgeberin auch an Silvester noch einmal groß aufkochen,” sagt Köchin Vroni Lutz. Sie hat ihre Familie am ersten Weihnachtsfeiertag bereits mit Hirschrücken und Serviettenknödeln verwöhnt. Zum Jahresende möchte sie allerdings nicht so lange in der Küche stehen, sondern mehr Zeit im Kreis ihrer Lieben verbringen.

Regional und saisonal mit eigenem Stil

Sie empfiehlt daher ein Fleischfondue. Die Soßen lassen sich laut Lutz gut vorab zubereiten. Salate, süß-saures Gemüse und Baguette seien auch schnell besorgt und angerichtet. Wer es vegetarisch mag, kann Gemüsesticks reichen. Und diese in leckere Soßen einzutunken, mache auch Liebhabern von Fleisch Spaß. Lutz koche gern gesund, regional und saisonal und pflegt dennoch einen eigenen Stil.

Sie schaut sich immer gern Rezepte an, verrät sie. Gleichwohl halte sie sich nicht exakt an die Mengenangaben, sondern gehe nach Gefühl, denn: „Abschmecken muss jeder für sich selbst.” Auch bei den Zutaten fürs Fleischfondue ist Vroni Lutz lässig, das müsse nicht per se Rind oder Schwein sein. „Statt den Fondueklassikern wie Rind, Schwein und Hähnchen kann man auch Wild nehmen.”

Wild für den Fonduetopf

Die Idee, Fleischstücke aus heimischen Wäldern im Sud zu garen, mag abenteuerlich klingen, ist aber nicht abwegig, meint die Fernsehköchin. Natürlich müsse man für einen leckeren Wildbraten gut vorbereitet einkaufen gehen, aber für den Fonduetopf eignen sich – unabhängig von der Wildart – die feinen Filets, Steaks aus der Oberschale oder geeignete Stücke aus dem Rücken oder der Keule, erklärt Vroni Lutz. Das Fleisch vom Rotwild sei zart durchwachsen, dabei extrem fettarm und sehr eiweißreich. Das Fleisch vom Wildschwein dagegen sei fettreicher, sein Geschmack verträgt mehr Würze. Aber egal, für welches Fleisch man sich entscheidet, Fondue schmeckt jedem, sowohl den Kleinen, als auch den Großen, und in gemütlicher Runde vergehen beim Fleischgaren viele gesellige Stunden.

Um hier noch das Tüpfelchen aufs i zu setzen, empfiehlt Vroni Lutz, die Soßen selbst zu machen. Überhaupt mag sie es gern, klassische Soßen mit dem gewissen Etwas aufzupeppen. Und dennoch sind bei ihren Soßen, deren Rezepte sie den OVB-Heimatzeitungen verrät, allesamt nur Zutaten zu finden, die man selbst noch auf die Schnelle im Supermarkt bekommt.

In geselliger Runde zusammensitzen, und Fleischfondue mit bunten, aromareichen Soßen zu genießen, das mache jedem Spaß. Da müsse man eher aufpassen, das Silvesterläuten nicht zu verpassen und pünktlich um Mitternacht auf das neue Jahr anzustoßen. 

Zwei Lieblingsrezepte von Vroni Lutz für Fondue-Soßen:

Meerrettich-Preiselbeer-Dip (für ein kleines Schälchen, sehr gut zu Wild): 1 EL Sahnemeerrettich, 1 EL Wildpreiselbeeren, 1 Msp Wacholderbeeren, gemahlen, 2 TL Schmand, Salz, Pfeffer. Die Zutaten gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem, geriebenem Kren dekorieren.

Curry Aioli (zu allen Fleischsorten): 1 Eigelb, 200ml Pflanzenöl , 1-2 Knoblauchzehen gerieben, 1 Msp Senf, Saft einer 1/4 Zitrone, 1 TL Chiemgaucurry, Salz, Pfeffer. Das Eigelb, Senf, Zitrone, Knoblauch, Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen schlagen, dann ganz langsam das Öl unter ständigem Rühren hineinlaufen lassen, bis die Konsistenz einer Mayonnaise erreicht ist. Den Curry unterheben.

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