Requiem für Pfarrer Johann Durner in Pfaffenhofen: Treuer Begleiter vieler Menschen

Starb im Alter von 92 Jahren: Pfarrer Johann Durner.
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Starb im Alter von 92 Jahren: Pfarrer Johann Durner.

Als treuer Begleiter und Ratgeber vieler Menschen wirkte Pfarrer Johann Durner, der im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Beim feierlichen Requiem in Pfaffenhofen wurde an die Stationen seines Lebens in Pfaffenhofen, Degerndorf und Brannenburg erinnert.

Pfaffenhofen/Degerndorf/Brannenburg – Großes Wetterglück machte es möglich, dass das feierliche Requiem für Pfarrer Johann Durner, zelebriert von Domkapitular Dekan Daniel Reichel, am Pfarrheim in Pfaffenhofen unter freiem Himmel stattfinden konnte. Pfarrer Herbert Holzner, er durfte als Pfarradministrator des Pfarrverbandes Pfaffenhofen-Hochstätt über 20 Jahre auf die aktive Unterstützung durch Pfarrer Durner bauen, bezeichnete ihn in seinem bewegenden Nachruf als „vom Herrgott ausgesandten Gärtner für Pflege von Mensch und Natur“.

Flucht vor den Besatzungstruppen

Pfarrer Durners Weg zum Priesteramt war schon zu seiner Zeit als Ministrant vorgezeichnet und trotz bescheidenem Einkommen seiner Eltern konnte er 1939 sein Studium am Gymnasium in Traunstein beginnen.

Die Jahre danach gestaltete sich die Studienzeit kriegsbedingt äußerst schwierig und schließlich folgte 1944 auch noch die Einberufung als Luftwaffenhelfer und zum Reichsarbeitsdienst, wo es ihn zunächst nach Strassburg verschlug, ehe er nach geglückter Flucht vor den amerikanischen Besatzungstruppen in Salzburg ankam und wenige Monate später entlassen wurde.

Nach dem Krieg ins Priesterseminar

Nach Kriegsende konnte Johann Durner den Besuch der Schule in Traunstein wieder aufnehmen und so folgte nach dem Abitur der Weg ins Priesterseminar und das Studium an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Freising.

Für Johann Durner öffnete sich mit der Priesterweihe, die er 1954 empfangen durfte, ein weites Feld im priesterlichen und seelsorgerischen Dienst, wo er auch als Ratgeber viele Menschen auf ihren Zielen begleitete. Immer auf Augenhöhe mit seinen Pfarrangehörigen, ob in Rott am Inn, diese Pfarrei war seine erste feste Pfarrstelle oder in Degerndorf , wo er auf 18 Jahre segensreiches Wirken zurückblicken konnte. Zeitgleich übernahm Johann Durner als Pfarradministrator mehrere Jahre auch die Pfarrei Brannenburg. Zuvor absolvierte der damals noch junge Kaplan seine „Probezeit“ in vier verschiedenen Pfarrstellen, darunter befand sich auch schon die Pfarrei „St. Laurentius“ Pfaffenhofen.

In verschiedenen Pfarreien als Aushilfe

Johann Durner war in all seinen weiteren Funktionen, ob als Dekanatsjugendseelsorger oder als Präses der KAB-Gemeinschaft Brannenburg eine menschliche Größe, deren Rat und Begleitung in Glaubens und Lebensfragen stets gefragt war. Johann Durners Mitarbeit in der Diözesankommission für den ständigen Diakonat sowie im Priesterlichen Beirat des Diakonatsbewerberkreises war durch seinen Sachverstand und engagierten Einsatz ebenso hoch geschätzt.

Bedingt durch seine gesundheitliche Einschränkung erfolgte 1994 seine Versetzung in den Ruhestand „in Reichweite“ So bezeichnete er immer scherzhaft seine Dienste, die er in den verschiedensten Pfarreien aushilfsweise verrichtete, im Schwerpunkt allerdings im Pfarrverband Pfaffenhofen-Hochstätt wo er mit seiner Haushälterin Anna Otter bis zuletzt im Ortsteil Deutelhausen wohnte.

Einen Tag nach seinem 92. Geburtstag war es ihm noch vergönnt, in Polling bei Mühldorf auf Einladung seines Neffen Stefan Durner, der dort ebenfalls seit vielen Jahren in der Seelsorge tätig ist, am Festtag zu Mariä Himmelfahrt mit vielen Besuchern einen Gottesdienst zu feiern und sie mit seinem förmlich jugendlichen Stil zu begeistern.

Hochstätter Musi begleitete Requiem

Den österlichen Beerdigungsgottesdienst, so war es Johann Durners Wunsch, begleitete die Gesangsgruppe des Volksmusikarchives des Bezirks Oberbayern mit Ernst Schusser. Auch der Hochstätter Musi war Johann Durner stets zugetan und so war es für Dirigent Marinus Häusler geradezu eine Ehre, das feierliche Requiem mit seiner Kapelle musikalisch mit zu begleiten.

Im Beisein der zahlreichen Trauergäste und Fahnenabordnungen der Vereine im Pfarrverband Pfaffenhofen-Hochstätt nahm Dekan Reichel die Einsegnung vor und stimmte zu Ehren des Verstorbenen das große „Salve Regina“ an.

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