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Bargeldloses Bezahlen

Neue Park-App für den Samerberg - Das müssen Autofahrer jetzt beachten

Wer kein Bargeld zur Hand hat, kann in der Gemeinde Samerberg ab sofort mit per App bezahlen. Dabei löst der Anbieter „Parkster“ die vorherige App „Park Now“ ab.
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Wer kein Bargeld zur Hand hat, kann in der Gemeinde Samerberg für das Parken per App bezahlen. Jetzt gibt es einen neuen Anbieter.
  • Jennifer Beuerlein
    VonJennifer Beuerlein
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Autofahrer, die in der Gemeinde Samerberg bisher per App ihren Parkplatz bezahlt haben, müssen sich nun umstellen. Das steckt dahinter.

Samerberg – Da die Samerberger Verwaltung den Bürgern nicht einfach „eine neue App aufzwingen“ wollte, so Georg Huber, Bürgermeister der Gemeinde Samerberg, stellte sich die Gemeinde die Frage, welche der zahlreichen Anbieter von Parkapps sie nun verwenden wollen. Die Wahl viel auf den schwedischen Anbieter „Parkster“. Der Grund für den Wechsel ist, dass der bisherige Anbieter „Park Now“ kurz nach der Inbetriebnahme von „Easy Park“-App übernommen wurde.

Prien und Bad Aibling waren Vorreiter

In den vergangenen Jahren hatte sich der Landkreis Rosenheim und einige der größeren Gemeinden wie Prien und Bad Aibling bereits für die App „Parkster" entschieden. Der Anbieter habe sich als „ein ausgereiftes und gutes System" erwiesen, erklärt Huber. Zudem seien die Besucher des Landkreises Rosenheims, aufgrund der einheitlichen Parkapps, nicht dazu gezwungen, sich mehrere Parkapps auf dem Smartphone herrunterladen zu müssen.

Wie die Parkapp genau funktioniert, wird auf der Webseite der Gemeinde im Detail erklärt. Das Ziel von „Parkster“ ist es, den Autofahrern ein bargeldloses Bezahlen und Lösen eines Parktickets zu ermöglichen. Dafür muss der Autofahrer sein Kennzeichen als auch die geplante Parkdauer in der App eingeben. Ein Vorteil der App ist, dass der Parkvorgang verlängert oder frühzeitig beendet werden kann, sodass der Parkende nur für die eigentliche Parkdauer zahlt.

Bislang könne die App an gebührenpflichtigen Parkplätzen und den klassischen Wanderplätzen verwendet werden, so Bürgermeister Huber.

Ein Angebot für Dauerparker

Außer den üblichen Tagesgebühren von fünf Euro fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Zudem bietet die App auch eine Jahreskarte für Dauerparker an, die 75 Euro kostet. Aufgrund des vielzähligen Verkehrs am Wochenende hat die Gemeinde Samerberg eine Werktagskarte von 30 Euro eingeführt, sagt der Bürgermeister. So können laut Huber beide Tickets für jeweils zwei Fahrzeuge verwendet werden.

„Damit entsteht die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften und die Gebühren können auf die beiden Fahrzeughalter aufgeteilt werden.“ Der Parkende muss keine Kreditkartendetails in der App angeben. Für den Bezahlvorgang erhält der Autofahrer von dem Anbieter per Post oder E-Mail eine monatliche Rechnung. Diese listet alle Parkvorgänge, die zu zahlen sind, detailliert auf.

Digitale Parkscheine werden kontrolliert

Die kommunale Verkehrsüberwachung vom „Zweckverband Oberland“ kontrolliert die digitalen Parkscheine in Echtzeit, erklärt Huber. Deren Mitarbeiter erkennen bei jedem Fahrzeug, ob ein Ticket gelöst wurde und ob dieses noch Gültigkeit hat. Über ein Computerprogramm in der Samberger Verwaltung könne zusätzlich eingesehen werden, wer über die App und wer mit Bargeld bezahlt hat.

Für den Bürgermeister Georg Huber ist dies „eine Generationssache“. So greife die jüngere Generation vermehrt auf die Apps zu, während die ältere das Parkticket weiterhin mit Bargeld lösen. Der vorherige Anbieter „Park Now“ habe nach einem Jahr der Inbetriebnahme eine Quote von ungefähr 15 Prozent verzeichnet, welche die App aktiv nutzten. „Die Zukunft ist die App“, sagt Bürgermeister Georg Huber und steht dem Projekt positiv gegenüber.

Angebot wird positiv angenommen

In der Gemeinde Bad Aibling lief die „Parkster“ App bereits 2020 an. Julia Wolf, Pressesprecherin der Gemeinde Bad Aibling, erklärt, dass in der Gemeinde pro Monat ungefähr 2300 Tickets gelöst werden. Auf die Anfragen, wo in der Gemeinde geparkt werden könne, würden viele Besucher positiv auf die Hinweise, dass dort unter anderem per „Parkster“ App bezahlt werden kann, reagieren.

In den umliegenden Gemeinden Kiefersfelden und Raubling würden solche Parkapps nicht benötigt werden, da es vor Ort keine gebührenpflichtigen Parkplätze gibt, teilten die Gemeinden auf Anfrage mit. Auch in Oberaufdorf und Brannenburg seien solche Parkautomaten in der nächsten Zeit nicht geplant.

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