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Vogtareuth sucht Alternative

50-Meter-Mast in Straßöd? Warum die Gemeinde das verhindern kann

Ein Wald, durch den eine regennasse Straße führt. In diesem Wald soll ein Funkmast gebaut werden.
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In diesem Waldstück südlich von Straßöd an der Staatsstraße soll ein 50 Meter hoher Funkmast entstehen. Der Gemeinderat sucht Alternativen.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Wenn Du keine Chance hast, dann nutze sie. Nach diesem Motto handelt der Vogtareuther Gemeinderat. Er will einen 50-Meter-Mobilfunkmast im Wald bei Straßöd verhindern. Und kann das auch.

Vogtareuth - Generell können sich Gemeinden nicht gegen Mobilfunkmaste wehren. Dafür hat die Bundesregierung gesorgt. Manchmal können sie es aber doch. So wie Vogtareuth. Denn um den im Wald nahe Straßöd geplanten Funkspargel errichten zu können, muss der Bauherr über Gemeindegrund fahren und durch Gemeindegrund Leitungen ziehen. Diese Chance wollen die Gemeinderäte nutzen.

Ihnen ist allen klar, dass der Mast kommen wird. Denn ein stabiles Mobilfunknetz gehört heute zur Grundversorgung. Aber genau da, wo er hin soll, wollen sie ihn nicht: Zu viele Anlieger zu nah dran. Vor allem die beiden Martins im Gemeinderat, Freiberger (CSU/PB) und Grünhofer (AfG), äußerten Bedenken. Freiberger verwies darauf, dass es in dieser Ecke des Gemeindegebietes andere Standorte gebe, bei denen weniger oder keine Anlieger so nah dran wären. Das solle man schon berücksichtigen, denn so ein Mast stehe sicher länger als 30 Jahre und niemand wisse, was da außer Mobilfunk einschließlich 5G künftig noch drauf komme. Grünhofer bestätigte die Auffassung, dass man einen besser für Mensch und Tier geeigneten Standort suchen und deswegen in dieser Sitzung nicht über den Antrag des Bauherrn zur Querung des gemeindlichen Grundes abstimmen solle.

Der zweite Bürgermeister Hans Bürger-Schuster (CSU/PB) fand, wenn es die Antragsteller nicht für nötig befänden, erbetende Informationen zur Verfügung zu stellen, dann müsse die Gemeinde jetzt auch nicht springen. Sein Fraktionskollege Alexander Unrecht meinte, die Gemeinde könne und solle die Digitalisierung nicht ausbremsen, denn die sei schließlich auch bei Rettungseinsätzen wichtig. Wenn man den Antrag jetzt ablehne, müsse man Alternativen bieten.

Die suchen Freiberger und Grünhofer bereits, haben auch mögliche Standorte ausgemacht. Da die Grundeigentümer aber erst noch zustimmen müssten, wollten sie in der Sitzung nicht sagen, um welche genauen Standorte es geht. „Die liefern wir in den nächsten zwei bis drei Wochen“, so Grünhofer. So lange sollte der Rat die Entscheidung vertagen.

Damit konnte Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (ÜWG) gut leben. Er wolle sich mit dem Antragsteller in Verbindung setzen, diesen um Alternativvorschläge bis zur nächsten Sitzung bitten. Einstimmig vertagte der Gemeinderat die Entscheidung auf die nächste Sitzung.

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