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Bilanz nach einem Jahr im Amt

Riederings Bürgermeister Christoph Vodermaier: „Intensives und spannendes Jahr“

Seit einem Jahr Bürgermeister: Christoph Vodermaier aus Riedering.
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Seit einem Jahr Bürgermeister: Christoph Vodermaier aus Riedering.
  • VonElisabeth Kirchner
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Die Corona-Pandemie hat dem ersten Amtsjahr von Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWGR) den Stempel aufgedrückt. Der Neue im Rathaus ist familiär geprägt: Auch sein Vater war zwischen 2002 und 2008 Bürgermeister in Riedering. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Vodermaier über seine Herausforderungen.

Wie haben Sie Ihr erstes Amtsjahr während der Corona-Pandemie empfunden?

Christoph Vodermaier : Es war bisher ein sehr spannendes und intensives Jahr. Aufgrund der Corona-Einschränkungen hatten wir andere Abläufe, sei es bei Sitzungen oder bei der täglichen Arbeit im Rathaus. Und dennoch muss ich sagen, es lief gut. Ich hatte mich nach reiflicher Überlegung mit der Familie entschlossen, als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Mein Vater war ja schon Bürgermeister. Die Arbeit bereitet mir viel Freude, ich fühle mich angekommen.

Das Thema Brunnenbau und die Erschließung der neuen Quelle zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Kooperation mit dem ortsansässigen Wasserwerk Huber haben Sie schon Anfang 2021 als oberste Priorität angegeben. Wie weit sind Sie da gekommen?

Vodermaier: Das Thema beschäftigt uns schon länger, es geht um die wasserrechtliche Erlaubnis zur Entnahme von Trinkwasser. Die schon erfolgten Probebohrungen sind vielversprechend. Auf Gemeindegebiet haben wir vier Trinkwasserversorger. Mittlerweile sehen wir Licht am Ende des Tunnels. Derzeit stimmen wir uns noch mit den Fachbehörden ab. Im nächsten Schritt wollen wir eine GmbH gründen und das Interessensbekundungsverfahren starten.

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Stichwort Supermarkt: Nach jahrelangen Debatten wird nun Edeka im Süden der Gemeinde ein Geschäft und Wohnungen errichten. Noch steht nur das Werbeplakat. Wie ist der Stand der Dinge?

Vodermaier: Nach jahrelangen Debatten um dieses Thema kam es 2018 zum Bürgerentscheid, die Mehrheit der Riederinger Bürgerinnen und Bürger stimmte für einen Edeka am südlichen Ortsausgang. Inzwischen ist das Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan abgeschlossen und Gemeinde und Landratsamt haben den Bauantrag befürwortet.

Wie geht es beim Brenner Basistunnel weiter?

Vodermaier: Wichtig sind die Geschlossenheit und die Einigkeit. Wir als Region tragen die Last für ganz Europa. Wir haben nun gemeinsam eine gemeindeübergreifende Resolution zusammen mit dem Landrat erarbeitet. Schließlich sind wir alle im Landkreis davon betroffen, und wir in Riedering mit der violetten Trasse ja ganz besonders arg. Mit der Resolution hoffen wir, dass unsere Forderungen der Resolution - Bedarfsnachweis, mehr Untertunnelung, umgehende Lärmsanierung und Lärmschutz an der der Bestandsstrecke nach Neubaustandard, Takt- und Angebotsverbesserungen im Schienenpersonennahverkehr nach München, Salzburg und Kufstein und ein zügiger barrierefreier Ausbau aller 70 Bahnhöfe und Haltestellen im Landkreis Rosenheim - gehört werden. Nur 30 Prozent aller Bahnhöfe und Haltestellen sind übrigens erst barrierefrei. Und wir hoffen, dass alle Gemeinden die Resolution mitunterschreiben.

Das Vereinsleben, das coronabedingt ruhen musste, geht ja nun langsam wieder los...

Vodermaier: Es freut mich, dass so langsam wieder Schwung in das Vereinsleben einkehrt. Das ist so wichtig für das Miteinander. Die Planungen für das Feuerwehr- und Vereinshaus in Persdorf und das Dorfhaus in Moosen laufen endlich wieder an. Der GTEV Riedering wird heuer wieder den musikalischen Sommer am Tinninger See veranstalten, der ja letztes Jahr so gut ankam und bei dem ich Schirmherr sein durfte. Auch der SV Riedering hat die „sportfreie“ Zeit genutzt und das Vereinsheim renoviert und einen Maßnahmenkatalog für den Sportplatz samt Flutlichtanlage, neue Geräteschuppen und Bewässerung erstellt sowie Angebote und Fördermöglichkeiten eingeholt. Wir als Gemeinderat haben inzwischen den Förderantrag auch schon positiv beschieden. Ab den Sommerferien kann es losgehen.

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Worauf sind Sie als Bürgermeister besonders stolz?

Vodermaier: Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung, mit dem Bauhof, dem Wertstoffhof und allen anderen Einrichtungen unserer Kommune. Und ganz wichtig: Es freut mich, dass wir im Gemeinderat so gut konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Trotz des Corona-Jahres und den damit verbundenen Einschränkungen haben wir 25 Sitzungen abgehalten und in über 400 Gemeinderatsbeschlüssen wichtige Weichen für die Zukunft der Gemeinde gestellt. Auch das Rathaus stand weitestgehend immer offen.

Was fand bislang zu wenig Beachtung?

Vodermaier: Durch Corona kam es bislang zu wenig zu wirklich persönlichen Begegnungen. Der Dialog mit den Bürgern und Vereinen, das Treffen im Wirtshaus, nicht zu vergessen der Austausch mit den Bürgermeisterkollegen, das konnte leider bisher noch nicht in dem Ausmaß stattfinden, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber diese Zeiten werden wieder kommen.

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