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Zeit- und Finanzplan wird eingehalten

Renovierungen in Neukirchener Kirche kommen gut voran

Kirchenpfleger Heinrich Dhom zeigt den Seitenaltar in der Wallfahrtskirche Maria Stern.
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Kirchenpfleger Heinrich Dhom zeigt den Seitenaltar in der Wallfahrtskirche Maria Stern.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Seit vorigem Jahr sind in der Filial- und Wallfahrtskirche „Maria Stern“ in Neukirchen am Simssee umfangreiche Renovierungsarbeiten in vollem Gange. Bis April 2023 sollen die Sanierungsmaßnahmen mit einem Kostenvolumen von rund 1,5 Millionen Euro abgeschlossen sein.

Riedering – Bei einem Baustellenbesuch erklärte Kirchenpfleger Heinrich Dhom die wichtigsten Gewerke und fügte freudig hinzu, dass Finanz- und Zeitplan nach heutigem Stand einhaltbar seien.

Ein Baustellenplatz ist die Orgelempore. Anstelle der morschen und kontaminierten Holzbalken wurden Stahlträger eingefügt, die noch in Abstimmung mit dem Denkmalschutz verputzt werden müssen. Die beiden beschädigten Seitenaltäre – ebenso wie der Hauptaltar von Professor Rudolf Esterer in den 50er-Jahren neu gestaltet – wurden zum Teil abgenommen, gesichtet, dokumentiert, neu modelliert und Stück für Stück wieder aufgebaut. Mit Kunststoffgittern am Boden und an den Seiten wird verhindert, dass Wasser in das Mauerwerk hochsteigen kann. „Auch wenn das Mauerwerk mit den ursprünglichen Formen neu ist, es werden durch den Stuckateur die vormaligen Formen wieder hergestellt“, so Heinrich Dhom. Die Ecken und Kanten des im Kern mittelalterlichen Hauptaltars wurden in der Barockzeit entfernt. Der Kirchenpfleger kommentiert: „Sepp Herberger verlangte immer, dass das Runde ins Eck muss, bei der Barockisierung war es umgekehrt.“ Im Altarraum soll die Kommunionbank bleiben, dazu Dhom: „Sie entspricht zwar nicht dem Zweiten Vatikanischen Konzil, aber sie dient dem Kirchen-Gesamtbild.“

Dachkuppel erdrückt Mauern

Die Barockisierung spielte auch für den Dachstuhl eine nachhaltige Rolle. Damals wurde statt der Flachdecke eine Kuppel angebracht, die mit ihrem Gewicht im Laufe der Zeit immer mehr auf die Außenmauern drückte, was zu millimeterstarken Rissen führte. Inzwischen wurde der Dachstuhl angepasst, mit Spangen kann justiert und nachgezogen werden, um die Außenmauern zu entlasten. Der Heilige Geist beim Chorbogen drohte herunterzufallen, jetzt liegt er beim Restaurator.

Auch im Außenbereich gibt es viel zu tun. Die teils asbesthaltigen Fenster wurden ausgetauscht und neu verkittet, ohne das historische Glas zu ersetzen. Auch der Raum oberhalb der Sakristei wird saniert, ein neuer Schrankwand soll für eine ordentliche Aufbewahrung der Ministrantengewänder sorgen. Eine elektronisch gesteuerte LED-Beleuchtung lässt das 300 Jahre alte Gnadenbild am Altar dezent aufleuchten. Der hierzu dienliche Schaltkasten in der Sakristei ist computergesteuert und ist auch für die Außenbeleuchtung hilfreich.

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Das anspruchsvolle Vorhaben kann schon auf über zehn Jahre zurückblicken. „2011 besichtigte das Ordinariat die Seitenaltäre und 2013 wurde eine Gesamtmaßnahme in Augenschein genommen. Als die Erzbischöfliche Finanzkammer im Vorjahr 1,5 Millionen Euro zusagte, konnte mit den endgültigen Planungen begonnen werden“, erklärt Kirchenpfleger Dohm. Ursprünglich seien 2,1 Millionen Euro errechnet worden, aber dank guter Kompromisse und vielfacher Unterstützung werden die 1,5 Millionen Euro ausreichen. Ein schöner Teil der Unterstützung durch Hand- und Spanndienste kommt von der Jungbauernschaft Neukirchen. Dohm erzählt stolz: „Zwei Handwerker packen super an und helfen immer mit. Sie identifizieren sich mit ihrer Kirche, das lässt hoffen.“ Aber vorerst gibt es in der Neukirchner Kirchenbaustelle noch viel zu tun. /EW

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