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Ständiges Üben ermöglicht perfektes Zusammenspiel

Pruttinger Feuerwehr veranstaltet Tag der offenen Tür – Rettungskräfte demonstrieren hohen Ausbildungsstand

Bei einem Unfall läuft die Rettung wie ein Uhrwerk ab, eine Maßnahme greift in die andere. Die Feuerwehrler setzen Spreizer und Rettungsschere wechselseitig ein.
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Bei einem Unfall läuft die Rettung wie ein Uhrwerk ab, eine Maßnahme greift in die andere. Die Feuerwehrler setzen Spreizer und Rettungsschere wechselseitig ein.

Einen Tag der offenen Tür gab‘s bei der Pruttinger Feuerwehr. Die Besucher beobachteten dabei live die simulierte Rettung eines Verletzten bei einem Autounfall.

Prutting – Einen Eindruck über den Ausbildungsstand der Pruttinger Feuerwehr gewannen die Bürger beim Tag der offenen Tür. Die Feuerwehrler demonstrierten die Rettung eines Verletzten aus einem Auto bei einem Verkehrsunfall. Die Hilfeleistung bei Unfällen ist häufiger gefordert als der Einsatz bei einem Brand.

Unter den Augen der zahlreichen Besucher holen die Einsatzkräfte den „Verletzten“ schonend aus dem Autowrack heraus.

Die Rettung führten die Ehrenamtlichen wie einen echten Einsatz in Rekordzeit durch: In weniger als 20 Minuten entstand aus dem Übungsfahrzeug ein „Cabrio“ und die Einsatzkräfte holten den „Verletzten“ schonend aus dem Wrack.

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Das Abschneiden des Autodaches ist häufig gefordert. Oft sind Unfallfahrzeuge so demoliert, dass die Retter nicht anders an die Verletzten herankommen. Wenn der Verdacht auf eine Rückgratsverletzung vorliegt, darf der Verunglückte nicht gedreht werden. In diesem Fall ist der einzig taugliche Weg senkrecht nach oben, bei entferntem Dach.

Die Zuschauer sahen, wie viel Aufwand hinter der Bemerkung „dann haben sie ihn herausgeschnitten“ steckt. Es gilt, Spreizer und Rettungsschere wechselseitig einzusetzen. Zuvor stabilisieren Helfer das Fahrzeug durch Holzkeile, damit es möglichst wenig schwankt. Dies würde dem Verletzten Schaden oder zusätzliche Schmerzen bereiten.

Ein Feuerwehrler zur Betreuung des Verletzten abgestellt

Von Anfang an betreut ein eigens dafür abgestellter Feuerwehrler die verletzte Person. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn der Verunglückte noch bei Bewusstsein ist. Sein Betreuer beruhigt ihn und erklärt ihm, was um ihn herum passiert. Rein durch seine Anwesenheit verdeutlicht der Feuerwehrler dem Verletzten, dass er in sicheren Händen ist.

Das Ganze läuft wie ein Uhrwerk ab, eine Maßnahme greift in die andere. Jeder weiß, was er zu tun hat. Ziel ist es, den Verunglückten binnen einer Stunde nach dem Unfall in ein Krankenhaus gebracht zu haben. Gelingt dies, sind die Überlebenschancen auch bei schweren Verletzungen gut.

Eine Schlauchwaschanlage für drei Gemeinden

Nur ständiges Üben ermöglicht dieses perfekte Zusammenspiel. Schwere Autounfälle gehören in der Pruttinger Gemeinde nicht zum Alltag. Das Erfahrungswissen wäre allein über die Einsätze nicht zu gewinnen.

Nötig für effiziente Arbeit ist zudem entsprechendes Einsatzgerät, das nicht billig ist. Die Feuerwehren und die Gemeinden versuchen, möglichst zu sparen. So billigte der Pruttinger Gemeinderat ein Gemeinschaftsprojekt mit Vogtareuth und Söchtenau: Die drei Kommunen beschaffen gemeinsam eine Schlauchwaschanlage für ihre fünf Wehren .

Kosten betragen 50.000 Euro

Diese wird in Schwabering stationiert. Das Gerät kostet, nach Abzug der staatlichen Förderung, gut 50.000 Euro.

Die Anlage wäscht die Schläuche nicht nur, sondern drückt sie auch mit 16 bar ab – eine wichtige Sicherheitsmaßnahme. Würde ein unter vollem Druck stehender Schlauch beim Einsatz platzen, wäre nicht nur das Löschen beeinträchtigt, sondern auch die Einsatzkräfte in Gefahr.

re/CLH

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