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Das sind die Pläne

Ohne Kredit in die Zukunft: Stephanskirchen bleibt bis 2025 schuldenfrei

Das fast 100 Jahre alte Strandbad Liebl steht auf der Stephanskirchner Prioriätenliste, ob sich dort bis 2025 tatsächlich etwas tut, hängt von den Eigentumsverhältnissen der benachbarten Wirtschaft ab.Hampel
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Das fast 100 Jahre alte Strandbad Liebl steht auf der Stephanskirchner Prioriätenliste, ob sich dort bis 2025 tatsächlich etwas tut, hängt von den Eigentumsverhältnissen der benachbarten Wirtschaft ab.Hampel
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Erweiterung und Umbau der Grundschule in Stephanskirchen, das Schutzgebiet für die gemeindliche Wasserversorgung, Sanierung und Neubau von Wasser- und Abwasserkanal samt Fahrbahnerneuerung im Pirschweg – das sind mal eben 13,4 Millionen Euro für bereits laufende oder demnächst beginnende Projekte in der Gemeinde.

Stephanskirchen – Die in diesem Jahr nicht fertig und nur teilweise abgerechnet werden, die Gemeinde aber mindestens noch 2023 belasten. Und das sind nur die drei „Großen“. Viele, viele andere kommen hinzu. Die engbedruckte Prioritätenliste bis 2025 umfasst fünf Seiten und gute acht Millionen Euro.

18 Millionen Euro „auf dem Sparbuch“ und keinen Cent Schulden. Das war die Ausgangslage zum Jahreswechsel 2021/2022. Auf dieser Basis erstellte Kämmerer Philipp Brück letztmals den Gemeindehaushalt, bevor er in eine weniger gut betuchte Gemeinde wechselte.

Finanzplan gilt noch bis Ende 2025

Zum Haushaltsplan gehört aber auch der Finanzplan. Der gilt immer für fünf Jahre, der aktuelle noch bis Ende 2025. Auch da hinterlässt Brück, wie aus den im Gemeinderat vorgelegten Zahlen ersichtlich, seiner Nachfolgerin Susanne Wittmann beruhigende Zahlen. Denn er geht von Verbesserungen der Gewerbesteuereinnahmen und der Einkommensteuerbeteiligung aus. Die Folgen der Pandemie seien in dieser Hinsicht für die Gemeinde weniger schlimm, als 2020 befürchtet. Beim Verwaltungshaushalt, in diesem Jahr 28,7 Millionen schwer, geht Brück für 2023 bis 2025 davon aus, dass er sich bei 29 Millionen Euro einpendelt.

Vermögenshaushalt ist schwieriger zu berechnen

Der Vermögenshaushalt ist schwieriger auszurechnen. Nach dem Rekordjahr 2022 mit rund acht Millionen Euro sind in den Folgenjahren zwar Schwankungen zwischen acht und 5,5 Millionen Euro zu erwarten, allerdings erfolgt ein Einpendeln des Vermögenshaushalts auf hohem Niveau, so die Einschätzung von Philipp Brück.

In den Finanzplanjahren ab 2023 können sich erhebliche Abweichungen durch derzeit nicht planbare Investitionen ergeben. Sollte zum Beispiel kurzfristig ein Standort für den Neubau der Feuerwehr Schloßberg gefunden werden. Oder die Erschließung für den neuen Ortsteil Haidholzen Südost früher beginnen als jetzt vorhersehbar. Zusammen liegen diese beiden Vorhaben irgendwo zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Generell aber ist klar: Stephanskirchen wird auch in den nächsten Jahren keine Geldsorgen haben.

Dieses Jahr lag die Zuführung an den Vermögenshaushalt 2023 noch knapp unter drei Millionen Euro, 2024 und 2025 jeweils knapp über drei Millionen Euro. In anderen Gemeinden muss von dieser Summe noch die Tilgung der Schulden abgezogen werden. Allein: Stephanskirchen hat keine Schulden, die Millionen können tatsächlich für die geplanten Investitionen eingesetzt werden.

Rücklagen Ende 2023 „nur“ 13 Millionen

Kreditaufnahmen werden – sollte nicht irgendetwas Unvorhersehbares geschehen – laut Brück auch bis 2025 nicht nötig sein. Die neue Kämmerin, die im Sommer übernimmt, kann die anstehenden Investitionen wohl über Zuschüsse und Geld aus den Rücklagen der Gemeinde finanzieren. 18 Millionen hatte Stephanskirchen Ende 2021 auf der hohen Kante, der Tiefststand wird nach Prognose von Brück Ende 2023 mit knapp 13 Millionen erreicht.

Und Haidholzen Südost wird durch Grundstücksverkäufe nach Ansicht des scheidenden Kämmerers in diesem Jahrzehnt hohe einstellige, eventuell auch niedrige zweistellige Millionenerlöse einbringen.

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