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Planung vorgestellt

Für mehr Sicherheit: Bahnunterführung in Raubling soll in die Breite wachsen

Die Bahnunterführung in der Bahnhofstraße wird im Zuge der Brückenerneuerung von 6,3 auf 14 Meter verbreitert, beidseitig entstehen Geh- und Radwege
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Die Bahnunterführung in der Bahnhofstraße wird im Zuge der Brückenerneuerung von 6,3 auf 14 Meter verbreitert, beidseitig entstehen Geh- und Radwege
  • VonFranz Ruprecht
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„Na, so ned“ sagte der Raublinger Gemeinderat zu den Plänen der Deutschen Bahn, die marode Brücke über die Bahnhofstraße einfach zu ersetzen. Und setzte durch, dass beidseits der Fahrbahn Geh- und Radwege entstehen.

Raubling – Die Eisenbahnüberführung über die Bahnhofstraße in Raubling soll und muss erneuert werden. Wie und wann diese Großbaumaßnahme erfolgen soll, darüber wurde der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung ausführlich informiert.

„Es handelt sich um ein gemeinsames Bauvorhaben der Gemeinde Raubling und der DB Netz AG mit Erneuerung der Eisenbahnbrücke und Aufweitung der Straße auf zwei Fahrspuren und beidseitigem Geh- und Radweg“, so Kathrin Obermayr von der DB Netz AG. Als nächster Schritt soll das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt unter der Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. „Der Bau ist für die Jahre 2025 bis 2026 geplant“, gab Obermayr einen Ausblick.

Mehr Platz für Radler und Fußgänger

Die Verfassung der Eisenbahnbrücke aus dem Baujahr 1931 auf der Strecke Rosenheim – Kufstein kann man durchaus als „relativ marode“ bezeichnen. Die lichte Weite beträgt 6,32 Meter, die lichte Höhe 3,40 Meter, die Durchfahrt unter der Bahn hat nur einen schmalen Gehweg. Nach der Erneuerung sollen die Fahrbahn sechs Meter plus Schrammborde und die beiden etwas höher gelegenen Geh- und Radwege jeweils drei Meter breit werden, die lichte Höhe wird 4,50 Meter betragen. „Insgesamt wird die lichte Weite bei 14 Metern liegen“, so Bürgermeister Olaf Kalsperger (CSU). Die Kostenaufteilung könne erst nach der Kreuzungsvereinbarung getroffen werden, so der Rathauschef weiter.

Zu den Randbedingungen nahmen Projektingenieur Michel Alt vom WKP Planungsbüro für Bauwesen GmbH aus Dresden und Alfred Obermüller von der Rosenheimer Planungsgesellschaft Roplan Stellung. Alt sieht die Strecke für die Bahn als „von großer Bedeutung“. Die Baustelle wird nach den Worten der Referenten eine große Dimension annehmen. Die Baufläche umfasst die Bahnhof-, Kufsteiner- und Prinzregentenstraße.

Genau genommen sind es zwei Bauabschnitte, wobei der Baubeginn für die Brücke im Frühling 2025 und die Inbetriebnahme für den Eisenbahnverkehr für den Herbst 2025 geplant sind. Die Wiederinbetriebnahme der Bahnhofstraße nach dem Umbau ist voraussichtlich ein Jahr später.

Er sehe in der Beschreibung der Bauphase von der DB Netz vierspurige Gleise in diesem Bereich. „Warum ist das so?“, wollte Peter Margraf (Bündnis90/Die Grünen) wissen. Sein Parteikollege Walter Mini erkundigte sich über die möglichen Kosten. „Die drei Gleise für den Schienenverkehr und ein viertes Industriegleis für die Papierfabrik werden nicht verändert. Aktuelle Kostenaussagen können noch nicht getroffen werden“, so die Projektleiterin. Sobald Kosten errechenbar seien, würde das Gremium informiert.

„Ich weiß, dass es der Bahn gegenüber böse verstanden werden könnte, wenn ich frage, wie sicher der Baubeginn 2025 ist“, formulierte es Alexandra Burgmaier (SPD) vorsichtig. Ihre Bedenken über eine Verzögerung konnte Obermayr ausräumen, weil ein realistischer Plan „mit Luft“ vorliege. „Wenn es keine größeren Klagen oder politischen Ereignisse gibt, dann können sie mit diesen Bauzeiten rechnen“, so Obermayr.

Rigole sorgt für besseren Ablauf

„In der Prinzregentenstraße entsteht eine Versickerungsrigole, die das Regenwasser in diesem Bereich entlang der Bahn auffängt und wieder dem Untergrund zuführt“, so Alfred Obermüller von Roplan auf die Frage von Sepp Aschenwald senior (CSU) wie in Zukunft bei Starkregen das Regenwasser besser als bisher ablaufen soll. Klaus Artmann (Freie Wähler) beschäftigte eine mögliche Nachtarbeit, die laut Obermayr nur dann in Frage komme, wenn der Bahnverkehr eingeschränkt werden muss, sonst würden die gängigen Arbeiten tagsüber ausgeführt.

Die DB Netz AG würde die Eisenbahnüberführung nach den Bestandsmaßen erneuern, der Gemeinderat von Raubling hat sich dagegen aber schon vor längerer Zeit für eine Aufweitung und zusätzliche Geh- und Radwege entschieden, diese Kosten kommen auf die Gemeinde zu. „Die lange Bauzeit hat mich erstmal schon erschreckt“, gab Kalsperger zu, sagte aber auch, dass die Gemeinde darauf keinen Einfluss habe.

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