Riedering: Nachruf auf Maria Fischer

Maria Fischer
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Maria Fischer

Riedering/Söllhuben. – Nach einem längeren gesundheitlichen Tief und einem kurzen Krankenhausaufenthalt verstarb Maria Fischer aus Söllhuben.

Geboren 1944 als Maria Steinberger, war sie die älteste von drei Schwestern. Sie wuchs auf dem Kutscherhof in Parnsberg auf, besuchte die Volksschule Söllhuben und die landwirtschaftliche Verbandsschule Schloßberg, bevor sie auf dem elterlichen Hof und in der Seiser Alm in Bernau arbeitete. 1972 heiratete sie Korbinian Kronast, gemeinsam führten sie den von Korbinian geerbten Schnelln Hof in Parnsberg weiter mit dem Familiennamen Fischer. Aus der Ehe stammen die drei Söhne Alois, Martin und Konrad, die ihr sechs Enkelkinder schenkten. „Mit denen hat sie jeden Blödsinn mitgemacht“, berichten ihre Söhne. 1989 verstarb ihr Mann, ließ Maria Fischer mit den damals neun, 14 und 16 Jahre alten Söhnen zurück. Nach Kräften unterstützt von ihren Buben bewirtschaftete Maria Fischer den Hof weiter, gönnte sich selber wenig. Zu wichtig waren ihr die Kinder, die Tiere und der Hof. Auch als Austragsbäuerin war sie immer zur Stelle, solange es die Gesundheit zuließ. Trotz der vielen Arbeit auf dem Hof arbeitete sie weiter, insgesamt 42 Jahre, im Gasthof Seiser Alm in Bernau. Mindestens einmal pro Woche als „Mädchen für alles“. Sie sagte immer „das ist mein Ausgleich, das brauche ich“.

Der Trachtenverein war Maria Fischer wichtig, sie war schon als Kind dabei, 1965 bei der Fahnenweihe war sie

Fahnenbraut. Aktiv war sie auch im Mütterverein Söllhuben, im Leonhardi-Verein Pietzing und bei der Perdezuchtgenossenschaft Prien.

Maria Fischer liebte den Blumenschmuck am Haus und legte viel Wert auf den Gemüsegarten,

Sie liebte auch das Backen, spendete bei Festen sehr gerne Ausgezogene, die sehr

begehrt waren, egal ob Trachtenverein, Sozialwerk, Leonhardi Verein oder zahlreichen anderen Vereinsfesten. Letztes Weihnachten backte sie noch bei guter Gesundheit tagelang Vanille- Kipferl fürs Sozialwerk Riedering. Bis 2001 hielt Maria Fischer Kaltblutpferde, auch danach pflegte sie die damit verbundenen Freundschaften, Traditionen und Erinnerungen. Maria Fischers 75. Geburtstag wurde im September bei stabiler Gesundheit im Familienkreis gesellig gefeiert,

im Januar 2020 starb plötzlich und unerwartet die jüngste Schwester. Dieses Ereignis, zusammen mit der eigenen unheilbaren Krankheit, beeinträchtigte Maria Fischer bis zum Schluss.

Gottesdienst und Beerdigung wurden vom Gemeindereferenten Tobias Gaiser im Freien, bei schönem Wetter im Pfarrgarten und Friedhof in Söllhuben abgehalten. So konnten sehr viele Freunde und Verwandte mit entsprechenden Abstandsregeln teilnehmen. Zum letzten Gruß gab’s von den Besuchern kein Weihwasser, sondern ein Kreuzzeichen oder ein freundliches Zunicken am offenen Grabe. Dort spielten zwei ihrer Enkel mit Ziach und Tenorhorn ihr Lieblingsstück, das sie sich immer von ihnen gewünscht hatte, den „Guad Nacht Walzer“.

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