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GEMEINDERAT GROßKAROLINENFELD

Ortstentwicklung Tattenhausen: Lernen vom Nachbarn Tuntenhausen

Blick auf den Großkarolinenfelder Ortsteil Tattenhausen aus der Vogelperspektive. Wie kann er sich entwickeln, wen und was braucht es dazu? Diese Fragen erörterte der Großkarolinenfelder Gemeinderat in jüngster Sitzung.
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Blick auf den Großkarolinenfelder Ortsteil Tattenhausen aus der Vogelperspektive. Wie kann er sich entwickeln, wen und was braucht es dazu? Diese Fragen erörterte der Großkarolinenfelder Gemeinderat in jüngster Sitzung.
  • VonKatharina Heinz
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Das Dorf Tattenhausen will sich entwickeln. Doch wie man das am besten anstellt, darüber sind sich die Initiatoren vom Arbeitskreis „Zukunft Tattenhausen“ noch unsicher. Deswegen hatten dessen Vertreter im Großkarolinenfelder Gemeinderat beantragt, einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

Großkarolinenfeld

In der jüngsten Sitzung des Gremiums war der Bürgermeister der NachbargemeindeTuntenhausen, Georg Weigl (CSU/FWG), zu Gast. Er berichtete, wie in seiner Kommune Ortsteile entwickelt werden.

Das Wichtigste ist, dass man die Bürger beteiligt“, lautete sein Fazit. Das hat man in Tuntenhausen in der Vergangenheit konsequent durchgezogen. Bei einer anstehenden Änderung eines Flächennutzungsplanes etwa hat man eine Online-Befragung durchgeführt, bei der sich 950 Bürger beteiligten. Bei den rund 40 Fragen zu Siedlungsentwicklung, Verkehr, Freizeit und vielen freien Antwortmöglichkeiten habe sich das große Interesse der Bürger an dem Projekt gezeigt, so der Bürgermeister.

Bedarf nach Veränderung

Auch bei der Frage nach der Neugestaltung des Tuntenhausener Ortsteils Ostermünchen hat man sich an die Bürger gewandt. Der Bedarf nach Veränderung im Ortszentrum war groß. Denn dort hatte zunächst der Edeka-Markt geschlossen und sowohl der Arzt als auch die Apotheke befinden sich laut Weigl in „erneuerungsbedürftigen Gebäuden“.

Schließlich konnte die Gemeinde ein großes Grundstück in der Dorfmitte erwerben, mit der Vorgabe, es für Ostermünchen zu entwickeln. Doch wie sollte man das angehen? Erneut war der Ansatz, die Bürger zu befragen. Diesmal mit einer offen gestalteten Umfrage, bei der jeder seine Wünsche und Ideen äußern konnte.

Hoher Rücklauf

„Es gab einen hohen Rücklauf“, so der Bürgermeister. Ganz oben standen für die Anwohner die medizinische Versorgung, Altenpflege sowie eine Einkaufsmöglichkeit. Im weiteren Verlauf wurde einArbeitskreisgegründet und ein Moderator dafür gesucht. Anhand der Umfrageergebnisse wurde ein Konzept erarbeitet. Nachdem eine regionale Firma einen Planungsvorschlag eingereicht hatte, sei im März eine Entscheidung gefallen. Das Bauvolumen von 15 bis 20 Millionen Euro für das Projekt allerdings könne die Gemeinde nicht selbst abwickeln, wie der Bürgermeister erklärte. Daher entschied man sich für eine Konzeptvergabe, bei der man planerisch eingebunden sei. „Wir haben jetzt ein Konzept, das den Wünschen der Bürger entspricht“, so Weigl.

Zusammenarbeit mit Planungsverband

Er berichtete außerdem von der Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, einem Zweckverband, bei dem Tuntenhausen Mitglied ist. „Die ziehen Maßnahmen ganz stringent durch“, erzählte der Bürgermeister. Größere Vorhaben wickele man daher mit diesem sehr großen Planungsbüro ab.

Die Entwicklung vorantreiben

Diese Einblicke kamen im Großkarolinenfelder Gemeinderat gut an. Martin Wieser (Freie Wähler-GBV) berichtete, dass man denArbeitskreis „Zukunft Tattenhausen“fraktionsübergreifend gegründet habe, weil man das Gefühl habe, in Tattenhausen sei in den vergangenen Jahren „einiges liegengeblieben“. Nun wolle man eine Entwicklung aller Ortsteile vorantreiben. Josef Lausch (Freie Wähler-GBV) betonte, dass man im AK gerne auch die Bürger einbinden wolle – diesem Anliegen aber bisher die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Lediglich die Gemeinderäte im Arbeitskreis durften bisher zusammenkommen. „Wir wollen aber öffentlich tagen, sobald es geht“, so Lausch. Auch Bürgermeister Bernd Fessler (parteilos) freute sich über den Besuch des Kollegen. „Man kann immer voneinander lernen und profitieren“, betonte er.

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