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AUS DEM GEMEINDERAT RAUBLING

Vorschlag der Grünen mit großer Mehrheit abgelehnt: Kein Klimaschutzmanager nötig

Die Grundschule an der Prinzregentenstraße ist ein Musterbeispiel an zeitgemäßer Gebäudesanierung mit Vollwärmeschutz.
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Die Grundschule an der Prinzregentenstraße ist ein Musterbeispiel an zeitgemäßer Gebäudesanierung mit Vollwärmeschutz.
  • vonFranz Ruprecht
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Nicht der Klimaschutz an sich, sondern ob man dafür einen eigenen Manager verpflichten solle, löste eine Diskussion im Raublinger Gemeinderat aus. Der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen wurde in der jüngsten Sitzung nur aus den eigenen Reihen befürwortet.

Raubling– Martina Visser (Bündnis90/Die Grünen) meinte eingangs zum Antrag: „Es ist mir ganz wichtig hier im großen Kreis zu diskutieren und ein gemeinsamer Kenntnisstand, um dieses wichtige Thema zu besprechen. Wir können uns auch gerne in Bad Aibling und Kolbermoor informieren, die bereits einen Klimamanager haben. Ich möchte Pros und Contras mit euch abwägen. Ich sehe darin einen Beitrag zum Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung.“

Professor Dr. Dominikus Bücker vom Institut für nachhaltige Energieversorgung GmbH erläuterte das Klimaschutzmanagement in der Kommune, bei dem ein Erstvorhaben über zwei Jahre mit 75 Prozent und das Anschlussvorhaben über weitere drei Jahre mit 40 Prozent gefördert werden würde.

Klimaschutz wichtig, aber es soll kein Mitarbeiter eingestellt werden

Bürgermeister Olaf Kalsperger (CSU) unterstrich die Wichtigkeit eines Klimaschutzes. In den letzten Jahren sei beispielsweise bei Gebäudesanierungen die energetische Sanierung mit Vollwärmeschutz groß geschrieben worden. „Einige haben es im Hinterkopf, nur keiner weiß es, drastisch ausgedrückt“, sagte er und gab zu bedenken, dass bisher kein eigener Fachmann dafür eingestellt wurde.

„Klimaschutz ist zweifellos wichtig, aber kann ich mir dafür einen neuen Mitarbeiter erlauben, dafür ein Gehalt zahlen, das über dem einiger unserer Mitarbeiter liegen würde?“ Das Spannungsfeld Finanzplanung bis 2024 sei ausgereizt, einen neuen Mitarbeiter dafür einzustellen fände er etwas überzogen.

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Visser war der Ansicht, dass nach Abzug der Fördergelder (75 Prozent in den ersten zwei Jahren) die Gehaltskosten für die Gemeinde überschaubar wären. Laut Geschäftsführer Stefan Landprecht dürften sie bei rund 18 500 Euro pro Jahr liegen.

Sollte sinnvoll und finanzierbar sein

Paul Vodermaier (CSU) warf ein: Es nerve ihn, wenn die Antragsteller wegen einem Klimamanager eine bessere Außendarstellung ins Spiel bringen. „Ziel für die Gemeinde muss es doch sein, ob es sinnvoll und finanzierbar ist und nicht nur wegen einer Förderung jemand einzustellen.“

Toni Maurer (Freie Wähler) war der Ansicht, dass man versuchen könnte lieber eigene Mitarbeiter auszubilden, statt teure Spezialisten einzustellen. Alexandra Burgmaier (SPD) sähe einen Erfolg vom Klimaschutzmanager abhängig. „Wenn man sich einen „Heilsbringer“ erhofft, ist es meistens schief gegangen. Besser ist eine Finanzierung projektbezogen angelegt.“

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Nach den vielen Pros und Contras stellte Brunhild Rothdauscher (Bündnis90/Die Grünen) den Antrag auf Vertagung der Abstimmung. „Abgelehnt“, konterte darauf Zweiter Bürgermeister Wolfgang Rechenauer (CSU), „das Thema wurde bereits schon verschoben, jetzt nicht schon wieder.“

Dafür erhielt er außer dem Bündnis90/Die Grünen mehrheitliche Zustimmung. Bürgermeister Kalsperger bat um Abstimmung über den Antrag, mit dem Ergebnis von 18 zu vier Stimmen Ablehnung. Der Kosten-Nutzen Effekt war mehrheitlich ausschlaggebend für diese Entscheidung.

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