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Gemeinde wartet auf Erörterungstermin

Nußdorf berichtet über ein Gutachten zum Steinbruch in Überfilzen

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2015 per Hängebeschluss den Abbau über 758 Meter üNN eingestellt hat, hat der Betreiber 2019 einen Antrag auf wesentliche Änderung des Steinbruchbetriebes in Überfilzen gestellt, mit dem Ziel, den Abbau um zwei Hektar bis über die Garwand (links) zu erweitern.
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Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2015 per Hängebeschluss den Abbau über 758 Meter üNN eingestellt hat, hat der Betreiber 2019 einen Antrag auf wesentliche Änderung des Steinbruchbetriebes in Überfilzen gestellt, mit dem Ziel, den Abbau um zwei Hektar bis über die Garwand (links) zu erweitern.
  • VonVolkhard Steffenhagen
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Ein Gutachten, das schon vor drei Jahren gefordert wurde, wird jetzt am Steinbruch in Überfilzen gemacht. Das soll entscheiden, ob der Einspruch von Nußdorfer Bürgern zur Erweiterung des Betriebes angenommen oder abgelehnt wird.

Nußdorf – Bereits seit längerer Zeit warten der Nußdorfer Gemeinderat und die Bürger, die schriftlichen Einspruch gegen die Erweiterung des Steinbruchs in Überfilzen beim Landratsamt eingelegt haben, auf die Bekanntgabe eines Erörterungstermins. Die Verzögerung wurde bislang mit der Pandemie und den damit verbundenen gesetzlichen Auflagen begründet.

Eine erneute Anfrage der Gemeinde beim Landratsamt ergab nun, dass die Antragstellerin auf Erweiterung des Steinbruchs, die Südbayerisches Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, nun ein Gutachten in Auftrag gegeben hat. Darüber informierte Nußdorfs Bürgermeisterin Susanne Grandauer (CSU/FWG) den Rat in dessen jüngster Sitzung.

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Mit diesem Gutachten soll festgestellt werden, ob bei dem beantragten Abbau der Garwand im Bereich über 758 Meter über Normalnull (üNN) ein naturschutzrechtlicher Ausgleich möglich wäre. „Sollte dieser Ausgleich nicht möglich sein, wäre das das „Aus“ für den Antragsteller“, sagte Bürgermeisterin Grandauer. Das Landratsamt will jedoch erst das Ergebnis aus diesem Gutachten abwarten, bevor ein Erörterungstermin einberufen wird. Dass dieses Gutachten erst jetzt beauftragt wurde, verwundert die Rathauschefin sehr, da dieses bereits vor drei Jahren von einem sachverständigen Berater gefordert wurde.

Von Nußdorfer Bürgern wurde beobachtet, dass unterhalb der gerichtlich festgelegten Abbaugrenze von 758 Metern derzeit der Abbau massiv fortgesetzt wird. Das habe zur Folge, dass Gesteinsmaterial oberhalb dieser Linie in erheblichem Umfang nachrutschen würde.

Webcam beobachtet Bewegung der Steinbruchwand

Laut Landratsamt waren kürzlich drei Mitarbeiter der Behörde Vorort, berichtete Grandauer: „Es sei ihnen bewusst, dass durch den Abbau loses Material oberhalb nach rutscht. Daher will man nun den weiteren Abbau über die Webcam des Steinbruchs täglich beobachten, um die Bewegungen festzustellen.“ Darüber hinaus soll ein unabhängiger Gutachter damit beauftragt werden, diese Situation zu untersuchen.

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