Nußdorfer Löwe für scheidende Gemeinderäte

Als Abschiedsgeschenk für besondere Verdienste um die Gemeinde Nußdorf erhielten die sieben ausgeschiedenen Ratsmitglieder den „Nußdorfer Löwen“ zur Erinnerung an ihre Amtszeit. steffenhagen

Nußdorf. – Maximale Sicherheit – das war die Devise für die letzte Gemeinderatssitzung der auslaufenden Legislaturperiode im Nußdorfer Rathaus.

Die Übertragung von Coronaviren sollte gänzlich ausgeschlossen werden. Daher wurden alle erlassenen Verhaltensempfehlungen befolgt. Denn immerhin gehört Nußdorf mit 51 Fällen zu den Corona-Spitzenreitern im Landkreis.

Strenger Maßnahmenkatalog

Schon mit der öffentlichen Einladung war klar, dass aufgrund der Platzverhältnisse die Zuhörerzahl stark eingeschränkt werden musste. Der Sitzungssaal im neuen Rathaus konnte somit in der gesamten Fläche für den Gemeinderat genutzt werden, um die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände von 1,5 bis 2,0 Meter einzuhalten. Bereits am Eingang wurden die Besucher von einer Mitarbeiterin empfangen, eingewiesen und registriert. Außerdem wurde eine Mund-Nasen-Bedeckung an diejenigen ausgehändigt, die keinen persönlichen Schutz dabei hatten. Mithilfe eines automatischen Desinfektionsmittelspenders konnten die Hände gleich desinfiziert werden. Die Gemeinderäte erschienen allesamt mit recht individuell gestalteten Mund-Nasen-Bedeckungen.

Für sieben der insgesamt 14 Gemeinderatsmitglieder war es die letzte Sitzung im Nußdorfer Gemeinderat als Volksvertreter. Zwei von ihnen, Georg Mayer und Sepp Reisinger, vertraten bereits seit 24 Jahren die Interessen ihrer Bürger im Dorfparlament. „Eine Generation lang habt Ihr Euch eingebracht“, sagte Nußdorfs Erster Bürgermeister Sepp Oberauer. Georg Mayer war seit Beginn seiner Amtszeit im Rechnungsprüfungsausschuss und der naturverbundene Reisinger engagierte sich sehr intensiv um die Belange des Steinbruchs, der Asphaltmischanlage und des Brenner-Nordzulaufs.

Auf 18 Jahre brachte es Peter Dettendorfer, der sich jüngst für den Bau des Musikerheims in Hinterberg stark machte. Nicht minder- lang gehörten Sepp Funk mit 15 Jahren und Leo Dettendorfer mit zwölf Jahren dem Gemeinderat an. Sechs Jahre lang waren Martin Steinbeißer und Stefan Niederthanner dabei. Als Abschiedsgeschenk stand auf den Plätzen der scheidenden Mitglieder der „Nußdorfer Löwe“ und eine Urkunde.

Oberauer bedauerte den fehlenden festlichen Rahmen und kündigte an, dass die Gemeinde das Fest in gebührender Form nachholen wolle. Einer der Ratsmitglieder nahm die schmucklose Zeremonie humorvoll gelassen und kommentierte: „Abschied à la Corona“. stv

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