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Gemeinderat stutzt Wunschkatalog

Oberaudorf unterstützt Bergwacht weiter finanziell, bekommt dafür aber Garage zurück

Die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden ist 2015 in ein neues Gebäude eingezogen.
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Die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden ist 2015 in ein neues Gebäude eingezogen.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden braucht finanzielle Unterstützung. Und Oberaudorf will helfen – aber in einem angemessenem Rahmen. In der jüngsten Sitzung erörterten die Gemeinderäte wie tief die Kommune in die Tasche greifen soll.

Oberaudorf – Die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden tue viel für die Gesellschaft. Und dafür sei die Gemeinde „ausgesprochen dankbar“, stellte Bürgermeister Matthias Bernhardt (FWO) in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorweg klar. Dennoch gab es Diskussions- und Klärungsbedarf bezüglich eines Antrags der Bergwacht. Denn diese braucht finanzielle Unterstützung. Die Gemeinde beschloss einstimmig, der Bergwacht unter die Arme zu greifen. Mit welchem Betrag wurde aber noch nicht festgelegt.

Materialkosten für Garagen-Anbau

Die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden ist 2015 in ein eigenes Gebäude gezogen. Dadurch würden auch mehr Kosten entstehen. Laut Geschäftsleiter Florian Seebacher erhielt die Bergwacht bereits von 2018 bis 2020 eine gemeindliche Unterstützung von 3500 Euro im Jahr. Denselben Betrag hatte die Bergwacht nun auch für 2021 bis 2023 bei der Gemeinde angefragt. Darüber hinaus soll der Verbesserungsbeitrag für die Kläranlage (3488 Euro) erlassen werden.

Weiter wünscht die Bergwacht, dass die Gemeinde die Materialkosten für einen Garagenanbau an die Bergrettungswache übernimmt. Zu guter Letzt sollen die Erbpachtzahlungen für das derzeit genutzte Grundstück entfallen. Die Gemeinde soll durch Grundstückstausch- oder Kauf Eigentümer am bestehenden Grundstück werden.

Garage für Kindergarten in Niederaudorf

Seebacher machte in der Sitzung deutlich, dass die Gemeinde nicht verpflichtet, die Bergwacht finanziell zu unterstützen. Diese Aufgabe käme dem Freistaat Bayern zu. Ein Erlass des Beitrags zur Kläranlage sei überdies nicht möglich.

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Da die Bergwacht aber viel für die Gemeinschaft leistet, möchte die Kommune trotzdem etwas beisteuern. Aber in einem angemessenen Verhältnis, wie Bernhardt klarstellte. „Ich denke, die Gemeinde sollte unterstützen. Die Frage ist nur, mit welcher Summe.“ Mit dem Grundstücksbesitzer habe er bereits gesprochen, ein Grundstückstausch sei aus steuerrechtlichen Gründen nicht möglich, da sich die Nutzungsart des Grundstücks ändern würde.

Und zum Garagenbau merkte der Rathauschef an, dass die Gemeinde in der Vergangenheit bereits eine Garage finanziert habe – auch wenn die Bergwacht diese in Eigenleistung erbaut hätte. Die Garage befindet sich am Niederaudorfer Kindergarten und werde aktuell noch immer von der Bergwacht genutzt. Nachdem der Niederaudorfer Kindergarten allerdings umgebaut werde, könne die Gemeinde den zusätzlichen Stellplatz selbst gut gebrauchen.

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Deshalb sei die Überlegung, dass die Bergwacht eine neue Garage an der Bergrettungswache errichtet, um die jetzige Garage am Kindergarten freizumachen. Weil die Gemeinde die Garage künftig wieder selbst nutzen wird, bat die Bergwacht um die Finanzierung der Materialkosten für den geplanten Anbau.

Forderung: Auch Kiefersfelden soll einen Teil zahlen

Oberaudorf möchte helfen, aber nicht alleine zahlen. „Das hielte ich dann schon für falsch“, sagte Bernhardt. Die Gemeinde habe ja bereits eine Garage finanziert. In Bernhardts Augen wäre es nur fair, wenn auch die Gemeinde Kiefersfelden einen Teil dazu beitragen würde. Vorab müsse die Bergwacht allerdings entsprechende Planungen samt Kostenschätzung vorlegen. Erst nach baurechtlicher Überprüfung könne eine fixe Höhe der gemeindlichen Beteiligung beziffert werden.

Gemeinderat Stefan Hirnböck (FWO) äußerte, dass eine finanzielle Anerkennung für die Bergwacht schon gerechtfertigt sei: „Aber über die Kosten müssen wir vielleicht mit dem spitzen Bleistift nochmal drüber gehen.“ Hannes Rechenauer (CSU) merkte an, dass er es für angemessen hielte, ein Drittel der Garagen-Anbau-Kosten zu tragen. Der Anbau sei in seinen Augen sinnvoll.

Genauer Betrag bis dato noch offen

Weil eine komplette Übersicht über die Kosten bis dato noch fehlt, fasste man einen etwas offeneren Beschluss – und zwar einstimmig: Nach Ermittlungen der baurechtlichen Genehmigungsfähigkeit eines Anbaus an die Bergrettungswache sowie der damit verbundenen Kosten, wird der Gemeinderat Oberaudorf über die Höhe eines angemessenen Zuschusses entscheiden. Im Gegenzug wird die Bergwacht die Nutzung der Garage in Niederaudorf aufgeben.

Darüber hinaus beschloss das Gremium, bis 2023 weiterhin eine finanzielle Unterstützung von 3500 Euro für die Leistungen der Bergwacht für die örtliche Gemeinschaft zuzusichern.

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