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PUPPENTHEATER KIEFERSFELDEN

Auch Puppenspielerin Dorle Dengg und ihr Kasperl feiern ihr Jubiläum ohne Publikum

Dorle Dengg mit der Edelweißprinzessin und ihrem Jubiläumsbuch.
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Dorle Dengg mit der Edelweißprinzessin und ihrem Jubiläumsbuch.
  • VonFranz Hoffmann
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In den für die Künstler sehr schwierigen Corona-Zeiten ist für die Puppenspielerin und Autorin Dorle Dengg keinesfalls Ruhe angesagt. Sie feiert in ihrem kleinen aber feinen Puppentheater 40-jähriges Jubiläum; zwar leider ohne Publikum aber mit jeder Menge kreativer Energie.

Kiefersfelden –„Vier Jahrzehnte ist es her“ erinnert sie sich im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen, „dass ich als junge Mutter erstmals im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche vor Publikum, nämlich der Krabbelgruppe des Kindergartens, gespielt habe“.

Theaterhäusl aufgebaut

Aus diesem „einmaligen Erlebnis entstanden kleine Programme wie basteln, malen oder singen mit dem Kasperl, und mit einem einfachen Tischtheater und Figuren aus dem Kinderzimmer spielte ich die ersten Stegreifgeschichten“. Diese kleinen Aufführungen waren vor allem bei den Kindern sehr beliebt und eine willkommene Unterbrechung des Tagesablaufs.

Feste Einrichtung

Vor nunmehr 24 Jahren, entstand auf eigenem Grundstück die feste Einrichtung „Kieferer Theaterhäusl“, in der sie jährlich zwei bis drei neue Puppentheaterstücke spielte und dazu noch monatlich eine Geschichte, mit anschließendem „Nachbasteln“. Auch ein „mobiles Theater“ ließ sich Dorle Dengg anfertigen, mit dem sie auf Kinder- und Schulfesten und in Kindergärten aufgetreten ist.

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Dazu schrieb sie noch diverse Bücher und Geschichten, die zum Teil als „pädagogisch äußerst wertvoll“ von der Bezirksregierung Unterfranken oder dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus eingestuft und von der Bayerischen Staatsbibliothek als „Literaturtipp“ empfohlen wurden. Insgesamt zehn Bücher veröffentlichte die Kinderbuchautorin, hinzu kamen noch 23 Tonträger, Videos und DVDs, sowie Übertragungen im Radio und Fernsehen. Mit ein Höhepunkt ihres kreativen Schaffens war die Verleihung des renommierten „Pocci-Preises“ im Jahr 2015 durch die „Franz Graf von Pocci Gesellschaft“, die mit dem Preis besondere Verdienste um Erhaltung und Verbreitung des Lebenswerkes Poccis auszeichnet.

Überregionale Bekanntheit

So erreichte die Künstlerin überregionale Bekanntheit mit Alleinstellungsmerkmal, denn ihre Theaterschöpfungen spiegelten immer ein Stück Heimatgeschichte wider und sie waren in bayerischer Mundart gesprochen und gewaltfrei. Mit dem Erfolg entwickelte sich auch das Theaterleben immer weiter. Im Theaterhäusl wurde eine Drehkulisse installiert, Klapptische zum Basteln gefertigt und auch ein Puppenmuseum entstand, mit zwölf Glaskästen an den Wänden des Zuschauerraums. Über 100 Puppenspiele entstammten ihrer Feder und rund 400 Puppen nutzen die mehr als 130 Bühnenbilder, gemalt von Gisa Kogler aus Nußdorf, als malerische Kulisse. Lange Jahre sorgte im Theater Lothar Rösler für den richtigen Ton und animierte damit die vielen kleinen und großen Besucher zum Mitsingen. In den letzten 20 Jahren veränderte die Puppenspielerin ihre Stücke von Fantasiegeschichten hin zu geschichtlicher Aufarbeitung der Heimat. Genannt seien hier „Die Falkensteiner im Inntal“ oder „Der Märchenkönig von Neuschwanstein“. Im Mai letzten Jahres eröffnete sie, Corona bedingt leider fast ohne Zuschauer, ihr „Kieferer Freilicht-Amphitheater“, in dem jetzt bei schönem Wetter die Theateraufführungen im Freien stattfinden können.

Jedes Jahr neue Stücke, viel Freude und Empathie, „so habe ich die Lust am Theaterspielen ausgelebt bis Corona kam und alles still stand, auch das Theaterspielen vor meinem Publikum“. Doch Dorle Dengg ist nicht müßig, sondern sie bereitet aktuell drei Theaterstücke für ihre Zuschauer auf. Neben dem Stück „Adonis und Aphrodite“ und „Schatzsuche im Inntal“ fürs´ Amphitheater entsteht noch eine Blumen- und Kräutergeschichte mit der Edelweißprinzessin und deren heilenden und schützenden Kräutern.

Neue Kulissen werden vorbereitet

Für alle ihre Stücke kommen extra von Hand gefertigte Puppen zum Einsatz und auch die Anfertigung der neuen Kulissen ist bei Gisa Kogler wieder in besten Händen, die musikalische Begleitung wird wieder Lothar Rösler übernehmen.

Zu ihrem Jubiläum brachte Dorle Dengg das neue Buch „40 Jahre Kieferer Puppentheater“ heraus, worin zum einen das Leben und Wirken der Künstlerin zusammengefasst ist und zum anderen viele ihrer bekanntesten Stücke zum Nachspielen enthalten sind. Weitere Informationen oder Bestellungen unter www.kieferer-puppentheater.de und Telefon 0 80 33/71 39.

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