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Vertragsunterzeichnung zur grenzüberschreitenden Abwasserentsorgung

Projekt startet im Herbst

Aschau - Das Abwasser aus Sachrang wird im Herbst über die Tiroler Grenze hinweg nach Süden laufen. In der Verbandskläranlage des Abwasserverbandes Untere Schranne in Niederndorf wird es gereinigt und dann sauber weiter in den Inn geführt.

Feierlich unterzeichneten die Bürgermeister der beiden Tiroler Gemeinden Niederndorfer Berg, Wolfgang Baumgartner, und Niederndorf, Christian Ritzer, der Vorsitzende des Abwasserverbandes, und Bürgermeister von Ebbs, Josef Ritzer, und Bürgermeister Werner Weyerer für die Gemeinde Aschau im Rathaus von Ebbs den grenzüberschreitenden Vertrag.

Da nun die politischen Voraussetzungen für den Bau der Abwasserentsorgung geschaffen sind, können die technischen Planungen des Ingenieurbüros mit Hochdruck weitergeführt werden. Voraussichtlich im September soll mit dem Bau begonnen werden, die Bauphase ist mit rund zwei Monaten veranschlagt.

"Mit diesem Verbund wird eine technisch vertretbare und wirtschaftliche Lösung verwirklicht, die allen Beteiligten hilft", so der Erler Bürgermeister Georg Aicher-Hechenberger als Vertreter des Abwasserverbandes Untere Schranne. Bis ins Jahr 2032 sei nun für alle Beteiligten Planungssicherheit für die kommenden 20 Jahre geschaffen; bis zu 1200 Einwohnergleichwerte werden für die derzeit 700 Einwohner von Sachrang vorgehalten; das entspreche rund fünf Prozent der Kapazität der Kläranlage.

Bürgermeister Werner Weyerer dankte für die Möglichkeit, das Abwasser aus Sachrang "auf dem kurzen Weg in die Kläranlage zu schicken". Die Behörden in Bayern und Tirol hätten die Planungen der Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze wohlwollend aufgenommen und keinerlei Steine in den Weg gelegt.

Das Bauvorhaben in Sachrang wurde notwendig, weil die bisherige Kläranlage in die Jahre gekommen ist und nicht mehr erweitert werden kann. Erste Kontakte zu den südlichen Anrainergemeinden wegen einer Einleitung des Abwassers in das Tiroler Kanalsystem knüpfte Aschau bereits vor fünf Jahren. Nach ausgiebigen Verhandlungen auf Arbeitsebene stimmten die Gemeinderäte aller drei Gemeinden und die Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Untere Schranne dem Vorhaben einstimmig zu.

Die Gemeinde Aschau will im September mit dem Bau beginnen, dazu soll eine Druckleitung in der Straße von Sachrang nach Niederndorf verlegt werden. Große Straßenaufbrüche sind nicht vorgesehen, die Verlegung der Leitung soll im Bohrspülverfahren erfolgen, jeden Tag wollen die Kanalbauer dabei knapp 100 Meter vorwärts kommen. Die Kosten sind mit rund einer Million Euro veranschlagt und müssen von der Gemeinde Aschau vollständig übernommen werden, Zuschüsse sind nicht zu erwarten. reh

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