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Pflege traditioneller Musik

Nußdorfer Musikförderverein wuchs auf 155 Mitglieder an

  • VonVolkhard Steffenhagen
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Jahreshauptversammlung bedauert die Auflösung der örtlichen Jugendkapelle und hofft auf einen Neustart. Das beliebte Kirta-Fest soll nach der schwierigen Corona-Zeit helfen, musikalisch wieder in Schwung zu kommen. Geregelte Proben hat es seit dem Frühjahr 2020 nicht mehr gegeben

Nußdorf – Corona brachte eine längere Versammlungspause. Doch untätig war der Nußdorfer Musikförderverein nicht, sagte Vorsitzender Helmut Brunner bei der Begrüßung zur 13. Jahreshauptversammlung. Immerhin tagte der Vorstand in dieser Zeit fünf Mal. Hauptsächlich war er mit seinen originären Aufgaben betraut. Dazu gehört insbesondere die Vermittlung von Instrumenten. Es galt viele Fragen zu klären. „Wie sieht es mit unsrem Instrumentenbestand aus und von woher können wir Instrumente erwerben? Manchmal ist es auch so, dass Instrumente dem Verein spontan angeboten werden. Oft als Spende“, erklärte Helmut Brunner. Dann werden die Instrumente von Experten des Vereins geprüft, inventarisiert und gegebenenfalls saniert und vermittelt.

Manchmal sind die Sanierungskosten allerdings höher als die einer Neuanschaffung, berichtet der zweite Vorstand Weyerer. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Spender sogar diese Kosten übernimmt.

Mittlerweile ist die Anzahl der Mitglieder auf 155 angestiegen, sodass der Verein bei solchen Aufwendungen über die Beitragszahlungen auf ein solides Finanzpolster zurückgreifen kann.

Das Kirta-Festals zentrales Ziel

Zu kurz gekommen sind in den letzten Monaten allerdings zahlreiche Ehrungen von Musikern, die ihr Musikerleistungszeichen abgelegt haben. Auch das Vorhaben, Musikunterrichtsstunden der Grundschule in den Probenraum der Nußdorfer Musikkapelle zu verlegen, musste zurückgestellt werden. Geregelte Proben habe es seit dem Frühjahr 2020 keine mehr gegeben. Nun hoffen die Musiker, dass heuer wieder das traditionelle Kirta-Fest vor der Turnhalle stattfinden kann.

„Hinterberger Buam“ aufgelöst

In diesem Zusammenhang stellt Brunner klar, dass insbesondere Interessierte gefördert werden, die später einmal in den örtlichen Kapellen und Musikgruppen ein Instrument spielen werden. Schließlich will der Verein zum Erhalt die traditionelle Musik im Dorf beitragen und bittet um Verständnis, wenn er Förderanfragen für Instrumente, die nicht in diesen Rahmen passen, ablehnen werde.

Da Nußdorf sehr viele Musikgruppen hat, gibt es im Ortsteil Hinterberg sogar einen eigenen Förderverein, für den Georg Dettendorfer anwesend war. Er berichtete darüber, dass sich nach rund 37 Jahren die Musikgruppe „Die Hinterberger Buam“ aufgelöst hat. Allerdings geht es in Hinterberg mit den anderen Gruppen, wie beispielsweise mit den „Jungen Hinterbergern“ musikalisch weiter“, sagte Dettendorfer. Auch die Nußdorfer Jugendkapelle hat sich inzwischen aufgelöst. Vielleicht gibt es aber nach der Pandemie einen Neustart.

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