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Gemeinderat beauftragt Architekten

Pläne für Kindergartenneubau in Eggstädt werden konkreter

Der Eggstädter Gemeinderat Jakob Illi (Grüne) plädiert dafür, dass der alte Charme des Kindergartens beim Neubau erhalten bleibt.
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Der Eggstädter Gemeinderat Jakob Illi (Grüne) plädiert dafür, dass der alte Charme des Kindergartens beim Neubau erhalten bleibt.
  • VonKatharina Koppetsch
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Nachdem der Standort des Kindergartenneubaus in der Gemeinde Eggstätt feststeht, hat sich der Gemeinderat mit dem weiteren Vorgehen beschäftigt. Das Gremium beschloss mehrheitlich, das Architektenbüro Püschl mit den weiteren Planungen zu beauftragen – gegen den Willen der Grünen.

Eggstätt – Holt sich die Gemeinde Eggstätt eine zweite Meinung, oder bleibt sie beim Architektenbüro, das bereits die Grundlagenermittlung für die Neubauplanung übernommen hat? Diese Frage haben die Gemeinderäte in ihrer vergangenen Sitzung diskutiert. 55 Prozent der Bürger Eggstätts hatten sich bei der Bürgerbefragung Ende Juni für den Standort am Mühlenweg entschieden. „Wir als Verwaltung haben jetzt die Aufgabe, das Projekt in die Planung zu schicken“, sagt Bürgermeister Christian Glas.

Erste Kostenschätzung

Bauamtsleiter Bernd Ruth stellte eine grobe Kostenschätzung des Neubauprojekts vor. Die reinen Hochbaumaßnahmen, ohne den Abbruch des bestehenden Gebäudes würden sich bei einem Massivbauwerk auf 2.350.000 Euro belaufen. „Eine Holzbauweise kostet voraussichtlich 500.000 Euro mehr“, sagt Ruth. Damit liege man bei 2.850.000 Euro.

Bedarfsermittlung erforderlich

Ein aktuelles Raumprogramm könne noch nicht aufgestellt werden, da hierfür noch eine Bedarfsermittlung angefertigt werden müsse. Die Frage war nun: Welches Büro soll die weiteren Planungen übernehmen?

„Ich verstehe nicht, was es bringt, beim Püschel zu bleiben“, warf Katharina Weinberger von den Grünen ein.

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Ruth führte die Vorzüge des Architektenbüros auf. Püschel habe bereits Erfahrung im Bau von Kindertagesstätten und habe die finanzielle Situation im Blick. „Wir sind hier fachlich gut aufgehoben“, resümierte Ruth.

Bürgermeister: Architektenwettbewerb hält auf

Für Helmut Hundhammer (CSU) seien zwei Dinge wichtig: dass der Gemeinderat eng in die Planungen des Neubaus eingebunden ist und sich der zeitliche Ablauf des Projekts durch die Auswahl eines Architekten nicht groß nach hinten verschiebt. „Ein Architektenwettbewerb würde uns ein Jahr zurückwerfen“, sagte Bürgermeister Glas.

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Bauamtsleiter Bernd Ruth schilderte: Architektenwettbewerbe seien schwierig, da es kompliziert sei, Kriterien festzulegen, nachdem die einzelnen Einsendungen beurteilt werden sollen. Auch, ob der Architekt dann zur Zufriedenheit arbeite, könne nicht gesagt werden. Da die Gemeinde bereits mit dem Architektenbüro Püschel gearbeitet habe, habe sie hier Referenzen.

Hin und Her bei der Standortsuche

Jakob Illi (Grüne) unterstütze den Vorschlag seiner Fraktionskollegin: „Warum sollen wir uns als Gemeinde auf eine Meinung verlassen?“ Jeder, der ein Haus baue, hole sich zwei Meinungen ein. Bernhard Püschel würde sich einem Mitbewerber stellen, sagt Ruth. Da aber bereits bei der Standortfindung ein Hin und Her herrschte, wünsche sich Püschel, wenn er den Auftrag bekomme, die Unterstützung des Gemeinderats.

Architektenbüro hofft auf Vertrauen

Sollte sich dieser entscheiden, eine zweite Meinung einzuholen, müssten Entwürfe gefertigt werden. „Hier liegen wir pro Entwurf bei rund 10 000 Euro“, erklärt Ruth. Genau deswegen plädierte Bürgermeister Glas dafür, dem bereits tätigen Architektenbüro das Vertrauen entgegenzubringen. „Wir geben ihm aus dem Gemeinderat vor, wie er planen soll“, so Glas.

Hans Plank (CSU) und Gerhard Eder (ÜWG) sprachen sich aufgrund der Erfahrung Püschels für ihn aus.

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Dementsprechend fiel die Abstimmung aus. Mit 9:3 Stimmen beschloss der Gemeinderat Eggstätt, dass das Architektenbüro Püschel ein Angebot für den Neubau des Kindergartens im Mühlenweg ausarbeiten soll. Die Grundlage soll dabei eine konventionelle Bauweise sein. Gleichzeitig soll aber auch ein Angebot für eine Holzbauweise abgegeben werden. Die Grünen stimmten dagegen.

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