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Umfrage gestartet

Pruttinger entscheiden die Zukunft ihres Dorfes

Das Mösl mit der Kirche ist das „äußere Wahrzeichen“ Pruttings. Der innere Wert des Ortes ist, so meint Bürgermeister Johannes Thusbaß, vor allem ein starker Gemeinschaftssinn. Diesen versucht er für eine Umfrage zu mobilisieren, die die Basis für eine gemeinschaftliche Arbeit an der Zukunft des Ortes sein soll.
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Das Mösl mit der Kirche ist das „äußere Wahrzeichen“ Pruttings. Der innere Wert des Ortes ist, so meint Bürgermeister Johannes Thusbaß, vor allem ein starker Gemeinschaftssinn. Diesen versucht er für eine Umfrage zu mobilisieren, die die Basis für eine gemeinschaftliche Arbeit an der Zukunft des Ortes sein soll.
  • VonJohannes Thomae
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Le.Na ist unterwegs: Die Pruttinger sind aufgerufen, ihrem Bürgermeister, den Gemeinderäten und der Verwaltung zu sagen, wie sie sich die Entwicklung ihres Dorfes vorstellen. Bürgermeister Johannes Thusbaß baut auf den ausgeprägten Gemeinschaftssinn im Ort und dementsprechend große Beteiligung.

Prutting – Wahrzeichen der Gemeinde ist zweifellos der Dorfweiher, das Mösl, mit der darüberliegenden Kirche Mariä Himmelfahrt – ein Blick wie aus dem Bilderbuch. Doch eigentlich, so meint Bürgermeister Johannes Thusbaß, trifft ein anderes Bauwerk den Dorfcharakter sogar noch besser: der Dorfstadl. Er ist ein echtes Gemeinschaftswerk aller Pruttinger, aus eigener Initiative und mit ihren eigenen Händen erbaut.

Diesen nicht alltäglichen Gemeinschaftssinn im Ort möchte der Bürgermeister nun ausnutzen und ruft zur Teilnahme an einer Umfrage auf, die den sympathischen Namen LE.NA trägt, was für „Ländliche Entwicklung und Nachhaltigkeit“ steht.

Arbeit auf konkrete Ziele ausrichten

Bei LE.NA geht es im Kern um die Frage, wie der Ort in Zukunft aussehen soll. Etwa: Wie stark will man wachsen? Wie wichtig ist für die eigene Identität der dörfliche Charakter? Nur wenn man in einer Gemeinde davon eine konkrete Vorstellung hat, ist Thusbaß überzeugt, ist das Handeln von Gemeinderat und Verwaltung nicht einfach nur ein Reagieren auf tagesaktuelle Anforderungen und Wünsche, überspitzt gesagt: ein Dahinwursteln. Sondern ein Vorgehen, das auf konkrete Ziele ausgerichtet ist.

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In Prutting hat sich der Gemeinderat schon im letzten Mai auf einer Klausur intensiv mit diesen Entwicklungszielen beschäftigt, doch für Johannes Thusbaß war das nur ein Anfang. Entscheidend ist für ihn, in diese Überlegungen die Bürger intensiv mit einzubinden und der allererste Schritt dazu besteht eben in LE.NA.

Die Umfrage ist deshalb ein erster Schritt, weil sich das Projekt, das man auch „Unsere Zukunft in unserem Dorf“ nennen könnte, auf zwei Jahre hin angelegt ist. In dieser Zeit wird die Gemeinde vom Amt für ländliche Entwicklung begleitet und es wird immer wieder Veranstaltungen und „Workshops“ geben, in der die Zukunftsideen nach und nach deutlicher und klarer werden.

Aus Ideen wird Vorhabenskatalog

Am Ende soll nicht nur eine konkrete Zielvorstellung stehen, sondern auch ein Vorhabenskatalog ausgearbeitet sein. Beides von allen Bürgern mitgetragen, denn sie sind schließlich maßgeblich an der Entwicklung beteiligt gewesen: Es ist ihre Zukunftsvorstellung, die da festgehalten wird.

Das funktioniert nur, wenn schon am Anfang möglichst alle Bereiche des Alltagslebens im Dorf berücksichtigt werden, und deshalb ist der Fragenkatalog breit angelegt und geht durchaus ins Detail. So wird zum Beispiel nach der Zufriedenheit der Versorgungssituation ebenso gefragt, wie nach dem Umgang miteinander: Werden alle Interessen gehört? Können alle das Gefühl haben, dass ein „Mitmischen“ wirklich möglich ist?

Fragen sind schnell beantwortet

Dennoch ist der Fragebogen einfach aufgebaut und schnell zu beantworten. Die einzelnen Fragepunkte in LE.NA sind deshalb zunächst als Aussagen definiert, etwa: „Wir schaffen Platz für Wohnen und Gewerbe – aber nur so viel, wie wir wirklich brauchen. Unser Motto ist: Wir wollen ein Dorf bleiben“. Beim Ausfüllen kann man seine Haltung zu dieser Aussage deutlich machen, in dem man eines von fünf Kästchen ankreuzt: Die Spannbreite der Kästchen reicht von „trifft voll zu“ bis zu „trifft überhaupt nicht zu“. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit, seine Antwort kurz zu begründen oder auch mit konkreten Anregungen zu ergänzen.

Fragebogen online oder im Rathaus

Der Fragebogen ist bis zum 15. April über die Homepage der Gemeinde zu erreichen und wird idealerweise gleich „online“ ausgefüllt, wodurch für die Gemeindeverwaltung die Auswertung deutlich vereinfacht wird. Er kann in dieser Zeit aber auch in Papierform im Rathaus abgeholt werden. Schließlich ist das Entscheidende, dass sich möglichst Viele beteiligen: Je mehr Pruttinger klar machen, wie sie ihre Gemeinde derzeit sehen und an welchen Punkten noch zu arbeiten ist, desto präziser ist das Bild sowohl über die „Ist-Situation“ als auch darüber, wohin die gemeinsame Reise und – innerhalb der nächsten zwei Jahre – auch die konkrete Zielfomulierung gehen soll.

Bürgermeister Johannes Thusbaß jedenfalls baut darauf, dass sich auch bei diesem Projekt wieder der besondere Gemeinschaftssinn der Pruttinger zeigt.

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