Raubling: Ammerbach-Brücke ist jetzt wieder sicher begehbar

Der Mitarbeiter einer Metallbaufirma setzt ein neues Brückenteil ein.
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Der Mitarbeiter einer Metallbaufirma setzt ein neues Brückenteil ein.
  • vonFranz Ruprecht
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Das Hochwasser Anfang August hat Spuren hinterlassen: Das Fundament der Ammerbach-Brücke wurde unterspült, wodurch Gittersteg und Sicherungsgelände beschädigt wurden. Nun wurden die Sanierungsarbeiten beendet, die laut Bürgermeister Olaf Kalsperger rund 22000 Euro gekostet haben.

Raubling/Kirchdorf – Gemächlich fließt der Ammerbach dahin. Doch das Hochwasser vom 4. August hat das eigentlich beschauliche Gewässer massiv über die Ufer treten lassen – und die Fußgängerbrücke von Raubling nach Kirchdorf unter der Bahnlinie Rosenheim–Kufstein in Mitleidenschaft gezogen. Das Hochwasser hat das Fundament unterspült und an der Kirchdorfer Seite in Nähe des Friedhofs Fundamentteile zum Abbruch gebracht, wodurch auch der Gittersteg und das Sicherungsgeländer beschädigt wurden. Inzwischen wurden die Bruchstücke abgetragen und ein neues Bachfundament mittels Bagger hergestellt.

Aushub gestaltete sich schwierig

Nachdem der Zugang sehr schmal ist, gestalteten sich der Aushub und die Wiederverfüllung schwierig. Da bedurfte es einer Filigranarbeit mit dem Bagger, um zum Beispiel die Nagelfluh-Steine in das Bachbett zu heben. „Ein solcher, der von der Biber in Brannenburg kommt, hat schon mal 1,5 Tonnen“, so der Baggerexperte Sepp Aschenwald. Um das Fundament stabiler zu bauen, wurde erst Kies, dann ein Betonfundamentring mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern gesetzt. Dieser wurde mit Beton ausgefüllt. Ein neues Brückenteil mit sechs Metern Länge und 1,5 Metern Breite wurde angefertigt und in abgewinkelter Ausführung über dem Bachbett montiert.

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„Die Montage durch die örtlichen Gegebenheiten über dem Wasser war eine große Herausforderung. Auch das Aufmaß war durch die komplett weggespülte Böschung schwierig zu definieren. Das Ergebnis ist aber einwandfrei, und die Brücke ist nicht mehr so steil wie vorher“, erklärt Firmenchef Thomas Reichert. Schließlich waren noch Asphaltierungsarbeiten erforderlich, ehe abschließend Auffüllarbeiten vom gemeindeeigenen Bauhof erledigt wurden.

Kosten beliefen sich auf rund 22 000 Euro

„Die Standfestigkeit war nicht mehr gegeben“, sagt Bürgermeister Olaf Kalsperger auf Nachfrage. Deshalb waren die Reparaturen, die insgesamt drei Wochen dauerten, von Nöten.

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Die Sanierungskosten beliefen sich auf rund 22 000 Euro. „Darin enthalten sind die Gewerke Tiefbau, Stahlbau, Baumeisterarbeiten und Asphaltarbeiten“, so Kalsperger. Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen und die Fußgängerbrücke – auch für die Schüler des nahe gelegenen Gymnasiums – wieder begehbar.

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