Aus dem Gemeinderat

Riedering reagiert auf zahlreiche Beschwerden: Displays gegen Raser:

Geschwindigkeitsdisplays sollen Raser in Riedering ausbremsen. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für den Kauf mobiler Messanlagen aus.
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Geschwindigkeitsdisplays sollen Raser in Riedering ausbremsen. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für den Kauf mobiler Messanlagen aus.
  • vonElisabeth Kirchner
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Bald heißt es noch mehr aufpassen und langsam fahren im Riederinger Gemeindegebiet. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung einstimmig, zwei weitere Geschwindigkeitsdisplays anzuschaffen.

Riedering – Laut Martin Ruhstorfer von der Verwaltung seien zahlreiche Beschwerden wegen überhöhten Geschwindigkeiten und rücksichtslosem Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer eingegangen. Dafür, oder besser dagegen, gebe es die zwei mobilen Geschwindigkeitsdisplays, die an Brennpunkten wie etwa in Niedermoosen und entlang der RO 16, aber auch an vielen anderen Bereichen eingesetzt werden.

Daten werden ausgewertet

Sie erzeugen eine Verlangsamung der Fahrgeschwindigkeit und dienen der Auswertung von Verkehrsdaten. Dadurch ließen sich gegebenenfalls verkehrsrechtliche Daueranordnungen aussprechen, so Ruhstorfer.

Display können nur in Absprache mit Polizei und Landratsamt platziert werden

Mit den mobilen mit Akku oder Solarpanel betriebenen Einsatzgeräten, die zwischen 2000 und 2500 Euro kosten, seien „unaufwändige Standortwechsel“ möglich. Ein elektronischer Zeigefinger sei an mehr Voraussetzungen geknüpft als die mobilen Displays. So dürfen die Geräte den Verkehrsfluss nicht behindern, müssen mit genug Abstand zu den anderen Verkehrszeichen aufgestellt werden und sie können nur in Absprache mit Landratsamt und Polizei platziert werden.

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Verkehrsinseln als teure Alternative

Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWGR) erklärte, dass zur Verkehrsberuhigung auch Verkehrsinseln möglich seien. Diese seien aber am teuersten. Christine Banjai (FWGR) sah Niedermoosen als den Brennpunkt für Raserei und bedauerte, dass man nicht mehr machen könne, aber ein mobiles Einsatzgerät sei auch akzeptabel. Die weiteren Wortmeldungen aus allen Fraktionen begrüßten die Anschaffung von mobilen Einsatzgeräten.

„Notwendig und sinnvoll“

Marianne Loferer (CSU) befand sie notwendig und sinnvoll, da man sie einfach umplatzieren könne und somit „neu“ für Verkehrsteilnehmer seien. Karl Rothmayer (SPD) regte an, vor Niedermoosen einen Geschwindigkeitstrichter, also ein Schild mit 70 Kilometern pro Stunde, weit vor der Ortschaft aufzustellen. Ruhstorfer fand die Idee gut, zusammen mit dem Resultat der Messung könne man dies beim Landratsamt beantragen. Dem Beschlussvorschlag, zwei Geschwindigkeitsdisplays anzuschaffen und diese an verschiedenen Standorten einzusetzen, folgten die Gemeinderäte einstimmig.

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