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Otfried-Preußler-Schule: Umbau und Erweiterung

Millionen-Projekt: Die Pläne für die neue Stephanskirchner Grundschule

Eine Lamellenfassade wie an der umgebauten und erweiterten FOS in Rosenheim bekommt die Grundschule der Otfried-Preußler-Schule hin zur Schömeringer Straße.
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Eine Lamellenfassade wie an der umgebauten und erweiterten FOS in Rosenheim bekommt die Grundschule der Otfried-Preußler-Schule hin zur Schömeringer Straße.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Wenige aber strapazierfähige Materialien, überwiegend helle und neutrale Farbtöne, Licht, das nicht blendet und in der Aula ein Boden, der viele Hundert Kinderfüße gut wegsteckt. So soll die Otfried-Preußler-Grundschule aussehen, wenn sie im September 2023 von ihren kleinen Besuchern mit Beschlag belegt wird.

Stephanskirchen – Vor gut einem Jahr stimmte der Gemeinderat der Entwurfsplanung für Umbau und Erweiterung der Otfried-Preußler-Grundschule zu. Nun ging es im Bau- und Planungsausschuss um die Ausstattung des neuen, rund 7,5 Millionen Euro teuren Gebäudes.

Bauamt und Architekt waren sich einig, dass es nicht um jede Klinke und jeden Lichtschalter gehen sollte, sondern um grundlegende Aussagen bezüglich Ausstattungsstandards und Materialien.

Im Vorfeld andere Schulen angeschaut

Im Vorfeld der Sitzung setzten sich Bürgermeister, Bauamtsleiter, Architekt und Schulleiter nicht nur zusammen, sondern schauten sich auch die Fachoberschule Rosenheim und neue Aula des Luitpold-Gymnasiums in Wasserburg an. Und kamen überein, durch den Einsatz von bewusst weniger Materialien und Farben die Formensprache des Baukörpers zu unterstützen.

Aula und Flurbereiche bekommen einen eher dunklen Terrazzoboden. Der ist sehr langlebig und braucht im Vergleich zu Holzböden wenig Pflege. Ideal für viele Hundert Kinderfüße.

Die Wand- und Deckenflächen hingegen sind hell. Damit das nicht zu eintönig wird, wird der komplette Wandbereich vor dem Lehrerzimmer und den Technikräumen auf Vorschlag von Architekt Richard Kröff und seinem Kollegen Günther Bodenburg mit Holz-Multiplexplatten aus Birke eingefasst. Hier sollen zum Teil gelochte Platten verbaut werden, die zusammen mit der unregelmäßig gelochten Gipskartonakustikdecke den Hall der Aula deutlich reduzieren.

In den Unterrichtsräumen und dem Lehrerzimmer soll Industrieparkett aus Eiche verlegt werden. Das sorgt zum einen für ein angenehmes Raumgefühl und ist zum anderen äußerst strapazierfähig. In den Sanitär- und Technikräumen sind dunkle Boden- und helle Wandfliesen geplant.

Bei der Beleuchtung sollen im Bereich der Verkehrsflächen eingebaute runde Downlights verwendet werden. „Durch die indirekte Beleuchtung über die hellen Wandflächen entsteht keine Blendwirkung“, so Kröff. Im zweigeschossigen Luftraum über dem Eingangsbereich werden mehrere unterschiedlich große Lichtringe hängen. In den Unterrichtsräumen werden runde Anbauleuchten eingebaut, die für eine gleichmäßige und blendarme Ausleuchtung der Klassenzimmer sorgen.

Bei der Fassade zur Schömeringer Straße ist eine eloxierte Holz-/Aluminiumkonstruktion vorgesehen. Der vorgelagerte Fluchtbalkon wird zum Teil mit waagrechten Lärchenholzelementen verkleidet. Die Elemente erfüllen eine Doppelfunktion, sind Sonnenschutz und zugleich Absturzsicherung. Die sonstigen Wandflächen der Fassade werden verputzt oder als sichtbare Betonoberflächen ausgeführt.

Generell waren die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses mit den Vorschlägen von Kröff und Bodenburg einverstanden. Nachfragen – warum man sich hier oder da für das eine oder andere Material entschieden hatte, zum Beispiel, gab es dennoch.

Farbtöne werden noch festgelegt

Da dem Bauamt laut dessen Leiter Wolfgang Arnst zum jetzigen Zeitpunkt eine genaue Festlegung der einzelnen Farbtöne noch nicht sinnvoll erscheint, soll diese im Zuge des Baufortschritts von der Verwaltung zusammen mit der Schulleitung und dem Architekturbüro vorgenommen werden.

Deckenleuchten wie diese in der umgebauten Aula des Wasserburger Luitpold-Gymnasiums sorgen in den Unterrichtsräumen für viel Licht, das nicht blendet.

Ob Türoberflächen und Sonnenschutz dann auch neutrale Farben haben oder einen bunten Kontrapunkt setzen, das entscheidet der Bau- und Planungsausschuss zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Ausschussmitglieder stimmten dem Ausstattungsentwurf der Architekten und dem von Bauamt vorgeschlagenen weiteren Vorgehen mehrheitlich zu. Nur Robert Zehetmaier (Bayernpartei) und Thomas Hoffmann (CSU) waren dagegen.

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