IKO in Raubling – Weichen für Neubau des Sportartikel-Händlers gestellt

Hier, auf dem Gelände des Fahrrad-Testcenters (links), soll künftig ein Verkaufs-, Lager- und Bürogebäude der Firma IKO errichtet werden. Der Raublinger Gemeinderat beschloss einstimmig, dass ein Bebauungsplan dazu aufgestellt werden soll.
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Hier, auf dem Gelände des Fahrrad-Testcenters (links), soll künftig ein Verkaufs-, Lager- und Bürogebäude der Firma IKO errichtet werden. Der Raublinger Gemeinderat beschloss einstimmig, dass ein Bebauungsplan dazu aufgestellt werden soll.
  • vonVolkhard Steffenhagen
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  • Barbara Forster
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Ein Hoffnungsschimmer für den geplanten IKO-Neubau: Nach langem Hin und Her mit dem Landratsamt Rosenheim ebnet nun die Gemeinde Raubling den grundsätzlichen Weg für einen Neubau.

Raubling – „Das ist leider unglücklich gelaufen“, sagte Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger, als es in der jüngsten Gemeinderatssitzung um die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Betriebsgelände der Firma IKO in Raubling ging. Im südöstlichen Bereich des Areals, dort, wo sich heute ein Geländeparcours (Testcenter) für Radfahrer befindet, soll künftig ein neues Verkaufs-, Lager- und Bürogebäude entstehen.

Nachdem es bereits einige Schwierigkeiten mit der Änderung der bestehenden Baugenehmigung gegeben hatte, entschied sich die Firma IKO, zusammen mit der Gemeinde, den Weg über ein Bauleitplanverfahren zu gehen. Einstimmig wurde in der jüngsten Sitzung beschlossen, dass für das bestehende Betriebsgelände ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Dabei soll die vom Bauausschuss bereits befürwortete Planung für den zweiten Bauabschnitt berücksichtigt werden.

Ursprüngliche Baugenehmigung liegt seit 2012 vor

Ein Blick zurück: Die Familie Irlbacher, Eigentümer der Firma IKO, planen seit Jahren, ein zweites Gebäude neben das bestehende zu bauen. Dazu liegt dem Eigentümer bereits eine Baugenehmigung aus dem Jahr 2012 vor, die bis Ende Juni 2022 verlängert wurde.

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Im Februar beantragte die Firma IKO abweichend von der bestehenden Baugenehmigung nun eine seitliche Erhöhung des Gebäudes, um größere Raumhöhen im Verkaufsbereich zu erreichen. Außerdem erhielt die Architektur einen moderneren Anstrich. Dieser Planung stimmte der Bauausschuss der Gemeinde in seiner März-Sitzung schließlich zu.

Zeitgemäßer Entwurf für den IKO-Neubau

Für Kalsperger ein Glücksgriff. Er äußerte sich angetan darüber, dass es nun einen zeitgemäßen Entwurf für die Fläche gibt, die überbaut werden darf. Bauwerber und Gemeinderat gingen gleichermaßen davon aus, dass die Abweichungen auf dem weiteren Verwaltungsweg genehmigt werden. Aber dann habe sich alles anders entwickelt, so Kalsperger. Denn die Änderungswünsche stießen beim Landratsamt nicht auf die erhoffte Zustimmung.

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Die Genehmigungsbehörde vertrat die Auffassung, dass die geänderte Planung nun nicht mehr genehmigungsfähig sei, weil durch die neu geplanten seitlichen Wandhöhen keine Einfügung in die Umgebungsbebauung mehr gegeben sei. Eine mögliche Lösung, das Vorhaben doch noch zu realisieren: ein Bebauungsplan – was nun in Angriff genommen wird.

Entwurf für Bebauungsplan bereits in Arbeit

Zum zeitlichen Rahmen des Bauleitplanverfahrens konnte die Gemeinde auf Nachfrage unserer Zeitung noch keine Angaben machen.

Dass sich die Gemeinde für die Firma IKO so einsetzt, darüber zeigte sich Geschäftsführer Konrad Irlbacher „sehr glücklich“. Enttäuscht äußerte er sich indes darüber, dass man bereits so viel Zeit verloren habe, weil das Landratsamt denÄnderungswunsch der b estehenden Baugenehmigung nicht durchgewunken hatte. „Unser Architekt arbeitet am Entwurf des Bebauungsplans“, so Irlbacher. Der Entwurf soll zur nächsten Gemeinderatssitzung fertiggestellt und dann dem Gremium vorgestellt werden. „Wir hoffen, dass wir Ende des Jahres die Gewissheit haben, dass wir bauen dürfen.“

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