Neues Baugebiet Mehr Platz für Familien in Söchtenau

Verdichtete Baustruktur in Untershofen: Acht Einfamilienhäuser, drei Doppelhauskomplexe und ein kleines Mehrfamilienhaus sollen dort gebaut werden. Gemeinde söchtenau

Die Aufstellung des Bebauungsplans für das Neubaugebiet im Söchtenauer Ortsteil Untershofen war Thema bei der letzten Gemeinderatssitzung der vergangenen Wahlperiode. Dort sollen Einfamilien- und Doppelhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus gebaut werden. 17 neue Wohneinheiten werden entstehen.

Söchtenau – Damit die Sicherheitsabstände von 1,5 Metern aufgrund der Corona-Pandemie hatte sich das Gremium in der Turnhalle der Grundschule in Söchtenau getroffen. Erschlossen werden soll ein landwirtschaftliches Grundstück an der Innthaler Straße im Norden der Gemeinde.

Architekt stellt Projekt vor

Beauftragt mit der Erstellung des Bebauungsplanes wurde Architekt Christoph Fuchs aus Kolbermoor. Bei der Sitzung stellte Fuchs das Projekt vor. „An dieser Stelle sollen in erster Linie Einfamilienhäuser entstehen“, sagte er. Aber auch drei Doppelhausparzellen und ein kleines Mehrfamilienhaus hat er in seinem Entwurf eingeplant. Auf diesem Wege könnten auf der zu erschließende Fläche mindestens 17 neue Wohneinheiten im Ortsteil Unterhofen geschaffen werden: Acht Einfamilienhäuser mit rund 150 Quadratmetern Wohnfläche, drei Doppelhausparzellen mit jeweils rund 145 Quadratmetern Wohnfläche, sofern man das Dachgeschoss ausbauen würde sowie ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen. Im Erdgeschoss sowie im ersten Stock läge die Größe bei etwa 90 Quadratmetern pro Wohnung, eine Dachgeschosswohnung mit circa 60 Quadratmetern sei laut Fuchs ebenfalls eingeplant.

Verdichtete Baustruktur

„Wir haben hier eine verdichtete Baustruktur, allerdings mit dörflichem Erscheinungsbild. So war ja der Wunsch“, sagte Fuchs. Bäume und Grünanlagen habe Fuchs deswegen in seinem Entwurf bedacht. Die besondere Herausforderung bei dem Bebauungsplan sei die Hanglage des Grundstücks. „Das Wasserwirtschaftsamt fordert, die Häuser um mindestens 40 Zentimeter heraufzusetzen, damit kein Wasser in die Gebäude laufen kann.“ Dieser Aspekt sei im Plan zu berücksichtigen, müsse aber nicht zwingend so ausgeführt werden. „Besonders bei dieser Steigung am Hang leidet die Barrierefreiheit. Das ist dann Sache der Bauherren“, sagt Fuchs. Bei der Erschließung sieht Fuchs keine Probleme, da die Infrastruktur an die im Osten angrenzenden Straßen angeschlossen werden könnte.

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Die Gemeinderäte Josef Eckl (Wählergruppe Schwabering – Krottenmühl) und Lorenz Loy (Freie Wählerschaft) wandten ein, dass das Grundstück einer der geplanten Doppelhausparzellen an die Innthaler Straße angrenzen würde. Bei einem früheren Bebauungsplan habe es an dieser Stelle bereits einmal Probleme gegeben. „Ich erinnere mich, als ein anderer Bauplan erarbeitet wurde, dass an dieser Stelle eine Erschließung nicht möglich war“, sagte Eckl. Fuchs sah darin kein Problem. Bürgermeister Sebastian Forstner (Freie Wählerschaft) stimmte ihm zu: „Ich wüsste jetzt auch nicht, warum es dort Probleme sollte.“

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Auch andere Fragen zu Größen der Balkon- und Terrassenflächen, zu Stellplätzen für Autos sowie Nachfragen über die Beschaffenheit der Stützmauern, stellte Forstner zurück. „Das sind Details, die dann im Erschließungsplan geklärt werden müssen“, sagte er. Jetzt ginge es zunächst darum, den Bebauungsplan festzulegen, mit dem die Gemeinde in das Verfahren gehen würde. Weitere Einzelheiten müssten zu gegebener Zeit erarbeitet werden.

Bauland wird für Einheimische teurer

Abschließend wies Forstner darauf hin, dass der Verkaufspreis für Einheimische bei den Grundstücken wohl steigen wird: „Früher konnten wir Bauland an Einheimische für rund 120 Euro pro Quadratmeter verkaufen. Davon müssen wir uns wohl verabschieden.“ Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes einstimmig zu.

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