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In Pfraundorf pflegen Einheimische alte Bräuche

Raublinger stellen Hochzeitsbaum für Brautpaar auf

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  • VonFranz Ruprecht
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Nach gutem alten Brauch stellten am Wochenende etwa 30 Männer vor dem Haus des Brautpaares Maria Unterlinner und Johannes Antretter einen 35 Meter langen Hochzeitsbaum auf, der entweder ein Jahr stehen bleibt oder bis sich Nachwuchs einstellt.

Raubling – Kräftige Männer an den „Schweiberln“, um einen Baum per „Irxenschmoiz“ aufzustellen, erlebt man für gewöhnlich nur am Maifeiertag. Nicht so im Raublinger Ortsteil Pfraundorf. Dort war ein Brauchtum der bodenständigen Art am vergangenen Wochenende zu sehen.

Hochzeitsbaum ist 35 Meter lang

Ein 35 Meter langer Hochzeitsbaum wurde für das angehende Brautpaar vom „Heißn“-Anwesen in Pfraundorf von etwa 30 starken Männern, bestehend aus Freunden, Nachbarn und Pfraundorfer Jungbauernschaftsmitgliedern, als Brauchtumszeichen vor dem Anwesen unter dem Kommando vom „Dobler“, Klaus Artmann, in die Höhe gehievt.

Nachbar stiftet die Fichte

Nachbar Philipp Moosner stiftete die prächtige Fichte. Für die Zierde mit grünen Kränzen waren geschickte Damenhände verantwortlich. Der Hochzeitsbaum bleibt entweder ein Jahr stehen oder so lange, bis sich bei dem Brautpaar Maria Unterlinner aus Pang, eine Klarinettisten der Wasener Musi, und dem „Heißei“, Johannes Antretter, ehemaliger Vorsitzender der Pfraundorfer Jungbauernschaft, Nachwuchs einstellt.

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Nach altem Brauchtum klang am Abend die Feierlichkeit, der etwa 170 Personen beiwohnten, mit einer Nachthochzeit im eigens aufgestellten Zelt neben dem Hof aus. Für ihre Klarinettistin Unterlinner spielte eine Besetzung der Panger Blaskapelle „Am Wasen“ auf.

MG

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