Platz für die "Kuschelmonster"

Bürgermeister Erwin Rinner freut sich mit den Kindern und ihren Betreuerinnen über die Fertigstellung des Erweiterungsbaus. Die prognostizierten Kosten für den Anbau an das Muther-Haus wurden exakt eingehalten.
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Bürgermeister Erwin Rinner freut sich mit den Kindern und ihren Betreuerinnen über die Fertigstellung des Erweiterungsbaus. Die prognostizierten Kosten für den Anbau an das Muther-Haus wurden exakt eingehalten.

Mit dem Erweiterungsbau für eine dritte Gruppe der Kinderkrippe "Kleiner Drache" ist Kiefersfelden nicht nur Vorbild in der Kleinkinder-Betreuung für den gesamten Landkreis, sondern wird auch dem Geburtenzuwachs in der Gemeinde gerecht. "Wir übertreffen damit heute schon die ab September 2013 geltenden gesetzlichen Verpflichtungen", freute sich Erster Bürgermeister Erwin Rinner bei der Einweihung des Anbaus.

Kiefersfelden - Noch Anfang 2009 brachte man die erste Betreuungsgruppe für Kleinkinder provisorisch im katholischen Pfarrheim unter. Parallel erwarb die Gemeinde ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück in der Nähe des Sportplatzes an der Kufsteiner Straße. Das auf dem Areal befindliche "Muther-Haus" sanierte man mit einem Kostenaufwand von 650000 Euro. Bei der Einweihung im September 2009 erwies es sich im Hinblick auf die Größe, Funktionalität und Modernität optimal ausgestattet für die neue Bestimmung als Kinderkrippe. Geschaffen wurde eine Vorzeigeeinrichtung mit viel Raum für Kleinkinder im Alter bis zu drei Jahren. Vor allem dachte man, dass die Einrichtung mit Platz für zwei Gruppen auf Dauer ausreicht.

Schnell erwies sich die Kinderkrippe "Kleiner Drache" als Erfolgsmodell und als zu klein. Binnen kurzer Zeit war auch die zweite Gruppe ausgelastet - und der Bedarf für eine dritte Gruppe offensichtlich. Ein im Landkreis einmaliger Geburtenzuwachs von über 60 Prozent, den die Gemeinde im Jahr 2011 registrierte, verstärkte den Druck, einen Erweiterungsbau unverzüglich in Angriff zu nehmen.

Binnen kurzer Zeit brachte die Gemeinde einen Anbau für das "Muther"-Haus auf den Weg. "Planung und Bau verliefen zügig und ohne Probleme", lobte Rinner alle Beteiligten. Trotz Zeitdruck wurden die berechneten Baukosten mit 535000 Euro punktgenau eingehalten. Rinner: "Die Gemeinde erhielt hierfür einen Staatszuschuss von 290000 Euro." Dass trotz angespannter Finanzlage des Ortes ein gehobener Standard bei der Ausstattung der Gruppenräume, Sanitäranlagen, Schlafzimmer und der Bewegungsaula erreicht werden konnte, ist dem zu diesem Zweck übertragenen Nachlass der verstorbenen Eheleute Liane und Wolfgang Pilz zu verdanken.

Architekt Raimund Baumann zeigte sich bei der Schlüsselübergabe sichtlich stolz über das in Rekordzeit erstellte Gebäude, das in enger Koordination zwischen Gemeinde, den Baufirmen und der Krippenführung errichtet wurde. Baumann: "Allein durch die fachkundigen Hinweise der Krippenleiterin Anja Tiede konnte ein fünfstelliger Euro-Betrag eingespart werden." Diese wiederum freut sich über das gelungene Werk und den anstehenden Einzug der dritten Kinderkrippen-Gruppe "Kuschelmonster" mit zwölf Kleinkindern. Die Bauzeit sei für alle Beteiligten zwar anstrengend gewesen, so Tiede, aber auch interessant: "Vor allem die Baggerarbeiten faszinierten die Kinder."

Im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier nahm der neue Pfarrvikar des Ortes, Pater Matthäus Bochenski, zusammen mit seinem evangelischen Kollegen, Pfarrer Günter Nun, die Segnung des Erweiterungsbaues vor. Für die musikalische Umrahmung sorgte die "Woiggabruch"-Musi. roc

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