Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Radln in der Gemeinde Riedering oft ein Abenteuer: Das Radwegenetz soll ausgebaut werden

Viel zu tun gibt es in Sachen Radwegenetz im Gemeindebereich Riedering. Die Gemeindewill sich an der Machbarkeitsstudie der SUR-Gemeinden beteiligen. Hier ein grober Überblick über die vorhanden, teilweise vorhandenen oder noch nicht ausgebauten Radwege. Grafik Klinger

Einstimmig votierten die Riederinger Gemeinderäte in ihrer Sitzung für den Antrag, sich an der Machbarkeitsstudie der SUR-Gemeinden (dem Stadt-Umland-Bereich Rosenheim) bei Radschnellwegen zu beteiligen, um somit die geplante Strecke Feldkirchen/Westerham nach Stephanskirchen bis ins Gemeindegebiet Riedering und eventuell weiter bis nach Prien auszudehnen.

Riedering – Ausgangspunkt dieses Beschlussvorschlages war die Vorstellung eines Fahrradkonzepts für Riedering, das der Arbeitskreis (AK) zur Dorferneuerung zusammengestellt hatte und das Barbara Fischer und Matthias Dangl präsentierten.

Viele Verbindungen nicht erschlossen

Laut Dangl gebe es auf Riederinger Gemeindegebiet schon einige Radwege, Manche Radfahrer nutzten den Seitenstreifen entlang der Gemeinde-, Kreis- und Staatsstrassen, der aber oftmals nur einseitig nutzbar sei. Dies gelte beispielsweise für den Radweg von Riedering an den Tinninger See. viele Verbindungen seien aber noch nicht erschlossen beziehungsweise nicht existent.

Als Beispiele listete hier Dangl den Ort Riedering an sich, die Verbindungen Riedering nach Moosen, nach Lauterbach oder nach Söllhuben und weiter nach Frasdorf und von Moosen nach Prien auf. Deshalb habe der AK - „ohne Eigentumsverhältnisse zu berücksichtigen, und um unnötige Höhenmeter in unserer Landschaft zu vermeiden“, so Dangl - potentielle Radwege in verschiedenste Richtung erkundet.

Mögliche Varianten aufgezeigt

Auf einer Karte zeigte er mögliche Varianten. Wichtig seien dem Arbeitskreis, dass alle, ob Groß oder Klein, ob Pendler oder Freizeitsportler, ob Einheimischer oder Tourist, die Radwege nutzen können und ebenso wichtig sei die Sicherheit. Dies bedeute unter anderem er OPKW- und LKW-Verkehr angestiegen.

Dangl betonte abschließend, dass der AK dem Gemeinderat seine konstruktive Mitarbeit anbiete und dass man auf Freiwilligkeit beim Umstieg aufs Fahrrad oder den ÖPNV generell setze. Barbara Fischer stellte das SUR-Konzept eines Radschnellweges von Feldkirchen/Westerham nach Stephanskirchen vor. Die am SUR-Konzept beteiligten Gemeinden erstellten derzeit eine Machbarkeitsstudie.

Mehr zum Thema

Rosenheim will Konzept für Radwegenetz erstellen

Ihrer Ansicht nach sei es nur logisch, den Schnellweg nach Riedering und eventuell sogar bis nach Prien zu verlängern. Bürgermeister Häusler ergänzte an der Stelle, dass die Planung und der Bau von Radschnellwegen von Bund und Land zu 75 Prozent gefördert werden. Grundsätzlich sei man sich im Gremium einig, dass „Luft nach oben“ beim Ausbau von Radwegen auf Gemeindegebiet herrsche, wenngleich die Grundstücksverfügbarkeit problematisch sei, fasste Häusler zusammen. Dominik Summerer (CSU) begrüßte prinzipiell den Ausbau von Radwegen, dort bestünden „große Lücken“.

Lesen Sie auch

Alarmierender Trend: Immer mehr Pendler in der Region

Nichtsdestotrotz wolle er Flächenverbrauch vermeiden, ein Ausbau der Seitenstreifen sei vorteilhafter und sicherer, als neue Wege zu erschließen. Sebastian Hamberger (WGS) schloß sich dieser Ansicht an, ebenso Richard Mühlbauer (Freie Bürger Pietzing).

Die Riederinger Rund’n sei doch für Radler geeignet, so der Gemeinderat weiter. Bei der Erschliessung neuer Radwege seien zudem die Eigentumsverhältnisse schwierig. Außerdem könne man kaum allen Radfahrern gleichermaßen entgegenkommen, man müsse hier schon zwischen „Rennradler und normalen Radler“ unterscheiden. Marianne Loferer (CSU) sah das ähnlich.

Die Hauptachsen entlasten

Barbara Fischer vom AK hingegen erklärte, dass man keine Gruppen herausnehmen dürfe. Matthias Pummerer (Freie Wählergemeinschaft Riedering) wies auf die Wichtigkeit hin, die Hauptachsen zu entlasten.

Er favorisierte den Vorschlag, in einer Machbarkeitsstudie einen Radschnellweg bis nach Riedering zu erkunden.

Bürgermeister Häusler befand zusammenfassend, dass der Gemeinderat vorrangig die Erkundung eines Radschnellweges von Feldkirchen/Westermann bis Riedering und weiter sehe und dass vorhandene Wege besser genutzt werden sollten.

+++

Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

SUR-Gemeinden – wer gehört dazu?

Der Stadt-Umland-Bereich Rosenheim (SUR) ist ein Zusammenschluss von 13 Kommunen, die sich zum Ziel gesetzt haben, eine langfristige, nachhaltige und zielorientierte Entwicklung der Region rund um die Stadt Rosenheim zu initiieren und zu koordinieren, und der sich 1996 aus acht Kommunen, nämlich aus der Stadt Rosenheim und den direkt angrenzenden Kommunen, gründete. Als feste Organisations- und Arbeitsgemeinschaft nach dem Gesetz über kommunale Zusammenarbeit (KommZG) definiert sich die SUR inzwischen als „Ideenschmiede“, fest installierter Impulsgeber und interkommunaler Austauschort für den Wissenstransfer untereinander und ist beispielsweise Mitglied im EFRE Förderprogramm der Europäischen Union von 2014-2020. Zwei Projektbereiche beschäftigen u.a. die SUR: Siedlungsentwicklung und Wohnungsbau sowie Mobilität und Verkehr. Bei letzterem Punkt geht es darum, die Zulaufstrecken nach Rosenheim vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten und dafür Angebote für diverse Zielgruppen - also beispielsweise an bestimmten Punkten der Region Umstiegsmöglichkeiten vom Auto auf die Bahn oder eine bessere Anbindung der SUR-Kommunen untereinander - zu schaffen. Im Sommer diesen Jahres wurde in Bruckmühl beschlossen, den Fahrradschnellweg von Feldkirchen-Westerham nach Stephanskirchen auf den Weg zu bringen. Eine Machbarkeitsstudie hatte den Bedarf sowie die technische Machbarkeit bestätigt.

Kommentare