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Friseurmeisterin aus Stephanskirchen: Für Heidi Rinser-Güldüren wird es im Lockdown eng

Friseurmeisterin Heidi Rinser-Güldüren aus Stephanskirchen.
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Friseurmeisterin Heidi Rinser-Güldüren aus Stephanskirchen.

Heidi Rinser-Güldüren, 44, aus Stephanskirchen, hat als mobile Friseurmeisterin ein Problem: Sie hat keine festen Kosten etwa für Salon-Miete und geht daher bei den Überbrückungshilfen leer aus. „Ich falle durchs Raster“, sagt sie. Und: „Uns wurde ein Berufsverbot ausgesprochen.“

Stephanskirchen – So schildert Friseurmeisterin Heidi Rinser-Güldüren aus Stephanskirchen ihre Probleme mit dem Lockdown: „Letztes Jahr, beim ersten Lockdown konnte ich mit Hilfe meiner Steuerberaterin einen Umsatz-, beziehungsweise Gewinnausfall beantragen. Jetzt ist es leider so, dass seit 16. Dezember 2020 wieder der Lockdown für uns Friseure angeordnet wurde. Nur leider falle ich diesmal durch das Raster, weil ich ja keine laufenden Geschäftskosten wie Salonmiete habe. Weil die Antragsauflagen geändert wurden. Also habe ich seit 16. Dezember 2020 100 Prozent Ausfall.

Ich möchte nicht nach 17 Jahren jetzt aufhören müssen, weil mir das Arbeiten verboten wurde.

Heidi Rinser-Güldüren, Friseurmeisterin aus Stephanskirchen

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Wir sind eine vierköpfige Familie, und Gott sei Dank kann mein Mann normal arbeiten. Es wird dennoch finanziell sehr eng und mein Erspartes ist weg. Es ist sehr sehr ärgerlich, da ich ja nicht freiwillig nichts verdiene, sondern es wurde uns ein Berufsverbot ausgesprochen. Und da denke ich, dass auch ich einen Gewinnausfall bekommen muss. Denn das private Leben und die Kosten laufen ja auch ganz normal weiter.

Immer auf die Hygiene- und sonstige Corona-Auflagen geachtet

Auch wenn es bei mir jetzt nicht so viel ist wie bei manch anderen, aber es geht mir und meiner Familie ab. Ich möchte nicht nach 17 Jahren jetzt aufhören müssen, weil mir das Arbeiten verboten wurde. Ich habe auf die Hygiene und sonstigen Corona-Auflagen genauso geachtet wie andere, auch im privaten Bereich.

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So kann es aber nicht weitergehen. Wir waren und sind keine Großverdiener, aber wir waren auf niemanden angewiesen, und das möchte ich auch so beibehalten. Es müssen andere Anträge wieder her, damit jeder Anträge stellen kann und niemand durchs Raster fällt.“

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