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IN KONTAKT MIT DEN BÜRGERN

Positive Bilanz nach den Ortsteilgesprächen in Prutting

Zwanglos mit den Bürgern in direkten Kontakt zu kommen, Ein Konzept, das aufging. Die Ortsteilgespräche waren durchweg gut besucht.
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Zwanglos mit den Bürgern in direkten Kontakt zu kommen, Ein Konzept, das aufging. Die Ortsteilgespräche waren durchweg gut besucht.
  • VonJohannes Thomae
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Unmittelbar mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, um direkt das zu besprechen, was sie vor Ort bewegt – das war der Sinn der sechs Ortsteilgespräche, die Pruttings Bürgermeister Johannes Thusbaß in den vergangenen Wochen durchgeführt hatte.

Prutting – Das letzte fand in Prutting selbst statt, im neu geschaffenen Pop-up-Biergarten am Mösl und dabei ging es – dem Verlauf des diesjährigen Sommers angemessen – zunächst um den Hochwasserschutz.

Thema war Hochwasserschutz

Mit Hochwasserereignissen habe der Ortskern schon immer zu kämpfen gehabt, erläuterte Johannes Thusbaß den rund siebzig anwesenden Bürgern, für die Zukunft aber sei hier nun Erleichterung in Sicht. Die Gemeinde habe jetzt die Zusage, dass die von ihr angedachten Hochwasserschutzmaßnahmen förderungsfähig seien, damit könne man nun in die weitere Ausarbeitung gehen. Aus der Vergangenheit gibt es bereits eine Planung von bis zu acht Regenrückhaltebecken.

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Diese Becken werden ein Fassungsvermögen von 5000 Kubikmetern bis 139 000 Kubikmetern haben. Es handelt sich dabei um natürliche Geländesenken, die wenig Baumaßnahmen erfordern. Sie verbleiben auch nach wie vor in der landwirtschaftlichen Nutzung, denn überflutet werden sie nur bei lang anhaltenden und starken Regenfällen. Die entsprechenden Gespräche mit den betroffenen Landwirten sind, so der Bürgermeister, bereits im vergangenen Jahr geführt worden. Die weitere Vorgehensweise werde sich in der nächsten Zeit ergeben.

Starkregenereignisse sind nicht vorherzusehen

Für tagelangen ergiebigen Dauerregen sei der Ortskern rund um das Mösl in Zukunft deshalb gerüstet. Schwerer in den Griff zu bekommen seien aber die Folgen von Gewittern, die ebenso kurz wie heftig seien und enorme Wassermengen mit sich brächten. Diese Starkregenereignisse treten in den vergangenen Jahren tatsächlich vermehrt auf.

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Das habe, so erläutere der Bürgermeister, auch das Wasserwirtschaftsamt bestätigt. Weil sie dabei meist kleinräumig sind, ist ihr Zentrum nicht vorherzusagen, Gegenmaßnahmen deshalb auch kaum zu ergreifen.

Was bleibe, sei hier der Versuch seitens des Bauhofes so weit möglich vorbeugend tätig zu werden, zum Beispiel, bei entsprechenden Wetterlagen rechtzeitig alle Gullis mit „Überlaufpotenzial“ zu reinigen. Rückmeldungen an die Gemeinde über „Problemgullis“ seien ebenso erbeten wie die Bereitschaft der Bürger, im Zweifelsfall den vollen Fangkorb eines Gullis auch einmal selbst zu leeren.

Geplantes Seniorenzentrum nur mit Investor möglich

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Ortsteilgespräch war die Zukunft der großen Freifläche gegenüber des Mösls. Dort hatte die Gemeinde seit langem ein Seniorenzentrum mit betreutem Wohnen geplant. Das sollte, nach der ursprünglichen Idee von der Gemeinde selbst erstellt werden sollte. Hier aber, so erläuterte der Bürgermeister, habe man nun die Reißleine ziehen müssen. Nach der letzten Hochrechnung würden sich die Erstellungskosten auf elf Millionen Euro summieren, wobei nach Abzug der Förderungen acht Millionen Euro bei der Gemeinde verblieben.

Vor allem für Ansässige gedacht

Damit wäre die Schuldenlast der Gemeinde auf einen Schlag verdoppelt, dabei sei die Gefahr groß, so der Bürgermeister, dass das Projekt wegen der aktuellen Baukostensteigerungen finanziell zu einem Fass ohne Boden werde. Die Möglichkeit sei also nur gewesen, das Vorhaben ganz aufzugeben oder die Durchführung einen Investor zu suchen.

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Man habe sich für Zweiteres entschieden, werde aber darauf achten, dass die bereits bestehende bauliche Planung ebenso verwirklicht werde, wie der ideelle Grundgedanke: eine Wohnmöglichkeit für Senioren nicht nur mitten in Prutting, sondern vor allem für Pruttinger.

Kaum noch Einfluss auf Projekte?

Mit dem Gedanken, das Projekt nicht völlig in eigener Hand zu halten, konnten sich einige Zuhörer nicht anfreunden. Sie befürchteten, dass man am Ende faktisch kaum noch Einfluss auf das Projekt haben werde.

Auch an diesem Punkt zeige sich für Thusbaß der Erfolg der Ortsteilgespräche: Weil hier, gewissermaßen in einem überschaubaren Kreis und ohne Zeitdruck, echte Diskussion möglich sei.

Und dies sei wiederum eine Chance für die Verwaltung und den Gemeinderat, die Überlegungen, die zu ihren Entscheidungen führten, ausführlich zu erläutern.

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