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Er hat den Ort maßgeblich geprägt

Zum Tod von Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer: „Ein ganzes Dorf in tiefer Trauer“

Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer ist am Sonntag, 15. August, im Alter von 62 Jahren gestorben.
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Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer ist am Sonntag, 15. August, im Alter von 62 Jahren gestorben.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Die Trauer bei Familie, Freunden und Kollegen ist groß. Der Rathauschef formte Nußdorf am Inn im entscheidenden Maße mit und begleitete viele Baumaßnahmen. Trotz seiner Aufgaben und Pflichten stand die Familie immer an erster Stelle.

Nußdorf am Inn – „Ein ganzes Dorf steht in tiefer Trauer.“ Nicht nur Zweite Bürgermeisterin Susanne Grandauer zeigt sich tief bestürzt wegen des Todes von Nußdorfs Rathauschef Sepp Oberauer. Den Verstorbenen beschreibt sie als einen „absolut kompetenten, technisch versierten, verantwortungsbewussten und zukunftsorientierten Bürgermeister“. Oberauer habe das Dorfbild geschützt und das Dorfgeschehen entscheidend geprägt.

Zahlreich sind die Verdienste für Nußdorf, die Grandauer aufzählt, wenn sie voller Respekt auf das Lebenswerk des Verstorbenen blickt. Unter anderem erinnert sie an die vielen Baumaßnahmen, die in der gut 19-jährigen Amtszeit Oberauers verwirklicht wurden – darunter der Neubau der Schulsporthalle und des Feuerwehrgerätehauses sowie die Erweiterung des Bauhofs.

Probleme fundiert angesprochen

Ein Höhepunkt in seiner Amtszeit waren sicherlich der Sieg Nußdorfs beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2001 sowie der Erfolg beim europäischen Wettbewerb Entete Florale 2004.

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Betroffen vom Tod seines Amtskollegen zeigt sich auch das Großkarolinenfelder Gemeindeoberhaupt Bernd Fessler, zugleich Sprecher der Bürgermeister im Landkreis: „Er war oana von uns, und zwar nicht irgendoana“, so Fessler. Seine große kommunale Kompetenz habe Oberauer seit 2014 auch in der Vorstandschaft des Kreisverbandes Rosenheim beim Bayerischen Gemeindetag eingebracht. „Er war kein Nörgler, sondern hat fundiert Probleme angesprochen und nicht um den heißen Brei herumgeredet“, sagt Fessler.

Betroffenheit und Wertschätzung bei CSU-Parteifreunden

In einer gemeinsamen Presseerklärung zeigen sich auch CSU-Kreisvorsitzender Klaus Stöttner, Felix Schwaller als Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion sowie die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig betroffen von Oberauers Tod. „Er schmerzt uns tief und macht uns nachdenklich“, schreiben sie.

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Die CSU-Kreistagsfraktion verliere „einen liebenswürdigen und sehr kompetenten Kollegen“, betont Schwaller. Kreisvorsitzender Klaus Stöttner nennt ihn einen „gradlinigen Menschen, der fest in seiner Heimat verwurzelt war“. Eine Eigenschaft, die ihm auch die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig attestiert. Sie sei ihm „unendlich dankbar“, dass er sie von Beginn an immer unterstützt habe. Auch Landrat Otto Lederer sieht in Oberauers Tod einen großen Verlust für den Landkreis: „Er war ein erfahrener Kommunalpolitiker, ein beliebter Kollege, der durch seine Kompetenz und Umsicht überzeugte und der sich mit großem Engagement für die Belange seiner Gemeinde und selbstverständlich auch den Landkreis einsetzte.“

Doppelfunktion als Ingenieur und Bürgermeister

In Kiefersfelden, wo der gelernte Bauingenieur neben seiner ehrenamtlichen Bürgermeistertätigkeit jahrelang das Hoch- und Tiefbauamt sowie die Gemeindewerke leitete, ist die Trauer ebenfalls groß: „Sepp hatte ein sehr hohes Fachwissen und hat seine Aufgaben immer mit vollem Herzen erfüllt“, erinnert sich Bürgermeister Hajo Gruber. Vor allem stellt er Oberauers Doppelfunktion als Ingenieur und Bürgermeister heraus: „Das war ein großer Gewinn für Kiefersfelden.“

Familie stand immer an erster Stelle

Aber neben all seinen politischen Aktivitäten fand Oberauer auch immer Zeit für die Familie: „Der Papa war ein absoluter Familienmensch“, sagen seine Söhne Peter und Sepp Oberauer. Trotz aller Aufgaben und Ämter seien seine Frau Marlies sowie seine Kinder und Enkelkinder immer an erster Stelle gestanden. „Er war immer gut gelaunt und heimatverbunden“, betont Sepp Oberauer junior. Aufgrund seiner Verwurzelung im Ort habe sein Vater immer genau gewusst, was los ist.

„Der Papa war am Freitagvormittag auch immer gern beim Stammtisch und hat seine Weißwürst‘ gegessen.“ Dadurch sei er immer auf dem Laufenden gewesen. Was Sepp Oberauer ebenfalls ausmachte, war seine Liebe zur Tradition. Ob im Trachtenverein, bei der Nußdorfer Theatergruppen oder bei den Plattlern: Er war keiner, der nur redete, sondern einer, der auch handelte, sagen seine Söhne. „Er hat einfach immer Chancen im Leben gesehen.“

Wann die Beisetzung stattfinden wird, steht bislang noch nicht fest.

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