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Aus der Gemeinderatssitzung

Ökomodellregion mit Regionalvermarktern: „Neubeuern ist eine Bereicherung“

Wanderparadies Neubeuern: Blick über Altenbeuern nach Neubeuern zum Schloss. Der vor Kurzem eröffnete Genusswanderweg der Gemeinde bereichert das Angebot in der Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR).
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Wanderparadies Neubeuern: Blick über Altenbeuern nach Neubeuern zum Schloss. Der vor Kurzem eröffnete Genusswanderweg der Gemeinde bereichert das Angebot in der Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR).

Eine regionale Wertschöpfungskette soll in der Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR) geschaffen werden. Welche Bedeutung die Gemeinde Neubeuern in dem Verbund hat, machte Projektmanagerin Stefanie Adeili in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich.

Neubeuern – Im November 2019 fiel der Startschuss für die Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR) mit den Gemeinden Aschau, Bad Aibling, Bad Feilnbach, Frasdorf, Raubling, Rohrdorf und Samerberg. Zwei Projektmanagerinnen, Stefanie Adeili und Irmi Prankl, stehen Kommunen und Betrieben als Ansprechpartnerinnen zur Seite. In der jüngsten Gemeinderatsitzung der Marktgemeinde Neubeuern präsentierte Stefanie Adeili die Ökomodellregion.

Bürgermeister Christoph Schneider und Stefanie Adeili freuen sich über die gelungene Kooperation.

Gemeinde mit vielen Direktvermarktern

Sie zeigte sich sehr erfreut darüber, dass Anfang 2020 auch Neubeuern beigetreten ist, denn, „Neubeuern ist wirklich eine Bereicherung, weil es hier schon viele Direktvermarkter gibt und die Marktgemeinde mit demGenusswanderwegbereits an die Öffentlichkeit gegangen ist“.

Das sei im Sinne der Ökomodellregion. Das Programm „BioRegio2020“ hatte zum Ziel, die ökologische Anbaufläche in Bayern von 2010 auf 2020 zu verdoppeln. Das Ziel ist mit zwölf Prozent Biofläche in Bayern nahezu erreicht.

Das neue Ziel bis 2030 heißt 30 Prozent Biofläche. In den Ökomodellregionen sollen die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel vorangebracht und das Bewusstsein für regionale Identität gestärkt werden.

24 Prozent Biofläche

„Wir haben in der ÖMR zusammen mit Neubeuern bereits 24 Prozent Biofläche im Verbund. Das heißt, dass für uns das Ziel, 30 Prozent Biofläche bis 2030 zu erreichen, nicht weit entfernt ist“, so Adeili.

Allerdings gehe es nicht nur darum, die ökologische Fläche zu erhöhen, sondern auch regionale Wertschöpfungsketten zu schaffen, denn ohne finanziellen Anreiz mache es für die Landwirte auch keinen Sinn umzustellen.

Es sollen auch keine Gräben zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft entstehen, denn jede Form habe ihre Berechtigung.

Projektlaufzeit verlängert

Für die erste Projektlaufzeit waren zwei Jahre geplant. Nun wurde sie offiziell verlängert und das Projekt wird bis mindestens Ende Oktober 2024 fortgeführt. Die zuständige Fachjury hat der ÖMR bestätigt, dass sie an den richtigen Stellschrauben gedreht, die Potenziale in der Region erkannt habe und schon einige Erfolge ernten konnte.

Freistaat Bayern fördert das Projekt

Die ersten fünf Jahre wird das Projekt vom Freistaat Bayern mit 75 Prozent gefördert. Aber, darauf wies die Projektmanagerin explizit hin, es gibt keine Förderung für einzelne Betriebe, sondern dafür, dass die ÖMR ihr großes Netzwerk teilt, Informationsveranstaltungen durchführt und Betriebe sowohl bei Themen zur Biolandwirtschaft als auch zu Bio-Lebensmitteln und deren Vermarktung unterstützt.

Wachstumsdruck reduzieren

Biolandwirtschaft hat für manche Betriebe eine Entwicklungschance, denn über faire Preise und Diversifizierung wird Wachstumsdruck von den Betrieben genommen. Ebenso trägt der Biolandbau zum Gewässer-, Klima-, Boden- und Artenschutz bei.

Mit ihren Projekten möchte die Ökomodellregion auch denländlichen Raum stärken, die Lebensqualität erhöhen und durch einen Landwirt-Verbraucher-Dialog zu mehr Verständnis für den anderen beitragen.

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