GEMEINDERAT NUSSDORF DISKUTIERT ÜBER MOBILFUNKMAST

Noch sucht die Gemeinde nach Standort

Als möglicher Standort für einen Mobilfunkmast kommt in Nußdorf auch das Gerätehaus der Feuerwehr in Betracht. Steffenhagen

Nußdorfs Gemeinderat sucht nach einem geeigneten Standort für einen Mobilfunkmasten. Grund dafür ist, dass das Mobilfunknetz mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist.

Nußdorf – Nach den Statistiken der Mobilfunkbetreiber würde jeder Einwohner über 1,6 mobile Endgeräte verfügen. Wobei das reine Telefonieren die wenigsten Funkkapazitäten beanspruche. Den Hauptanteil mache der Datentransfer wie Fotos aus, so Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer, der aus einem mit der Telekom geführten Gespräch zitierte.

Wenn es nach den Wünschen der Telekom geht, sollte der Funkmast an einer zentralen Stelle im Ort stehen. Das sei idealerweise das Rathaus. Viele Einwohner hätten aber Bedenken, wenn sich ein Telefonmast in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Arbeitsplatzes befindet. Sie gehen davon aus, dass die Belastung durch Strahlungen hier besonders hoch sei.

Dabei sei die Strahlung, die von einem Handy ausgehe, wesentlich höher als die von einem Funkmast, so die Fachleute der Telekom. Als weitere Standorte wurden das Feuerwehrgerätehaus oder der Hufeisenplatz vorgeschlagen. Im Gemeinderat wurde auch darüber diskutiert, einen Mast weit außerhalb aufzustellen oder die Last gegebenenfalls auf mehrere kleine Masten zu verteilen. Leider sind das offenbar keine Varianten, die sich technisch so umsetzen lassen, dass sie die notwendige Kapazität bringen könnten.

Noch könne sich die Gemeinde an der Suche aktiv beteiligen, bis in einigen Wochen sei allerdings diese Frist dann abgelaufen. „Dann hat die Telekom die Möglichkeit, sich selbst auf die Suche zu begeben und auf privatem Weg einen Standortvertrag abzuschließen“, erklärte Sepp Oberauer in der Ratssitzung.

Da die Beratung bislang durch die Telekom stattgefunden hat, denen man unterstellen darf, dass sie auch ein Eigeninteresse verfolge, soll bis zu einer endgültigen Standortentscheidung eine neutrale Meinung durch einen unabhängigen Sachverständigen eingeholt werden. Dafür gab es grünes Licht im Gemeinderat.

Kommentare