Gemeinde unterstützt "Kieferer Bündnis für Familie" - Grünes Licht für Bauprojekt an Autobahn

Projektziel: Familienfreundlichster Ort

Kiefersfelden - Einstimmig votierte der Gemeinderat mit Bürgermeister Erwin Rinner in seiner jüngsten Sitzung für das multifunktionale Produktions- und Handelsprojekt "Aventura Kiefersfelden" mit markanter Architektur am Autobahnzubringer zwischen Autobahn und Bahnlinie. Grünes Licht gab man für die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung des Bebauungsplans auf einer Fläche von rund 3,4 Hektar.

Der Projektträger, die Unterberger Liegenschaftsentwicklungs GmbH, will an dem Standort 200 Arbeitsplätze schaffen. Diese werden in Kiefersfelden nach der Schließung von Autobahnzollamt, Zement- und Marmorwerk dringend benötigt. Neben dem Vorteil von zahlreichen Arbeitsplätzen soll das Projekt auch als Erlebniswelt dem Tourismus Rückenwind verleihen. Als Nutzungsschwerpunkte sind geplant die Kneissl-Skiproduktion mit Verkauf in einem Kneissl-Zentrum mit dazugehörendem Kneissl-Museum und einer Kneissl-Kinderwelt, Outdoor- und Indoor-Eventflächen, ein Hotel sowie gastronomische Angebote.

Aktiv unterstützen will die Gemeinde Kiefersfelden das zu gründende "Kieferer Bündnis für Familie". Projektziel ist, der familienfreundlichste Wohnort im Inntal zu werden. In der Sitzung wurde hervorgehoben, dass Kiefersfelden dafür bereits gute Rahmenbedingungen biete. Der unpolitische Zusammenschluss soll ein Netzwerk engagierter Bürger und Interessengruppen werden. Erreichen will man damit, junge Familien in der Gemeinde zu halten und neue von auswärts dazuzugewinnen. In der Plattform mitwirken sollen neben der Gemeindeführung und Bürgern besonders die Vereine, Schulen, Kirchen, Betriebe und Sozialeinrichtungen, um Positives für Familien und die Zukunft der Gesellschaft zu schaffen. Angeregt wurde das "Kieferer Bündnis für Familie" von Gemeinderatsmitglied Roland Schmidt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung entschied sich der Gemeinderat einstimmig für die Bildung eines Sozialausschusses, bestehend aus dem Bürgermeister als Vorsitzendem und sieben Gemeinderatsmitgliedern. Das Aufgabengebiet des neuen Gemeinderatsausschusses umfasst die Belange der Senioren, Menschen mit Behinderung, die Jugendhilfe mit Kindertagesstätten sowie weitere soziale Angelegenheiten.

Die Kompetenz des neuen Ausschusses erstreckt sich auch auf Auftragsvergaben bis zu 50000 Euro im Einzelfall im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Personal- und Grundstücksangelegenheiten sowie das Schulwesen bleiben weiter dem Hauptausschuss vorbehalten, wurde bestimmt.

Gemeinderat Otto Elsner als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses berichtete dem Gemeinderat über die Ergebnisse der Sonderprüfung zu den aktuellen gemeindlichen Bauprojekten "Schul- und Breitensportstätten" sowie "Kinderkrippe" jeweils an der Kufsteiner Straße. Fazit der Prüfung sei, dass die anfänglichen Gesamtkostenschätzungen weitgehend eingehalten worden seien. Lobend in diesem Zusammenhang hervorgehoben wurden die umfangreichen Eigenleistungen der Sportvereine, besonders des ASV. Erwähnt wurde auch das private Engagement des Bürgermeisters, der in seinem Urlaub unentgeltlich mitarbeitete.

Auf Initiative der Bürger Stephan Helmstreit und Markus Eppenich sowie Lehrerinnen der Volksschule soll ein Ökopark mit Naturlehrpfad im Gebiet der ehemaligen Marmor-Steinsäge im Ortsteil Unterkiefer entstehen. Einstimmig war der Gemeinderat dafür, mit Arbeitsleistungen des Gemeindebauhofs zum Gelingen des Projekts beizutragen. Außerdem wird die Gemeinde mit einem einmaligen Zuschuss von 5000 Euro zu dessen Realisierung mithelfen. Für Unterhalt und Pflege wollen die Initiatoren selbst sorgen. has

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